Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1583728
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980. 
Schuchardt erkennt in dieser Vorstellung den König Alfred den 
Grossen von England, und den Ritter Wilhelm von Albonack mit seinen 
drei Töchtern. Bartsch vermuthet das Urtheil des Paris, welches aber 
bereits gefällt scyn muss. Paris wurde durch Philoktetes durch Pfeile 
erlegt, und diese Fabel dachte sich Cranach. Um den Paris zu bQ- 
zeichnen, führte er auch die drei nackten Schönheiten herbei. 
Diess ist ein Meisterwerk von freiem Schnitte. Man muss alte Ab. 
drücke vor dem Plattcnsprungc in der Mitte von unten nach oben suchen, 
99) Venus, Adonis und Cupido, ein dickes Paar als Burlesken. 
Venus steht rechts vom Rücken gesehen, und Oupido umfasst ihr Bein, 
11.10 Z. 6 L. Br. 6 Z. 9 L. 
Dieses geistvoll geschnittene Blatt beschreibt nur R. Weigel 
No. 19,100  
100) [S. 121.] Die sitzende Abigail mit dem Hunde, wie sie dem 
vor ihr stehenden Hellcbardier eine Fcldflaschc reicht. Mit LC, 1509 
und den Schilden. H. 9 Z. 3 L. Br. 6 Z. 2 L. 
Die alten Abdrücke haben die Ueberschrift: Historie von Abigail I, 
Samuel am 25 Cap. Im Rande stehen je sechs Reime: 
Zu Nabal König David sandt. 
    C. M. O. 
Man findet Abdrücke in Helldunkcl von zwei Platten. 
101) [B. 115. S. 122.] Der wilde Mann oder der Menschenfresser, 
welcher ein Kind mit den Zähnen trägt. Mit der Schlange und den 
-Wappenschilden.- H. 6 Z. 4 L. Br. 4 Z. 8 L. 
Ebenso schön gezeichnet, als geschnitten. Sehr selten. 
102) [B. 116. S. 123.] Ein Knabe oder ein sächsischer Prinz zu 
Pferd. Mit CL und 1506. H. 6 Z. 6 L. Br. 4 Z. 8 L 
103) [B. 118. S. 124.] Ein Jäger zu Pferd zwischen Bäumen dem Eber 
entgegen. Mit L C und den Wappenschilden. H. 6 Z. 6 L. Br. 4 Z. 8 L, 
104) [B. 123. S. 125.] Der Ritter auf dem Turnierpferd nach 
links. Mit der Schlange. H. 9 Z. 2 L. Br. 6 Z. 2 L. 
Unten sind 12 Verse in zwei Colnmnen: 
Ein Sprichwort heist, ist wohl bekannt 
   C. M. O. 
105) [S. 126.] Ein Turnierritter nach rechts. Mit L C und den 
Schilden 1506. H.  Z. Br. 4V2 Z. 
106) [B. 117. S. 127.] Ein Jäger zu Pferd mit der Dame hinter 
sich. Mit LC, den Schilden und 1506. H. 6 Z. 9 L. Br. 4Z. 8 L. 
Es gibt Abdrücke mit einer Bordüre, innerhalb welcher oben steht: 
Frisch auff mein Hertz, sey unverzagt 
Die ich begert hab ich erjagt. 
Unten sind Reime in zwei Columnen: 
Gar manchen lag vnd lange nacht. 
   C. M. O. 
Es gibt auch Abdrücke ohne Jahrzahl, und bloss mit einem sächsi- 
schen Wappenschild. 
107) [B. 119. S 128.] Die Hirschjagd. Mit L C und den Wappen- 
Schilden. H. 14 Z. Br. 19 Z. 
Das Schloss im I-Iintergrunde ist die Freiburg bei Naumburg an 
der Saale. Es wurden zwei Platten benützt. 
108) [B. 124. S. 129.] Das kleine Turnier im Schlosse zu Dresden. 
Mit L C, 1506 und den beiden Schilden. H. 9Z. 8L. Br. 13 Z. 8 L. 
Es kommen neuere Abdrücke vor. 
109) [B. 126. S. 130.] Das grosse Turnier mit Simson und dem 
Löwen auf dem Balkonteppich. -Mit LC, der Schlange und 1509. 
H. 10 Z. 10 L. E1215 Z. 6 L.
        

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