Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1582364
IVDK 
IVF. 
571- 
574. 
571- Jan van der Kaa, Landschafts- und Architekturinaler, geb. 
  zu Dort 1_8I3, bereiste Belgiediind Deutschland, 
 und liess sich dann in Rotterdam nieder. Der grossere 
 Theil_ seiner Gemälde besteht _in Städte-Ansichten, 
und in Interioren bei stark einfallendem Sonnen- 
lichte. Auch Bildnisse malte der Künstler. Auf kleineren Gemälden 
und auf Zeichnungen in Saftfarben findet man das Monogramm. In 
deililfunlstkrongk der niederlangisccllien Gesellschaft der schönen Künste 
sin Lit ograp ien von seiner an  
572. Jan van de Velde kommt III No.2252 mit diesem Zeichen 
vor, da man es auch für JE nehmen kann. Wir ver- 
VQ' jfp] weisen daher auf jenen Artikel, wo wir über die Blätter 
 mit diesem Monogramme gehandelt haben. Ihre Zahl 
 ist gering, da der Meister meist den Namen beigefügt 
 60015" äiiattel Unter JVIV kommen wir ebenfalls auf diesen 
ünst er zu sprecien. 
573- Jeronyinus Greif, genannt Jeronymus von Frankfurt, war 
in Strassburg als Maler thätig, und ist namentlich durch 
eine Copie der Apokalypse des A. Dürer bekannt, wegen 
welcher letzterer gerechte Klage erhob. Diese Copie er- 
schien unter folgendem Titel: Die heimlich offenbarung 
dohannis. Am Ende: Eyn ende hat das buch der heym- 
liehen offenbarung sant Johanssen des zwelfbotten und euangelzslen. 
Gedruckt z-u Strafsburch durch Jheroninzunz Grefl" den male? gegannt 
von Franckfurt nach christi  (i jor ol. ieses 
Werk enthält 15 Holzschnitte nach der Apokalypse von A,. Dürer, und 
auf jedem kommt unten in der Mitte das Monogramm vor. Auf der 
Rückseite ist deutscher Text, bis auf das letzte Blatt. 
Heller, A. Dürer II. S. 637, findet es unerklärbar, warum Bartsch 
VII. p. 130, und Brulliot I. No.1952 das Monogramm auf Hieronymus 
Greif beziehen, da kein G darin enthalten sei, und er meint, man 
könne gar nicht angeben, wer diese Nachschnitte gefertigt habe, da 
sich Greft nur als Drucker nenne. Das Monogramm kann sich auch 
ohne G nur auf diesen Meister beziehen. Es besteht aus den Buch- 
staben I V F, und bedeutet Jeronymus Von Frankfitrt, nämlich den 
Jeronymus Greif. Den Namen „Jeronynius von Frankfurt" brachte 
schon Zani heraus Brulliot findet aber sonderbarcr Weise keinen 
rechten Grund dafür. Vielmehr irrt Murr, wenn er die Copien dem 
Mathias Grunewald zuschreibt, und Malpe, welcher das Zeichen auf 
Johann Meydenbach deutet. J. Greif nennt sich allerdings nicht 
Formschneidcr, man kann aber die Copio keinem anderen Meister zu- 
schreiben. Er war Maler, und dürfte als solcher nach der Ansicht von 
Bartsch, Sotzmaun, Passavant u. C. das Schneidmesser nicht geführt 
haben, allein bei_Jeronymus von. Frankfurt kann" man sicher annehmen, 
dass er die Copie selbst gefertigt habe. A. Durer trat klagbar gegen 
ihn auf, und Greif hatte nicht eingewendet, dass er nur der Drucker 
fremder Platten sei. Jeronymus Greif der Maler arbeitete sicher auch 
für die Grilningerische Ofüzin Platten aus, und somit hätten wir einen 
alten Maler, welcher auch in Holz geschnitten hat. Er malte vielleicht 
nur in Wasserfarben, war also Illuminist, eiirsogenannter Briefmaler, 
und Künstler dieser Categorie waren gewöhnlich auch Formschneider. 
574. _Jonas Umbach, Maler und Radirer von Augsburg4_(1624-1700_), 
ü" ist oben unter den CursiveÄ JlrlNo. 541i eingefuhiit, ubnd ävir 
 verweisen nur auf jenen rti e wo ereits auc ü er as 
Monogramm das Nöthige gesagt ist. ,
        

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