Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1584399
H57- 
1158. 
377 
Blättern mit dem Zeichen. Mit der Jahrzahl 1803 und "dem Beisatze 
Juny scul. steht es auf einer Radirung mit fünf Büsten von Mönchen 
hintereinander nach rechts. Links unter der ersten Büste ist das 
Zeichen, qn. 8. Selten ist eine Landschaft mit weiter Ferne und Bad- 
enden im Vorgrunde am Wasser. Leicht radirte Skizze von Poussin. 
Links neben dem Namen des letzteren ist das K scheinende Mono- 
gramm mit der Jahrzahl 1808, qu. fol. 
1157. Lukas Knechtelmann, Historienmaler und Bildschnitzer, 
L K gehört einer Künstlerfzimilie an, welche in Nördlingen 
- eingebürgert wer. Lukas erscheint 1489 im Bürger- 
L  1,18 buche, war aber noch viel später thätig. Von ihm 
   i)  ist der Hochaltar mit reichem Schnitzwerk und Ge- 
mälden in der St. Salvatorskircbc zu Nördlingen. Es kommen die Ini- 
tialen LK 1518 darauf vor, oder man sah sie wenigstens vor der-Re- 
stauration. Die Kirche war lange im Besitze der Evangelischen, wurde 
aber in neuerer Zeit wieder der katholischen Gemeinde überlassen. 
Dr. WVaagen, Kunstwerke und Künstler in Deutschland, I. S. 357 be- 
schreibt den Altar, sagt aber nichts von einer Bezeichnung. Man iindet 
auch noch andere Gemälde mit LK, auf welche auch Lukas Krem- 
burger Anspruch haben kann. Er war 1512 in Augsburg thätig, und 
folgte der Richtung des alten Hans Holbein. Knechtelmann zählt zur 
Ulmer Schule, und desswcgen nimmt ihn Weyermann (Kunstblatt 1830 
N0. 66) für Ulm in Anspruch. 
1158- Ludwig Krug von Nürnberg war Goldschmied, und nicht 
 nur in allen Zweigen seiner Kunst wohl 
   ü, erfahren, sondern nach Neudörüefs Zeug- 
 NXQS niss auch im „Conterfaiten, und was er in 
wir Stein und Eisen schnitt, auch beiden Wahlen 
wxwxiuv-rintuitiv-i"  (Italienern) löblich." Neudörffer weiss sei- 
neu berubmtexi Landsmann nicht genug zu loben, hebt aber weniger 
die Kupferstiche hervor, auf welchen die Buchstaben L 11' zu den 
Seiten eines Kruges vorkommen. Er sagt nur im allgemeinen, dass 
er auch Zeichner, Maler und Stecher war. Wir können daher an- 
nehmen, dass sich Ludwig, oder Luidel Krug zu seinen Kupferstichen 
keiner fremden Zeichnung bedient habe. Nach Neudörifer arbeitete 
Krug um 1523 an einem Relief in gelbem Marmor mit Adam und 
Eva unter dem Baume, in der Kunstkammer zu Berlin kommt aber 
auf einem Relief die Jahrzahl 1314 vor. Die Buchstaben L K stehen 
zu den Seiten des Kruges, und es ist daher kein Zweifel, dass dieses 
Werk von Krug herrühre. Paul Behaim nennt den Verfertiger der 
Kupferstiche Lukas Krug, aber sicher nur aus Irrthum, da Neudörßer 
den 1535 (1532  verstorbenen Luidel Krug gekannt hat. J. de Jongh, 
der Herausgeber des Werkes von Karel van Mander 1764, schreibt 
das gegebene Zeichen dem Lukas Cornelisz, genannt Kock zu, weil 
G. van Mander im Leben dieses Meisters von Kupferstichen und von 
einem Zeichen auf Gemälden (Prenten en- Jilerk) spricht. Das Mono- 
gramm dieses Meisters besteht aus C L P, und ist II. N. 378 gege- 
ben. Im Jahre 1495 geboren, müsste er das erwähnte Relief mit 
Adam und Eva als Jüngling von '19 Jahren gefertigt haben, woran 
nicht zu denken ist. Immerzeel schreibt aber ohne Bedenken auf sei- 
ner Monogrammtafel die Buchstaben L K mit dem Kruge dem Lukas 
Cornelisz de Kock zu, weil er bei Brulliot II. N. 2887 die Note des 
J. de Jongh zum van "Mandel" angezogen fand, und der genannte Schrift- 
steller eher für einen vlämischen Meister, als für den deutschen Luidel 
Krug Partei nehmen wollte. Oh. Kramm nimmt diesen Irrthum still-
        

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