Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1583707
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980. 
5. Papst Clemens IV. im Begriffe, dem vor ihm mit. gefalteten 
Händen knieenden König Oonradin von Sicilien das Haupt ab- 
zuschlagen. Innerhalb des Holzschnittes ist diess in lateinischer 
Sprache angegeben. Oben: Papa agil gratias caesaribus pro 
immensis beneficiis. Unten: 
Gros gut die Ifeiser han gethan 
Dem Bapst: und vbel gelegt an. 
    M. Luth. D. 1545. 
(i. Der Papst im Ornate auf einer Sau reitend, wie er mit der 
rechten Hand einen auf der linken dampfenden Haufen Men- 
schenkoth segnet. (Mester Litcas est ein grober Maler, sag; 
Luther selbst.) Oben: Papa dat concilium in Germania. Unten: 
Saw du must dich, lassen reiten: 
Vnd wohl sporen zu beiden Seiten. 
   Ohne Namen. 
7. Ein Esel im päpstlichen Ornate mit der Tiara und dem Dudel- 
sack. Oben: Papa doctor theologiae et magister fidei. Unten: 
Der Bapst kann allein auslegen 
Die schrifft: und jrthum ausfegen. 
   M. Luther D. 
8. Der Papst und drei Oardinäle vom Henker an den Galgen ge- 
 knüpft, während vier Teufel ihre Seelen holen. Oben: Digna 
merces Papae satanissimi et cardinalium suorum. Unten; 
Wenn zeitlich. gestrafft soll werden: 
Bapst und Cardinel auff erden. 
   M. Luther D. 1545. 
9. Der Papst auf dem Throne zwischen zwei Cardinälen. Er halt 
eine Feuer sprühende Bannbulle, während ihm zwei Männer 
den dampfenden Hintern weisen. Im Bilde ist eine erbauliche 
lateinische Inschrift. Oben: Hic oscula pedibus Papae figun_ 
tur. Unten: 
Nicht Bapst nicht schreck uns mit dein bann 
Vnd sey nicht so zorniger man. 
   Marl. Luth. D. 
10. Ein Mann mit dem Säbel entledigt sich in die auf einen Tisch 
gestellte Tiara, ein anderer macht sich dazu fertig, und der 
dritte knöpft die Hosen zu. Unterschrift: 
Bapst hat dem reich Christi gethon 
Wie man hie handelt seine Cron. 
    Mart. Luth. 1545. 
94) [S. 107. H. 103-219.] Das Wittenberger Heiligthumsbuch, 
in 119 Blättern, unter dem Titel: Dye zaigung des hochlobuairdi-I 
gen hailigthums der Stifft  kirchen aller heiligen zu I Witten- 
berg. II Am Ende: Gedruckt in der Churfürstlichen Stat Hütten- 
bergk I anno Tausent funffhundert und neun, 4. 
Dieses äusserst seltene Buch hat 44 Blätter von 11-13., und darin 
119 Holzschnitte nach den Heiligthümern, welche bis zur Reformations- 
zeit in der Allerheiligen- oder Stiftskirche aufbewahrt wurden. Sie 
sind spurlos verschwunden, und scheinen zuerst in den Sackel der 
Reformatoren gekommen zu seyn. Nach einer Notiz bei Heller S. 189 
erhielt M. Luther das sogenannte Glas der heiligen Elisabeth. Es 
war rund und mit Laubwerk verziert, und galt für das vorzüglichste 
Stück des Schatzes. Schuchardt beschreibt die Holzschnitte nach der 
Eintheilung des Buches in acht Gange. 
95a) Ein Theil dieser Holzschnitte kommt im zweiten Drucke vor im 
Hortulus Animae. I Lustgarten der See: I len: Mit schönen lieb, I
        

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