Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1584146
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1076- 
4078. 
felgiende Radirungen, welche aber meist mit dem Namen bezeichnet 
sin  
1) Die Mutter mit dem Kinde. Stallaert imz, fol. 
2) Ein Hirtenknabe. J. Portaels inv. 1853, fol. 
F 3) Ein Arbeiter, welcher sich im Hofe auf den Spaten lehnt. Mit 
L 4. 
,4) Interieur mit einer Katze. J. B. van Moer inv. 1853, fol. 
5) Einige andere Blätter religiösen und profanen Inhalts, mit dem 
Namen, 4. 
1076. Leonard Limosin soll nach der Angabe im Catalog der 
L F v. Derschaifschen Sammlung durch die Initialen L. F. seinen 
' ' Namen angedeutet haben. In der genannten Sammlung war 
ein Email, welches Herkules mit Anteus vorstellt. Die Figuren er- 
scheinen auf schwarzem Grunde und sind mit Gold aufgehöht, so wie 
die Buchstaben mit Gold gezeichnet sind. Die Limosine hält  Zoll 
im Durchmesser, es frägt sich aber, 0b sie von Leonard Limosin dem 
Aeltern oder dem Jüngern herrühren. Ueber diese beiden Künstler 
handeln wir unter LL. 
1077. Unbekannter Maler, welcher gegen Ende des 17. Jahr- 
L F hunderts in Holland gelebt zu haben scheint. Wir sahen 
' ' im Privatbesitze ein Gemälde, welches Bathseba im Bade 
vorstellt, wie ihr ein Page in der Livree damaliger, und auch noch 
späterer Zeit einen Brief bringt. Der Maler suchte den Rubens nach. 
zuahmen, steht aber diesem Meister weit nach. 
1078. L. Finson soll nach der handschriftlichen Bemerkung des 
L F Chev. James Hazard Zeichnungen mit den Initialen LF. hin- 
' terlassen haben. Der oft genannte Kunstkenner geht nicht 
weiter auf diesen Finson ein, und wir geben daher, auch zur Ergän- 
zung des Artikels im Künstler-Lexicon, Nachricht über denselben, und 
zwar nach der biographischen Notiz des Marquis Ph. de Chenevieres 
Pointel in der Zeitschrift: La Renaissance, XV. p. 101. 
Ludwig Finson oder Finsonins wurde 1580 in Brügge geboren, 
und starb zu Arles 1632. Er war bisher fast nur dem Namen nach 
bekannt, und zwar durch ein Bild der Verkündigung Mariä. im Museum 
zu Neapel, ehemals in S. Tommaso d'Aquino daselbst. Auf diesem 
Gemälde steht: Aloisius Finsonius Belga Brugensis fecit 1612. 
Pointel liest aber: Alonsius, sowie Immerzeel; Alonsius und Aloisius 
bedeutet aber nicht Ludwig, und doch ist er derselbe Künstler, welcher 
auf anderen Gemälden Ludovicus Finsonius schreibt. Er begab sich 
schon als Jüngling von 20 Jahren nach Rom, wo er unter Leitung des 
M. A. da Caravaggio stand. Nach einigen Jahren liess er sich in Aix 
nieder, wo man noch Werke von seiner Hand findet. In der St; 
Johanneskirche ist eine Auferstehung Christi mit den Wappen der 
Familie Gaillard und der Inschrift: Lodonicus Finsonizts Belga Bru- 
gensis fecit anno 1610. Dieses Gemälde wird gerühmt. Christus 
soll wie lebend aus der Leinwand hervortreten. Eine Wiederholung 
dieses Bildes soll vor einigen zwanzig Jahren in's Ausland gekommen 
seyn. Im Jahre 1612 finden wir den Künstler in Neapel, wo er für 
S. Tommaso die oben erwähnte Verkündigung malte. In der Kirche 
des hl. Anton zu Arles ist eine grössere, meisterhafte Wiederholung. 
Eine zweite Oopie schenkte Magnan de la Roquette den Jesuiten 
in Aix. Im Jahre 1613 hielt sich Finson wieder in dieser Stadt auf. 
Ein Gemälde von diesem Jahre stellt den unglaubigen Thomas vor, 
mit der Inschrift: Ludovicus Finsonius Belga Brugensis fecit Aquis
        

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