Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1584106
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1069-1072. 
Die See selbst ist mit mehreren Segelfahrzeugen belebt. Rechts oben 
liest man: Dediä a lami de man  coeur et man mait-re  Le Prince 
Charles deÄ Ligne. Dabei steht das zweite Zeichen. Beide Land- 
schaften sin auf Eine Platte radirt. H. 8 Z. 10 L. Br. 6 Z. Das- 
selbe Monogramm, mit der Jahrzahl1790 steht auch auf einem ziemlich 
gut radirtenBlatte mit zwei geflügelten Kindern, deren eines auf einem 
rechts hin schreitenden Hunde reitet, und sich nach dem zweiten 
zurückneigt, welches ihm nachläuft. H 5 Z. 3 L. Br. 8 Z. 6 L. 
1069- Ludwig Faber, Glasinalcr, war in der zweiten Hälfte des 
17. Jahrhunderts in Nürnberg thiitig. Seiner erwähnt 
Doppclmayer, ohne irgend ein Gemälde anzugeben. Das 
erste Zeichen findet man auf einem radirten und ge. 
r stochenen Bildnisse des Gyninasial-Lehrcrs Johann Lud- 
wig Faber in Nürnberg, welcher als Mitglied des Pegnesischen Blumen- 
Ordeiis den Namen Ferrando I. führte, kl. 4. Das zweite Zeichen mit 
der Jahrzalil 1682 findet man auf einem Blatte mit einer Darstellung des 
sogenannten Stilllebens, kl. 4. Es könnte leicht seyn, dass der Gym- 
nasial-Lehrer auf Glas gemalt habe, indem Doppelmayr seinen Glas- 
maler Johann Ludwig Faber nennt. 
1070. Louis Henri de Fontenay, Genre- und Bildnissmaler, geb. 
zu Amsterdam den 15. Mai 1800. war der Sohn eines franzö- 
sischen Edclniaiins, welcher als Emigrant 1820 in Amsterdam 
starb. Schüler von J. Smies, gründete er schon 1823 durch 
Bildnisse in Miniatur seinen Ruf, da ihn der König nach dem 
l-[aag berief, um dessen Portrait zu malen. Im Jahre 1824 
wurde er als I-Iof-Mininturmaler angestellt, kehrte abernach drei Jahren 
wieder nach Amsterdam zurück, wo er von jetzt an Cabinetstücke in 
Oel malte, und nur nebenbei Bildnisse in Miniatur und Tusch aus- 
führte. Im Pavillon bei Harlem ist ein sehr schönes Gemälde, welches 
eine Scene aus dem Leben des Malers Franz van Mieris vorstellt. Auch 
"lll Privatsammluiigen zu Amsterdam sind Bilder von ihin, und darunter 
solche mit dem Monogramni 
 Lucas Furtenagl, Maler von Augsburg, ging aus der Schule 
des 'I'hoinas Bnrgkinair (1460-1525) hervor, und man 
kann daher annehmen, dass seine Bilder die Richtung 
A A A des Hans Burgkinair verrathen, wenigstens Jene seiner 
früheren Zeit. An die frühere Weise dieses Meisters 
erinnert ein Gemälde in der Gallcrie zu Augsburg, welches aus dem 
Kzithariiienstift daselbst stammt, und in einen Giebel ausgeht. Die ein. 
zelncn, durch reiches gotliisches Gestänge getrennten Abtheilungen 
enthalten folgende Darstellungen: In der Mitte der unteren Reihe sind 
die römischen Kirchen der heiligen Sebastian und Laurentius mit den 
bezüglichen Heiligen, und zwischen beiden St. Stephan. An der zweiten 
Kirche steht: 1502 Ecclesia hZliUS sancti Laurentii. L. F. Zu den 
Seiten sieht man die hl. Helena, welche von einem Bischof die Nägel 
des Kreuzes Christi empfängt, und in ihrer Gegenwart wird Kaiser 
Constaiitin gekrönt. Die obere Reihe enthält in der Mitte den Ver- 
rath des Judas an dem Herrn. Auf der einen Seite wird die hl. He- 
lena feierlich begrüsst, auf der anderen findet die Erweckung einen 
Todten durch die Berührung mit dem wahren Kreuze Christi statt. 
Dieses Gemälde zierte mit fünf anderen den Saal des Gapitelhauses 
in dem genannten Stifte. In den Annfalen des letzteren, welche 175g 
die Nonne Dominica Erhardtin im Au trage der Prioriii Catharina Rosa 
Baronin von Badmann aus den Urkunden und Baurechnungen zusam-
        

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