Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1582546
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642 -643. 
Genrebilder, Landschaften, Städte-Ansichten, Seehäfen, todte Thiere, 
besonders Geflügel u. s. w. Mit der Landschaft verband er das Genre, 
die Figuren gehören aber meistens der Poesie und der Mythe an. 
Desswegen liebte er auch Ruinen und andere alte Baulichkeiten, um 
welche Vieh weidet oder lagert. Auch Jäger mit Hunden, wie sie die 
Jagdbeute ordnen oder tragen, und andere Scenen aus dem Waldleben 
liebte er. Weenix begegnet uns in allen Gallerien, obwohl er kein 
hohes Alter erreichte. Auf mehreren Gemälden kommt das Mono- 
gramm vor. 
642. Jakob Mathias Weyer, Genre- und Schlachtemualer, soll 
nach der gewöhnlichen Angabe um 1620 in Hamburg ge- 
boren worden seyn, man muss aber seine Geburtszeit viel 
  früher setzen, weil er 1630 dem Johann Philipp Lemke 
den Lehrbrief ausstellte. Weyer war Schüler von J. A. 
Decker in Hamburg, in dessen Weise er anfangs historische Darstell- 
ungen und Pferdestücke, aber mit allen Fehlern des Meisters malte. 
Später lernte Weyer in Holland bessere Meister kennen, und jetzt 
ward besonders Wouverman sein Vorbild. Er malte Schlachten und 
andere militärische Vorfälle, womit er grossen Beifall erwarb. Seine 
Färbung ist transparent, nur nimmt häufig der Pulver-dumpf gar zu viel 
Raum ein. In der späteren Zeit arbeitete er auch zu flüchtig, und 
man weiss nicht recht, wer der Sieger, oder der Besiegte ist. Dann 
malte Weyer auch Landschaften mit bäuerlichen Scenen und Pferden, 
sogenannte Bambocciaden, oder Bilder in der Weise des Peter de Laer. 
Auf Gemälden und Zeichnungen kommt das Monogramm vor. Letztere 
sind gewöhnlich mit schwarzer und wcisscr Kreide auf dunkelblaues 
Papier gefertigt, und etwas flüchtig behandelt Weyer war ein grosser 
Praktiker, und daher sind seine Werke zahlreich. Die neuere Speku- 
lation hat hier und da einen Weyer zum P. de Laer stempeln wollen. 
Man lässt ihn um 1690 sterben, so dass er also ein sehr hohes Alter 
erreicht haben müsste. 
643. Joseph Werner, Historiemnaler, geb. zu Bern 1637, gest. 
daselbst 1710, war Schüler von M. Merian, ging dann 
ß nach Rom, um bei Pietro da Cortona und A. Sacchi 
 seine Studien zu vollenden, ist aber eigentlich zu den 
Nachahmern des Carl Maratti zu zählen. Werner malte in Oel und 
in Miniatur, und erwarb sich in München und in Wien grossen Ruf. 
Das erste Monogramm kommt auf Zeichnungen dieses Meisters vor. 
Sie sind getuscht und mit Weiss gehöht. Wir haben ihm im Künstler- 
Lexicon einen ausführlichen Artikel gewidmet, und gehen hier nur 
auf seine Radirungen näher ein, da auf einem Blatte das zweite Mono- 
gramm vorkommt. Im Lexicon ist nur ein Blatt beschrieben, wir kennen 
aber jetzt Werner's Radirungeu genauer. Das Monogramm ist auch 
mit dem Namen verbunden. Die Blätter gehören zu den Seltenheiten. 
i) Allegorie auf die Krönung des Königs Friedrich I. von Preussen 
170i. Der König im römischen Costüme unter einem Triumphbogen 
zwischen Herkules und Minerva, welche auf die grosse Perrücke des 
preussisch-römischen Helden Lorbeerkräzize setzen. Ueber der Gruppe 
schwebt ein Genius mit der Lorbeerkrone, und links unten deutet ein 
Amoret nach dem Schilde mit den Worten: He's ornari au! man". 
Rechts unten am Steine steht: J. Werner fec., und im Rande sind 
zwei lateinische Verse eingestochen: Ornari tribus bis ju-vant   
mihi laeta dedit. H. 8 Z. Br. 5 Z. 8 L., und 4 L. Rand. 
2) Mars, oder ein anderer Krieger. Er steht mit dem Schwerte 
in der rechten Hand auf einem Lorbeerkranz und einer Palme in der
        

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