Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1582780
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Mit grösstem Beifall wurde 1852 die Ansicht von Trazberg auf dem Vor- 
gebirge im Innthale aufgenommen, sowie eine grosse Morgenlandschnft 
nach Motiven in Tyrol. Graf Kalkreuth ist der modernen Effekthascherei 
fremd. In allen seinen Bildern herrscht eine elegische Stimmung. Sie 
sprechen durch eine täefgefühlteh Auliassluggh der Natur ,d durch zierten 
Farbensinn und eine armonisc e Durc ü rung an; ie erwä n en 
Tyroler Landschaften sind aber bei diesen Vorzügen von grosser Wirkung 
in der kaum zu übertreffeuden Durchführung der Linear- und Luft- 
perspektive. Diess ist auch mit der Ansicht des Schlosses Golling 
bei Salzburg, mit der Ansicht von Salzburg mit dem hohen Göll, und 
mit anderen späteren Bildern aus Tyrol und dem Salzburgischen der 
Fall. Kalkreuth überschritt auch die Alpen, um ihre südliche For- 
mation kennen zu lernen. Eine Ansicht des Schlosses des Herzogs 
von Genua von der Alpenseite genommen brachte er 1855 zur grossen 
Ausstellung in Paris. Dieses Gemälde erwarb der König von Prc-tissen, 
welcher dem Maler den rothen Adler-Orden verlieh. Grzgf Källlkfeällth 
bereiste auch die Pyrenäen. Eine Ansicht des Seeis .ecucjo ei 
Bagneres de Luchon war auf der Pariser Ausstellung von 1855 zu 
sehen. Im Museum zu Königsberg ist eine grosse Landschaft mit dem 
Lac de Gaube in den Pyrenäen. Auf diesem Gemälde kommt das ge- 
gebene Zeichen mit der Jahrzahl 1859 vor, und es 1st anzunehmen, 
dass sich der Künstler dessen öfter bediente. Man wird eher If als 
SK lesen. Graf Kalkreuth ist seit 1861 Direktor der Kunstschule 
in Weimar. 
745. Julius Koeckert, Genre- und Landschaftsmaler, machte seine 
Studien auf der Akademie in München, 
und gehört seit 1850 zu den tüchtigsten 
Künstlern seines Faches. Durch die Ver- 
loosungen des Kunstvereins der genannten 
Stadt gingen mehrere seiner Gemälde in 
18 53 den Privatbesitz über. Er fügte meistens 
'  den Namen bei, nur auf kleineren Bildern 
und auf Zeichnungen kommt der Buchstabe K vor. Wie hier gegeben 
steht er auf einem schönen Gemälde, welches eine Sennerin vor ihrer 
Hütte vorstellt, wie sie bei Sonnenuntergang sehnsuchtsvoll nach dem 
Zug der Vögel blickt.  
746- August Keszner, Ilandschafts- und Genremaler, besuchte 
in Berlin die Schule des Professors F. G. Weitsch, 
w und trat gegen 1829 mit seinen ersten Werken hervor. 
78 2 9 Auf solchen Bildern kommt der Buchstabe If vor. Die 
späteren Schicksale dieses Künstlers kennen wir nicht. 
747- Ludwig Kester, Landschaftsmaler, war um 1838-1844 in 
München thätig. Er machte Studien im bayeri- 
? scheu Oberlande, und daher bestehen seine Bilder 
in Gebirgslandschaften. Auf einem solchen Ge- 
c   {(1,300 - mälde kommt das Monogramm mit der Jahrzahl 
1038 vor. 
748. Unbekannter Kupferstecher, welcher um die Mitte des 
j 18. Jahrhunderts thätig war. Man findet dieses Zeichen auf 
g einem ziemlich rauh radirten und mit dem Stichel vollendeten 
Blatte, welches eine nackte weibliche Figur auf dem Ruhe- 
bette vom Rücken gesehen vorstellt. Rechts oben schwebt Amor mit 
zwei Bändern. Der Hintergrund ist dunkel. Rechts unten steht: 
A. du Corregio, und links das Zeichen. H. 10 Z. 3 L. Br. 15 Z.
        

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