Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580936
IOAN. 
Die Gruppe der Madonna mit dem Kinde scheint immer dieselbe zu 
seyn, man fand aber bisher die abweichenden Angaben noch nicht be- 
stätigt. Brulliot wollte zwei verschiedene Abdrücke annehmen, und 
erklärte jenen mit dem Vorhange hinter der Gruppe für retouchirt, 
so dass der schlafende Joseph verdeckt worden wäre. Damit stimmt 
Zanetti nicht überein, sondern will eher zwei verschiedene Blätter 
annehmen. Die Originalplatte zum Abdrucke mit dem Vorhange be- 
findet sioh im Oabinet des Marquis Malaspina, und ist auf beiden 
Seiten gestochen. Auf der Rückseite ist eine nackte aus dem Bade 
steigende Venus mit dem Monogramme des A. Dürer. Die Vorstellung 
ist aber einem Stiche des Marc Anton entnommen, und nur im Grunde 
sind Veränderungen angebracht. 
Wir sind bisher dem A. Zanetti gefolgt, führen aber jetzt zur 
möglichen Bereinigung des Thatbestandes das Blatt auf Benedetto 
Montagna zurück. Bartsch_ No. 7 schreibt dieselbe Vorstellung dem 
Letzteren zu, er hatte aber einen Abdruck ohne Täfelchen mit IOAN. BX. 
Der Stich stimmt wirklich _für  Montagna, und es fragt sich dahgf, 
ob Gio. Antonio da Brescia eine fremde Platte mit seinem Zeichen 
versehen habe, oder ob dieses ohne sein Wissen eingestochen wurde_ 
Es möchte wohl seyn, da. auch die Vorstellung der badenden Venus 
auf der Rückseite der Platte irrig mit Dürer's Zeichen versehen wurde_ 
5) Die hl. Jungfrau im reichen Gewande sitzend, wie sie das Kind 
umarmt. H. V12 Z. 6 L. Br. 9 Z. 8 L. 
Diese Vorstellung ist nach A. Mantegna copirt. Bartsch No. 8 
nimmt die Abdrücke der Copie für den ersten Stand der Originalplatte. 
Die Figuren der Madonna und des Kindes haben keine Aureolen. 
6) Die Darstellung der hl. Jungfrau im Tempel, B. No. 4, Ottley 
II. 562. H. 11 Z. 4 L. Br. 7 Z. 6 L. 
Dieses Blatt fertigte der Künstler in Rom, und es weicht in der 
Behandlung so sehr von den übrigen ab, dass man es ohne Zeichen 
dem Anton von Brescia nicht zuschreiben würde. 
7) Die hl. Jungfrau in Umgebung von St. Franz von Assisi, Magda- 
lena und Catharina, B. XV. p. 22 No. 13, Ottley p. 562. H. 11 Z. 2L. 
Br. 8 Z. 1 L. Auktion Sykes 4 .6 14 Sh. 
Der Meister R VR hat dieses Blatt von der Gegenseite copirt.  
8) Christus mit der Dornenkrone dem Volke vorgestellt. In der 
linken Ecke: I0. AN. B. F. H. 4 Z. 2 L. Br. 3 Z. 2 L.  
9) Die Ki-euzabnehmnng. Am Fusse des Kreuzes wird Maria von 
zwei Frauen unterstützt, und Magdalena ist vom Rücken gesehen. 
Ohne Zeichen. H. 16 Z. 8 L. Br. 13 Z. 3 L. 
Vasari schreibt dem A. Mantegna eine Kreuzabnehmung zu, und 
daher zählt Bartsch No. 4 diesen Stich im Artikel dieses Künstlers 
auf, worin ihm auch Ottley und Zani beistimmen. Es scheint aber 
eine Copie vorhanden zu seyn, nämlich jene in der erwähnten Grösse. 
Diese Copie stimmt ganz mit der Grablegung nach Mantegna No. 3, 
welche Bartsch No. 2 dem Gio. Antonio zuschreibt. Diese Copie hat 
die Buchstaben I. N. R. I. im Täfelchen des mittleren Kreuzes, und 
oben vier statt der drei Vögel im Originale. Höhe 17 Z. 2 L. Breite 
13 Z. 6 L. 
10) St. Petrus mit den Schlüsseln. Zu den Seiten des Kopfes SP, 
unten in der Mitte I0. AN. B. No. 6, Ottley p. 563. H. 7 Z. 5 L. 
Br. 4 Z. 8 L.  
H.) Herkules und Antheus. Auf der Tafel am Raume llllksi 
IO.AN.BX    
Dieses Blatt erwähnt Bartsch No. 13. Die Gomllüsltlüll Scheint 
von A. Mantegna zu seyn, und Gio. Antonio dürfte einen Stich des-
        

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