Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1582853
779. 
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wohnhaft war. De Burtin bestimmte den höchsten Preis eines Ge- 
mäldes von K. Du Jardin auf 10,000 Frs. Der Quacksalber im Museum 
zu Paris wurde aber 1783 mit 18,300 F rcs. bezahlt. Im Jahre 1857 
kaufte Tardien aus Paturcaws Sammlung: Le Cuirassier demonte um 
14,000 Frcs; Bei der Anction der Sammlung des Baron Verstolk van 
Soelen in Amsterdam 1847 wurde eine Zeichnung, eine Landschaft 
mit Vieh, auf 1371 H. getrieben. K. Du Jardin starb 1678 in Venedig. 
Bartsch I. p. 159 ff. beschreibt 52 radirte Blätter von der Hand 
dieses Meisters , und darunter sind mehrere mit den gegebenen Buch- 
staben versehen. Ausserdem schrieb der Künstler K. DV. JARDINfe. 
Zur Ergänzung des Künstler-Lexicons gehen wir hier auf die Abdrucks- 
gattnngen naher ein. 
I. Vor den Nummern und vor der Adresse. Darunter sind sehr 
seltene Probedrücke, welche von der noch nicht polirten Platte kommen. 
II. Mit der Adresse von G. Valk und P. Schenk. 
III. Diese Adresse ausgeklopft, aber mit Beibehaltung der Nummern. 
IV. Die retoucbirten Abdrücke ohne Adresse, theils mit Verän- 
derung der Nummern. Die frühere Nummer B. 9 ist in 8 verändert. 
Die Platten zu den Blättern B. 23--26, 29-414 sind beschnitten. Die 
Abdrücke sind gewöhnlich sehr schlecht, besonders jene aus dem Ver- 
lage der Veuve Jean in Paris, welche eine Ausgabe aller 52 Platten 
auf 20 Folioblättern veranstaltete. Sie wurden aufgeätzt und ganz 
ausgedruckt. 
Der Maler S. Graenicher hat mehrere Blätter des K. Du Jardin 
gut copirt, wie z. B. B. No. 15, 16 und 34. Diese Copien sind nicht 
leicht zu unterscheiden. 
Das von Bartsch No. 52 erwähnte Bildniss des Dichters Jan Vos 
ist im ersten Druck vor aller Schrift und später wurden unten vier 
holländische Verse beigefügt. Man findet es in: Jan Vos Gedichten 
uitgegeoen door J. Lescailje. Amsterdam 1662. 4. Die Platte 
existirt noch, doch sind die neuen Abdrücke nicht häufig. Es wurde 
weisses und bräunliches Papier benützt. 
Unter dem Monogramm ID K III. No. 2230 haben wir die Blätter 
dieses Meisters aufgezählt für den Fall, dass die Nummern noch nicht 
eingestochen oder abgeschnitten sind, um dadurch zu bestimmen, ob 
die beschnittenen und noch schönen Blätter zu den ersten Abdrücken 
vor den Nummern gehören oder nicht. 
779. Konrad Eberhard, Bildhauer und Zeichner, geb. zu Hinde- 
KE älllfb; 1786, gerät. zlu Mdinähen 18239, warlvon (11810 an als 
' ro essor an er  n emie in Müncien er gefeierte 
Künstler seines Faches, und sein Ruf verbreitete sich 
von Rom aus, wo er tiefer in den Geist der Antike eindrang, als 
irgend ein anderer deutscher Künstler damaliger Zeit. In der k. Re- 
sidenz zu München, im Garten zu Nymphenburg, im Antiquarium _und 
in der Glyptothek zu München, und im Auslancle sind Weirke vän ilhln, 
welche seinen feinen Sinn für die antike Kunst beurkun en. 0c 111 
vollster Manneskraft erfüllte ihn aber diese Richtung mit Unwillen, 
gnd er bedaulerte es im lällielä so lalnge ein Heide läebltäeben ZuhSeyn. 
iese Kla e onnte man un ertma aus seinem  un e verne men, 
wenn er dgie Vorsehung pries, dass sie ihn auf das christliche Gebiet 
geführt hatte. Aus dieser seiner zweiten Periode stammen viele Bas- 
reliefs und Rundbilder, in welchen er die Madonna, den Erlöser und 
seine Heiligen verherrlichte. Diese Werke athmen Frömmigkeit und 
eine sinnvolle Naivetät. Eberhard malte in dieser religiösen Richtung
        

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