Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1583878
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nungen in Tusch findet man von ihm, theils Landschaften mit Archi- 
tektur, theils Marinen. Auf Zeichnungen in Aquarelle und Tusch 
kommen die gegebenen Buchstaben vor, und mit geringer Abweichung 
auch auf radirten Blättern. Auf letzteren zeichnete er auch L. Chance. 
und L. Chancaur. Diese Blätter stellen italienische Monumente und 
Ruinen, Landschaften und Marinen vor, theils nach eigenen Zeich- 
nungen, theils nach solchen von Locatelli, C. Rossi, F. Kobell, Roeser, 
Robert, Sarazin, Bertin, G. de Bizemont, Echard, Noäl, Taunay und 
Valenciennes. Er radirte 44 Blätter verschiedener Grösse. 
991. Lorenz Clasen, Historien- und Genremaler, geb. zu Düssel- 
Qc L6 dorf1813, stand unter Schadow's Leitung und ent- 
"  wickelte ein vielseitiges Talent. Seine Werke sind zahl- 
L 6.11.. C  reich, und gehören grösstentheils der religiösen Richtung 
f ÜV an. Man findet in Kirchen Altarbilder von ihm, und 
 . auch im Privatbesitze sind Gemälde mit Darstellungen 
aus der heiligen Geschichte. Clasen pflegte aber von jeher auch das 
Genre im edleren Sinne. Bilder dieser Art gingen durch die Ver- 
loosungen des rheinisch-westphalischen Knnstvereins in verschiedenen 
Besitz über. Auf Zeichnungen des Künstlers kommen zuweilen die 
Anfangsbuchstaben des Namens vor. Die ganze Musterkarte von Buch- 
staben findet man auf Holzschnitten in den Düsseldorfer Monatsblättern 
von 1847 an. L. Clasen stand in dem genannten Jahre an der Spitze 
der Redaktion dieser humoristischen Zeitschrift. Durch den Kupferstich 
und die Lithographie ist L. Clasen wenig bekannt. Wenn auf Blättern 
dieser Art der Name C. Olasen vorkommt, ist an seinen Bruder Carl 
Clasen zu denken. 
992. Ludovicus Antonius Carolus, Maler, wurde den 25. December 
4 1814 zu Antwerpen geboren, und von Eeckhout und F. de 
S04 Braekeleer unterrichtet. Von 1831-1834 arbeitete er zuParis 
im Atelier des Malers E. Le Poitevin, und daher findet man auch in 
französischen Sammlungen Bilder von seiner I-Iand. Im Jahre 1836 
liess er sich in Antwerpen nieder, wo Carolus den Ruf eines gelehrten 
und trefiiichen Malers gründete. Seine Hehlen erscheinen oft im Co- 
stüme des 15. und 16. Jahrhunderts, doch wählte er sie aus dem 
täglichen Leben jener Zeit, worauf ihn seine Belesenheit in der alten 
Literatur führte. An diese Genrebilder schliesst sich auch eine Reihe von 
Vorstellungen aus dem modernen Volksleben in der Weise des Ostade 
und anderer Meister der Richtung desselben. Die gegebenen Initialen 
findet man auf Gemälden und Zeichnungen wohl selten. Sie stehen 
aber auf einem radirten Blatte mit der sitzenden Figur eines Bauers 
im Geschmacke des Ostade. Er sitzt auf der Bank vor der Mauer, 
hinter welcher sich Häuser zeigen. Den Krug hält er in der rechten 
Hand auf dem Schenkel, der Blick ist aber nach links gerichtet. Unten 
bei der links vorstehenden Bank bemerkt man die Initialen des 
Namens. Höhe der Platte 5 Z. 9 L. Br. 3 Z. 4 L. 
993. Louis Charles Goypel, Maler und Radirer, ist im ersten 
L C C Bande unter C. C. No. 2388 eingeführt, und wir verweisen 
   hinsichtlich der Zeitbestimmung auf jenen Artikel. Hier 
handelt es sich nur um das von Coypel radirte Bildniss des N. Aymou, 
welches Robert-Dumesnil II. p. 223 N0. 23 beschreibt: Im Rande links 
steht: G. ä l'eau-fern par L. C. 0., rechts: Termine au Burin 
par Joullain. Dessine pur son amy Ch. Coypel 1726. H. 10 Z. 
6L.Br.6Z.6L.  
Im ersten Drucke fehlt die Schrift und das Wappen, 1m zweiten ist 
letzteres beigefügt und erst im dritten Drucke kommt die Schrift vor.
        

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