Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1583183
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875-876. 
mit einer Urne und zwei liiinervaköpfen vor dem Avant Propos zu: 
La Vie et les crinzes de Philippe Duc d'01'leans. A Cologne 1793, 
geschnitten hat. 
875. Nicoles Lanier oder Iianiere, Kammer-Mtisikus des Königs 
L Carl I. von England, malte historische Bilder und Portraite in 
 Oel, und radirte auch eine Anzahl von Blättern nach Zeich- 
nungen grosser Meister, welche er selbst besass. Diese Blätter er- 
schienen unter dem Titel: Probe fatte a Pacqua forte da N. Laniere 
di Pelä sua giovanile, a settanla olto anni 1636. Für diese Folge 
radirte auch Lukas Vorstcrman jun. Blätter. Auf einigen kommt der 
Buchstabe L vor. Ein solches stellt einen alten Mann vor, welcher 
einem anderen die Karte zeigt. Zu ihren Füssen ruht ein Löwe. Die 
Zeichnung ist von Parmigianino. Die Blätter dieses Werkes sind 
alle klein. 
876- Unbekannter Formschneider oder Zeichner, welcher der 
lombardisch-venetianischen Schule angehört, und in seiner Art 
L Vorzügliches leistete. Seine Blätter findet man in Druckwerken 
aus den beiden ersten Decennien des 16. Jahrhunderts. Wir nennen 
zuerst den Suetonius Cum Philippi Beroaldi et M. A. Sabelliz" Com- 
mentariis. Venetiis, J0. Bubeus 1506, fol. Das L gezeichnete Titel- 
blatt stellt vier vor ihren Pulten schreibende Gelehrte, und in der 
Mitte einen solchen auf einem kathederartigen Sitz vor. Auch das 
Titelblatt zum Valerius Maximus. Venetiis, Barth. de Zanis 1508, 
ist von demselben Meister. Mehrere Blätter sind in: Epistolae heroides 
Ovidiz" cum Cümmenlariis Antonii Volsci et Vbertini Clericd. Venetiis, 
Barth. de Zanis 1507. Auf dem Holzschnitte des ersten Textblattes 
auf Blatt CIII. kommt der Buchstabe L vor. Reich illustrirt ist das 
Missale pdicatorü nup. ipressum ac emädalum cum multis missis 
orönib. pulcherrimisq. figurzls- i capite missarü festiuitatü soläniunz 
de novo sup. additis: u! inspicienti patebit. Dann folgt das Zeichen 
des Druckers L. A. Giunta, und am Ende: Auzilianle Deo  p. vene- 
rabilE präm. främ. alberlü caslellanü oenctü  et Thome de m'a  
arte et impensis Luce antamfi dc giuuta [lorätini diligcnlissimc 
impressum feliciler explicit. Anno salutis MDXII. XV1. calendis 
aprilis. Laus deo. Roth und schwarz gedruckt, 4. Dieses Werk hat 
eine grosse Menge schöner Holzschnitte, und darunter grössere mit 
Randbildern umgebene Compositionen, welche 4 Z. 8 L. hoch und circa 
3 Z. breit sind. Mit den Randbildern füllen sie die ganze Seite des 
Buches. H c. 7 Z. 3 L. Br. 4 Z. 9 L. Auf einigen Holzschnitten 
steht ein kleines c, auf anderen L. Die Blätter enthalten Darstell- 
ungen aus dem Leben der h]. Maria, des Heilandes und der Apostel- 
geschichte, und Heilige. Der Meister L illustrirte_ auch folgendes 
Werk: Vergilius cum cömätariis et liguris. Venetiis, Junla 1515, 
fol. Diese Ausgabe des P. Virgilius Marc enthält grössere und klei- 
nere Holzschnitte mit dem Buchstaben L. Sie sind Imitationen des 
Grüninger'schen Virgil, Strassburg 1502. In der neuen Ausgabe: 
Vergilius cum cömälariis et fiyuris. P. Vergilii Maronis Bucol-ica, 
Georgica etc. Impressum Ven-etiis sunzma diligcntia per Grcgorium 
de Grcgoriis. Impcnis ocro D. Lucae Antonii de giureta 1522. 
die 20 Mensis NorembmIs, fol., sind viele Copien des von" Grüninger 
1502 gedruckten Virgil, welche t-heils L gezeichnet sind. Nur das 
Titelblatt mit den Musen und den Portraits gelehrter Männer ist 
ursprünglich italienisch. Ueber den Meister L haben wir keine Ver- 
muthung. Der Buchdrucker Lucantonio Junta wird es nicht seyn.
        

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