Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1582417
IVH. 
591- 
592. 
179 
sich J. v. Hefner auch noch durch zwei andere Werke vortheilhaft 
bekannt. Das eine erschien unter dem Titel: Die Burg Tannenberg 
und ihre Ausgrabungen. Im Auftrage S. K. H. des Grossherzogs 
von Hessen etc. Bearbeitet von _J. von Hefner und J. W. Wolfl Mit 
12 Tafeln. Frankfurt a. M. 1852, gr. 4. In demselben Jahre er- 
schien auch die erste Lieferung zu Hans Burgkmaifs Turnierbuch. 
Herausgegeben von J. v. Hefner. Frankfurt 1852. Es erschien in 
14 Lieferungen a 2 colorirten Tafeln, fol. An das Trachtenbuch und 
die Geräthschaften des Mittelalters schlossen sich von 1860 an die 
Eisenwerke oder Ornamente der Schmiedekunst des Mittelalters und 
der Renaissance, von Dr. J. H. von Hefner-Alteneclr, fol. Das Ganze 
wurde auf 12 Lieferungen berechnet, welche über 400 Gegenstände in 
Abbildung geben. 
Im Jahre 1844 wurde Professor J. von Hefner Conservator der 
Vereinigten Sammlungen in München. Er bearbeitete einen Oatalog 
zum Drucke, welcher 1846 erschien. In München lebte auch ein 
zweiter J. v. Hefner, Gymnasial-Professor und Archäolog, welcher mit 
unserm Künstler ausserordentliches Mitglied der Akademie der Wissen- 
schaften war. Um der häufigen Verwechslung mit dem Verfasser des 
römischen Bayern u. s. w. vorzubeugen, erhielt Dr. J. H. von Hefner 
die Erlaubniss, sich v. Hefner-Alteneck nennen zu dürfen. Auf vielen 
Tafeln seiner erwähnten Prachtwerke steht I. 12.11., später zeichnete 
er aber gewöhnlich I. H. v. HeA., und auf Zeichnungen auch I. v. H-A. 
Im Jahre 1862 erhielt er die Stelle eines Conservators des k. Kupfer- 
stich- und Handzeichnungs-Cabinets in München. Die hohe Schule, 
welche er durchlaufen hat, würde ihn vor Vielen befähigen, an der 
Spitze einer grossen antiquarischen Sammlung zu stehen. 
591. Jan van Hulsdonck, Maler, war um die Mitte des 17. Jahr- 
V  hunderts in Holland thatig. Er malte Blumen und Früchte 
y-   mit Krebsen und Insekten als Beiwerk. Diese Bilder sind 
sehr vollendet, übrigens aber trocken und geistlos behandelt. Auf Ge- 
malden mit Stillleben kommen die Initialen des Namens vor, theils 
auch in Antiqua. Die gegebenen Cursiven findet man auf einem Kupfer- 
stiche mit vierfüssigen Thieren, Vögeln und Amphibien. 1m Grunde 
gehen Schiffe auf der hohen See. Dieses Blatt verräth wenig Geschmack, 
und ist steif im Stiche. Es gehört zu einer Folge von 40 Blättern mit 
naturhistorischen Darstellungen, und ist unter diesen nur allein be- 
zeichnet, qu. fol. 
592. Justus van Huysum, Landschafts- und Genremaler, geb. 
J  zu Amsterdam 1659, war Schüler von Nikolaus Berchem, 
 i).  und erhob sich auf eine bedeutende Stufe der Kunst. 
Er malte Landschaften mit Thieren in Berchemis Manier. Auf solchen 
Bildern kommen die Cursiven vor, sie dürften aber meistens entfernt 
worden seyn, um sie dem Berchem unterzustellen. J. van Huysum 
malte aber auch Portraite, Figuren, historische Darstellungen, Reiter- 
gefechte, Jagden, See- und Strandansichten, und Blumen und Früchte. 
Er hatte grosse technische Fertigkeit, und wusste daher bei skizzen- 
hafter Behandlung effektvolle Bilder hervorzubringen. Nur im Blumen- 
malen übertraf ihn sein Sohn Jan van Huysum weit, da dieser über- 
haupt zu den ersten Meistern dieses Faches gehört. Die Landschaft 
malte aber der Vater viel besser. Es kommen nämlich auch vom Sohne 
Bilder dieser Art vor, sie sind aber flüchtig behandelt. Wenn auf 
solchen Gemälden nur der Name J. v. H-ugsum steht, so muss man 
auch an den Vater denken. Jan van Huysum schrieb aber noch öfter 
Joh. v. Hugsum, und in diesem Falle waltet kein fgeifel ob. Auf
        

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