Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1583950
1017- 
4018. 
333 
1017- Jacques Louis David, der berühmte Maler der ersten 
L D_ französischen Republik: geb. z_u Pairis 1'748, gest. zu Brüssel 
 1826, scheint auf Gepialden die _In1t1alexi des Namens beige- 
fäfäefudilabääiraäleääftiläii lStAi-läeäiuäiät 133" befihmteillgälde im 
   wecem a0 unen 
am Bette des verurtheilten Weisen sitzt, stehen die Buchstaben LD. 
Dieses erhabene Werk ist von Massard gestochen. 
1018. Leonard Thiry oder Diery, Maler und Kupferstecher von 
. L-D 514.113,15) Deventer in Ober-Yssel, behauptet im Künst- 
BD LlD BD ler-Lexicon eine ausführliche Stelle, und wir 
I 1  haben auch den Artikel bei Bartsch XVI. 
 D -  p. 307 ff. bedeutend vermehrt und berichtigt. 
Letzterer nannte den Künstler Leonard Davent, und noch in vielen, 
selbst neuen Oatalogen figurirt er unter diesem Namen. Ebenso oft 
nannte man ihn Leo diAeen, 11' Avesne, Daoin und Daris, Davino, 
alles dieses aus Missverständniss des Wortes dauent auf einer Section 
des grossen Blattes mit den Aposteln, welche nach dem Heilande und 
der hl. Jungfrau blicken. B. 6-9. Daraus schloss Bartsch, dass der 
Künstler L. Davent heisse. Auf einer Section des genannten Blattes 
steht L. D.  und somit war der L. Davent von Lyon fertig. Das 
Wort Davent bezieht sich aber auf die Stadt Daventer, jetzt Deventer, 
und der Künstler mag das erwähnte grosse Blatt in Lyon gestochen 
haben. Der Name Diery ist nicht erwiesen, und somit kann LD wohl 
richtiger Leonardus Daventrensis bedeuten. Thiry nennt er sich 
aber selbst auf einem Blatte aus der Folge der Darstellungen aus der 
Fabel der Proserpina. Man liest darauf: Leonardz" Thiry Belgae 
pictoris lange ewcellentiss. inventum. Damit finden wir ihn als be- 
rühmten Maler bezeichnet, und noch mehr in folgendem im Lexicon 
fehlenden Werke: Historie: Jasonis Thessalzfae Principis de Colchia 
velleris aurez" earpeditione: cum figuris aere excusis, earumque 
empositione, eersibus Priscorum Poelarum. Ab Jacobo Gohor-io 
Parisiensi. Parisiis Cum Priuilegio Regis 1563, qu. fol. Dieses 
änsserst seltene Werk enthält 26 Blätter mit Scenen aus Jasoifs Leben 
in reichsten figürlichen und ornamentalischen Umgebungen nach Thiry's 
Zeichnungen von Reue Boyvin gestochen. In der Dedication an Carl IX. 
ist gesagt: Picturae artificem praestantem (ut res ipsa testis es!) 
Leonardum Tyriwn Belgä adhäbui, cuius egregiae manus deli- 
neamenta Iienatus Boyuinus Andensis aere elegäter ewcudit. Auf 
dem letzten Blatte steht oben: Leonardus thiri inue. Renatus F. 
L. Thiry arbeitete unter Rosso Rossi in Fontainebleau, und in den 
Knpferstichen mit LD erkennt man deutlich den Styl der Schule, 
welche sich bekanntlich dort gebildet hatte. Die Hauptoompositionen 
im Werke über Jason von Colchis sind in der Manier des Luca Penni 
behandelt, nach dessen Zeichnungen der Meister LD selbst getochen 
hat. In der Ornamentik herrscht der Geschmack der Renaissance, wie 
er sich unter Rosso und Primaticcio ausgebildet hatte. 
Bartsch beschreibt 69 Blätter, welche L D bezeichnet sind. Jene 
mit der Schrift: Bol. und Bologna LD sind nach Primaticcio ge- 
stochen. Mit dem Anhange zum Artikel von Bartsch brachten wir 
das Verzeichniss auf 88 Nummern, und wir können hier nur auf 
Bartsch und das Künstler-Lexicon verweisen. Aus den Jahrzahlen 
geht hervor, dass der Künster von 1540-1565 gearbeitet habe, viel- 
leicht die längste Zeit in Fontainebleau.
        

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