Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1583155
861-864. 
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 die ihm St. Barbara darbringt. Gegenüber sitzt Gatharina mit dem 
Schwerte. Oben erscheint Gott Vater in der Glorie, und unter ihm 
schwebt der hl. Geist. Unten nach rechts ist ein Täfelchen mit L. 
 L. 
11) Die sieben Schmerzen Maria. In der Mitte steht die hl. 
Jungfrau mit dem Kinde in den Armen in einer Einfassung von zwei 
Säulen mit Laubwerk und gothischen Ornamenten. Sieben Runde, drei 
rechts, drei links und eines unten, steilen die schmerzlichen Ereig- 
nisse aus dem Leben der Maria vor. Ueber dem unteren Runde bemerkt 
man den Buchstaben L. H. 3 Z. 9 L. Br. 2 Z. 10 L. 
12) Die Enthauptung des hl. Johannes. Der Henker reicht in der 
Mitte das Haupt des Täufers der Herodias, welche rechts bei zwei 
Frauen steht. Copie nach A. Dürer, B. N0. 25 der Holzschnitte. 
H. 2 Z. 10 L. Br. 2 Z. 
13) Der Täufer Johannes mit dem Lamme in einer Wüste mit 
Felsen. Unten der Buchstabe L., 8. 
14) Der hl. Hieronymus in der Felsenhöhle sitzend, rechts bei 
einem Crucifixe der Löwe. Das Gegenstück zu. obigem Blatte. 
15) [B. 8]. Ein Zierblatt mit zwei Seegöttern, welche sich an 
den Armen fassen, und Keulen tragen. Oben ist ein Gefäiss mit einem 
Kopfe und einer Säule darüber. Au letzterer ist der Buchstabe L. 
 
361. Unbekannter Kupferstecher, welcher um 1537 thätig war. 
L Den Buchstaben L und die Jahrzahl 1537 findet man auf 
f"! einem Blatte mit dem Bildnisse Fdes Dr. Johannes Scheyring 
im starken Brustbild. Er legt die linke Hand an den Degen, und die 
rechte an die Brust. Unten stehen in zwei Reihen sechs Disticha: 
Haec tibaÄ Sclzeyringi Doctoris imago Joannis corporis ewpresse 
se lineamevzta refert   Man wollte dieses Bildniss dem Lukas 
von Leyden zuschreiben, dieser Meister starb aber 1533. Das Blatt 
gehört wahrscheinlich einem deutschen Meister an. 
862. Stempel eines englischen Goldschmiedes, welcher um 
1828 thätig war. In der Bernal Collechfon zu London 
 ist ein Becher von Silber mit diesen Marken versehen, 
zwischen beiden Schildcheu ist aber ein drittes mit dem 
gekrönten Kopfe des Leoparden. Der Buchstabe L bezeichnet die 
Jahrzahl 1528. Die Gilde der Gold- und Silberarbeiter bediente sich 
nämlich von 1518-1537 der lombardischen Buchstaben A-U, und 
somit bedeutet L 1528, Das Schildchen mit OB ist jenes des Silber- 
sehmiedes. Ueber dieses Verhiiltniss haben wir unter dem gothischen 
und lombnrdischen Buchstaben A I. N0. 6 gehandelt. 
863. Unbekannter Graveur oder Goldschmied, welcher um 
1555 in Deutschland arbeitete. In der Ambraser Sammlung 
zu Wien ist eine prächtig verzierte Pistole (Puffer) von 
ihm. Sie ist mit Reliefs in Silber, mit Arabesken und 
Ciseluren in Eisen bedeckt. Der Verfertiger verdient den Namen eines 
wahren Künstlers. 
864. Unbekannter Formschneider, welcher in der ersten Hälfte 
des 16. Jahrhunderts zu Rostock für die Druckerei des Ludwig 
 Dietz arbeitete. Wiechmann-Kadow (Die mecklenburgischen 
Formsehneider des 16. Jahrhunderts S. 9) bringt ihn mit dem 
Form chneider Pb in Verbindung, welcher von 1519 an für die Ofiizin 
von L. Dietz beschäftigt war, und auf den wir zurückkommen. Das 
Obige Monogramm, welches Hr. Wiechmann-Kadow in Lrr bp zerlegt,
        

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