Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1583246
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891- 894. 
891. Johann Friedrich Leybold, Maler und Kupferstecher, geb. 
L zu Stuttgart 1755, gest. zu Wien 1838 als Professor an der k. k. 
Akademie, hinterliess eine Anzahl von grossen Blättern mit Bild- 
nissen und historischen Darstellungen nach Baroccio, Tizian, Giorgione, 
Füger, Guibal, Schlotterer, F. Tischbein, Hetsch, Pitz, P. Mattei u. A. 
Auf den grossen Stichen kommt der Name des Künstlers vor, und nur 
selten ist ein Probedruck mit L gezeichnet. Dieser Buchstabe ist 
auch auf früheren Bildnissen von Herzogen von Württemberg bei- 
gefügt, 8. 
892. Paul Jakob Laminit, Kupferstecher. geb. zu Augsburg 1773, 
war Schüler von J. S. Klauber, und hinterliess eine be- 
i. deutende Anzahl von Blättern, welche sich aber meist iii 
  Almanachen und anderen literarischen Werken finden. Sie 
bestehen in Landschaften, Bildnissen und romantischen Scenen, und 
auf solchen kommen die gegebenen Buchstaben vor. Zu seinen Haupt- 
blättern gehören die Nachstiche mit Scenen aus den letzten Tagen 
des Tippo Saib, die Ansichten von Moskau aus dem Verlage des 
Walser in Herisau, und die Blätter in F. v. Seida's Denkbnch der 
französischen Revolution. Laminit starb um 1830. 
893. Unbekannter Kupferstecher, welcher in der zweiten Hälfte 
des 18. Jahrhunderts in Bern lebte. Er arbeitete für Buch- 
Q händler. Das gegebene Zeichen findet man auf der Titelvignette 
2,78! der Briefe eines Schweizer Jünglings an seine Braut. Bern 
1'791, 8. Sie stellt zwei Urnen vor, welche durch einen um ihre Hälse 
geschluiigenen Kranz mit Laubgewinde verbunden sind. 
394. Luca Antonio de Giunta oder Zonta von Florenz entwickelte 
in den ersten Decennien des '16. Jahrhunderts zu Venedig 
"E! w-E als Kunst- und Buchdrucker eine grosse Thätigkeit, und 
, betrieb zugleich einen ausgebreiteten Handel. Lucantonio 
war auch Formschneider, und fertigte nicht allein eine Menge Bücher- 
vignetten, sondern auch grosse Platten, welche im Schnitte jenen ana- 
log sind, doch mit dem Unterschiede, dass er zu kleineren Darstell- 
ungen Metallstöcke, zu grossen Formschnitten Holz anwandte. Auf 
dem von neun Stöcken abgedruckten Schnittwerke mit St. Catharina 
und St. Georg steht: OPVS. LVCE w A s TONII e V A wFe , und 
es ist daher kein Zweifel. dass er die Platten selbst ausgeschnitten 
habe. Das Wort Opus bezeichnet ihn auch als Urheber der Copie 
der Gladiatoren von Pollajuolo, und unter dem Bildnisse des Virgilius 
steht das Zeichen des L. A. Zonta. Dieses Bildniss ist in Metall ge- 
schnitten. Auf andereii Metall- und Holzschnitten kommt das gegebene 
Monograinm vor. Auch LA und La. zeichnete er, abwechselnd in 
einem und demselben Werke. Auf den Titeln der Druckwerke kommt 
als Adresse häufig eine Lilie zwischen den Initialen LA vor, am Ende 
steht aber auch der Name: Veneliis mandalo et impensis Luce An- 
tonii de Giunta Florentini diligenter ewpressa etc. L. A. de Giunta 
nennt sich vorzugsweise Drucker und Verleger, wechselt aber in der. 
Fassung. Auch auf seinen grösseren Formschnittwerken ist die Na- 
inensinschrift nicht gleich. Doch nur einmal fügte er seinem Vornamen 
den Namen seines Vaters hinzu, des Rubertius de Zonta, und zwar auf 
dem folgenden Werke, über welches Dr. H. Segelken in Naumanws 
Archiv für die zeichnenden Künste V. S. 209 ausführlich handelt. 
l) Der Triumph Christi, nach der Zeichnung Tizian's im zweiten 
Ausschnitt, aber ohne Copie des ersten zu seyn. Ueber die erste Aus- 
gabe handelt Dr. Segelken l. c. S. 198, und es stellt sich heraus, dass
        

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