Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1582895
KH 
KHP. 
793- 
227 
Geburt Christi von 1510 schliessen kann. Man könnte also annehmen, 
dass der Monc-grammist K H in Oesterreich oder in Tyrol wenigstens 
einige Zeit gelebt habe, dass aber Hans Knoderer der Monogrammist 
sei, wagen wir nicht auszusprechen. In der höchst interessanten 
Handzeichnungs-Sammlung der Universität Erlangen, welche von dem 
jüngeren J. v. Sandrart herstammt, ist eine roth lavirte Stiftzeichnung 
der Madonna, welche mit dem Kinde auf dem Schoosse sitzt, mit den 
Buchstaben K. H. 1518 gezeichnet. Diese Zeichnung verrath einen 
sehr tüchtigen Meister, und es könnte wohl seyn, dass er mit dem 
Monogrammisten KH Eine Person sei. In diesem Falle heisst aber 
der Meister weder Hans von Kulmbach, noch Hans Knoderer, weil wir 
unter H den Familien- oder Ortsnamen vermutheii müssen. 
Das Monogramm mit der Jahrzahl 1513 iindet man auf einem 
Gemälde mit der Ehebrecherin vor Christus, ehedem im Pellerlschen 
Hause zu Nürnberg. Es wird dein Hans von Kulmbach zugeschrieben. 
793. Hans Kreuter, Maler aus Schneeberg, der Schüler des 
6 Lnkas Cranach, ist III. No. 1154 eingeführt, und wir ver- 
 4 weisen nur auf jenen Artikel. Heller nennt einen Joachim 
Kreuter als Schüler des L. Cranacli. In beider Hinsicht ist 
aber Cranach jun. zu verstehen. 
794. Garl Herrle, Ingenieur von München, war von 1850 an 
an der bayerischen Staatsbahn bethäitigt, und zeichnete bei 
K] dieser Gelegenheit Ansichten von Bahnstrecken mit Statione- 
gebäuden, Brücken u. s. w in Aquarell. Solche Zeichnungen 
bilden einen langen Fries, und sind sehr genau durchgeführt. Herrle 
fügte das gegebene Monogramm bei. 
795. Unbekannter Formschneider, welcher zu Anfang des 16. Jahr- 
hunderts irgendwo in Deutschland lebte. Brulliot I. No.2371 
HAI beschreibt eine Titeleinfassung zu: Ein Vrleil unsers Eege- 
mahels. O. J. u. O. In Mitte der oberen Einfassung sieht man eine 
Taube und zu den Seiten Genien. In der linken Leiste steht ein 
nacktes Weib mit der Vase, und rechts ein Mann mit dem Schwerte. 
In der unteren Leiste halten drei singende Genieii ein Blatt Papier. 
Rechts neben dem Kopfe des mittleren Genius bemerkt man das Zeichen, 
welches sich auch auf den Buchdrucker beziehen könnte. H. 6 Z. 3L. 
Br. 4 Z. 4 L. 
795. Unbekannter Maler, dessen Lebenszeit die beigefügte Jahr- 
zahl bestimmt. In der Handzeichnungs-Sammlung der 
K H l 5 l 3- Universität Erlangen ist eine roth lavirte Stiftzeich- 
nung mit der sitzenden Madonna, welche das Kind stillt. Diese schone 
Zeichnung gehört einem deutschen Meister au, vielleicht dem Mono- 
grammisten KH N0. 792. H. 5 Z. 11 L. Br. 5 Z. 
797. Kremnitz und Königsberg sind alte Münzstätten, aus welchen 
 Gepräge in Gold und Silbenhervorgingen. Auf Kremnltzer 
K  h Münzen von 1452-1457 bezieht sich der Buchstabe h und I 
' auf den Kamniergrafen Hans Coiistorfer, auf Jenen von 1499 
K_I- bis 1516 H und h auf den Kammergrafen Hans Thurzo. 
Auf herzoglich preussischen Münzen von 1575 bedeutet K. 1.: Koenigs- 
bergae Incisus. 
798. Unbekannter Maler, welcher_in der zweiten Hälfte des 
16. Jahrhunderts tbätig war. Sein Zeichen _fand_ Hr. Börner 
 auf einer Federzeichnung, welche das Bildniss eines Mannes 
mit kurzen Haaren, und mit Schnurr- undgnebelburt bis 
o
        

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