Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1583134
S59. 
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10) Die Anbetung der Könige. Links halt Maria in halber Figur 
das Kind vor sich hin, und letzteres erfasst die Vase, welche der 
ältere der Könige (larreicht. Ohne Zeichen, aber in Berlin dem L. 
von Leyden zugeschrieben. H. 10 Z. Br. 8 Z. 11 L. Sehr selten. 
l Die Copie nach diesem Blatte ist links unten L gezeichnet. Ebenso 
se ten. 
11) Christus bei der Samariterin am Brunnen, links auf dem Hügel 
drei Apostel, gr. fol. Wird in der Albertinischen Sammlung zu Wien 
dem L. von Leyden zugeschrieben. 
12) Jesus nimmt Abschied von der Mutter. Letztere sitzt mit 
drei anderen Frauen auf der Erde. Im Grunde ist Landschaft, fol. 
In derselben Sammlung. 
13) Christus am Kreuze, links Maria, rechts Johannes, und oben 
Sonne und Mond. In der reichen Einfassung sind zwei Säulen, welche 
einen Bogen tragen. Ohne Zeichen. H. '9 Z. 10 L. Br. 6 Z. 5 L. 
Dieses Blatt gehört in ein zu Leyden gedrucktes Illissale romanunz. 
Vor dem Canon ist es auf Pergament gedruckt. 
14) Die vier Evangelisten sitzend und schreibend, bis auf St. Lukas, 
welcher die Madonna mit dem Kinde malt. H. 2 Z. Br. l Z. 9 L. 
Diese Blätter erwähnt R. Weigel No. 21,515. Sie haben auf der 
Rückseite gothischeu Üjrpendruek, und gehören daher wohl in das 
oben erwähnte Boewken. 
15) Maria, die unbeiieckt Empfangene, mit gekreuzten Händen 
auf dem halben Monde stehend. Ueber ihr schwebt Gott Vater, und 
vor ihr das Symbol des hl. Geistes. Neben letzterem ist eine Band- 
rolle mit der Legende: Tota pulchra et Aunica mea et nwcula non 
in le. Neben der hl. Jungfrau ist ein Spiegel mit den Buchstaben 
1. Ig. S. M. speculum seine macula. Ausserdem sind noch mehrere 
andere Symbole mit prophetischen Sprüchen auf Maria. Dieses sehr 
schöne Blatt wird auf der Bibliothek in Lüttich dem L. von Leyden 
zugeschrieben. Man hält es für Jugendarbeit desselben. H. 8 Z. 5 L. 
Br. 10 Z. 9 L. 
16) Der hl. Rochus rechts auf dem Hügel unter einem Baume 
sitzend, und mit dem links vor ihm stehenden Engel sprechend. In 
einer reich verzierten Bordnre in Holbeins Manier, unten mit einem 
Kinderzug nach rechts. In der Einfassung ist ein 'l'äfelchei1 mit der 
Jahrzahl1550, 8. Dieser schöne und ausserst seltene Holzschnitt 
wird dem L. von Leyden zugeschrieben, es kann aber die Bordure 
nicht von ihm herrühren, da der Künstler 1533 starb.  
17) Der Mund der Wahrheit, oder der Eid einer Frau nach dem 
Volksbuche von Zauberer Virgilius. Nach der bisherigen Benennung: 
Daniel beschämt die Traumdeutei- vor dem Könige Nehukadnezar. 
oder die Vßlfslltälillllg aus dem apokryphischen Buche vom Bel zu Babel. 
So betitelt zuerst R. Weigel im Kunstkatalog No. 7363 ein äusserst 
seltenes Blatt, welches Sotziuann im deutschen Kunstblatt 1851 S. 303 
anders auslegt. Rechts sitzt nach Weigel der König mit einem langen 
Stab in der rechten Hand, und links halt ein knieendes Weib die 
linke Hand in den Rachen eines ehernen Löwen. Der angebliche 
König mit der Kappe ist nach der Ansicht Sotzniauus nichts weiter 
als ein Richter, indem er auch eine Rolle halt. Er nimmt der Frau 
in einem Rechtshandel zwischen ihr und dem hinter ihr stehenden 
stattlichen Manne den Eid ab, welchen sie mit der Rechten und den 
aufgerichteten zwei Mitteltingern schwört, während sie die Linke in 
den Rachen des vor einer Säule liegenden ehernen Löwen steckt. Diese 
Vorstellung ist auf das Volksbuch von dem Zauberer Virgilius zurück- 
zuführen. Ein lombardischer Ritter hat seine Frau im Verdacht mit
        

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