Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1582336
IVB 
IVC. 
556- 
560. 
171 
556- Unbekannter Goldschmied und Kupferstecher, welcher 
Ä- um 1610-4620 in Amsterdam 
 gelebt haben muss, indem seine 
kf f ir Blätter bei J. C. Visscher da- 
selbst erschienen. Eine Folge 
Qjo A) ß  von sechs schönen Blättern ent- 
c hält Muster zu Schmucksachen 
für Damen. Auf dem ersten steht: J. v. B. fe. 1611. J. C. Visscher 
excueL, qu. 12. Eine zweite Folge von sechs nummerirten Blättern 
mit Mustern zu Anhängstücken, Messerheften 8m. ist J. v. B. fe. 1619. 
J. C. Visscher excudit gezeichnet. 
557- Jan van der Brugg-en, der oben N0. 550 erwähnte Meister, 
f.   bediente sich auf seinen Schwarzkunstblättern des 
 V l  Monogramms I. VB. F., und fügte auch die Initialen 
  H)   I. V.B. F. bei. Das Künstlerzeichen tritt gewöhnlich 
 i)  weiss auf schwarzem Grunde hervor. Seine Blätter 
haben wir oben verzeichnet, und somit verweisen wir auf jenen Artikel. 
558. Jolläam; Ellrich Büöelgr, lälerlund K{1pferst_ecliei' von Grafen- 
eine , trat 1 1' in ürziurg a s zün tiger Meister auf 
I" V' B" F" kommt aber im Zunftbuch der Stadt nicht unter den Todted 
vor. Die Initialen I. V. B. F. findet man auf kleinen mittelmässigen 
Kupferstichen mit biblischen und emblematischen Vorstellungen. 
559. Jan van der Bruggen, Zeichner und Kupferstecher, be- 
l" v BRVG F hauntet unter dem Monogramm I_VB No.550 einen 
 '    austuhrlichen Artikel, und es 1st auch das Blatt 
mit der Abbreviatur beschrieben. Es stellt zwei Geldwucherer von 
Tcild und Täufeld beltauscht vor. Die Buchstaben stechen weiss auf 
sc warzem run e n  
560. Jakob Lucius von Cronstadt (Gorona) in Siebenbürgen 
{Q X6 ist unter den Initialen ILC und I.L.CT. III. 
; N0. 2'747 eingeführt und wir haben bereits aus- 
OC:D) 42m3 führlich über ihn und seine Holzschnitte gehandelt. 
45W Man hat allen Grund, dieses Zeichen auf ihn zu 
deuten, da die wenigen Blätter mit demselben mit den I. L. CT ge- 
zeichneten Holzschnitten vollkommen übereinstimmen. Diese Arbeiten 
fallen in die Zeit gegen 1560, in welcher Jakob Lucius zu Wittenberg 
thätig war. Er schnitt Platten zur Illustration der Bibel des Dr. M. 
Luther, welche 1572 Hans Lufft druckte und mit Holzschnitten illustrirte. 
Sie erlebte einige Auüagen, und daher wurden die Platten zu wieder- 
holten Malen abgedruckt. Das Monogramm besteht aus den Buch- 
staben IL C, man wird aber eher IVC annehmen. In beider Hinsicht 
kann man es auf Lucius deuten, indem Jacobus Lucius Coronensis, 
oder Jakob von Cronstadt (Corona) zu lesen ist. Das Kleeblatt kommt 
auch einzeln auf Holzschnitten der Bibel vor, und somit sind auch 
diese Blätter von J. Lucius. Christ S. 267 deutet dieses Zeichen auf 
einen apokryphen Cleemann, worauf ihn das Kleeblatt brachte. Heller 
schenkte dieser Erklärung fast vollen Glauben, und auch in früheren 
Catalogen spuckt ein Cleemann, welcher nie gelobt hat. Ein Blatt mit 
dem gegebenen Zeichen kommt in der Apokalypse vor, und stellt einen 
Engel vor, welcher die Schale des Zorns ausgiesst. Passavant IV. p. 336 
nimmt eine Variation des Zeichens mit dem Kleeblatt für d b, und denkt 
geh einen unbekannten Meister d b. Es handelt sich nur um Jakob 
ucius.
        

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