Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1582297
IVB. 
549. 
167 
549. Jnlius Bonasone, Maler und Kupferstecher, einer der vor- 
JL. züglichsten Meister aus der Schule des Lorenzo Sahbatini 
IXB v-n-i und des Marc Anton, ist schon unter den Initialen I sßsF - 
, llß eingeführt, und wir geben hier nur die Fortsetzung des 
früheren Artikels. Bartsch XV. p. 101 ff. beschreibt 354 Blätter von 
der Hand dieses Meisters, und glaubt, man könne kaum mehr eines 
mit Recht hinzufügen. Ein früherer Catalog ist jener von Cumberland: 
Same anecdotes cf the life of Julia Bonasaoze. London 1793. Cumber- 
land zählt 366 Blätter auf, Bartsch verwirft aber sein Verzeichniss als 
ungenau und verworren. Gio. Antonio Armanno liess 1820 in Bologna 
ein Verzeichniss von 338 Blättern drucken. Ans diesem und aus Cumber- 
laiuPs Werk lässt sich für Bartsch noch eine Ausbeute machen. 
Auf Blättern dieses Künstlers findet man den vollen Namen Julias 
Bonasone und Bonasoni, J. Bovzahso, J. Bonaso, J. Bonason, Julia B, 
I. B und  und das gewöhnliche Monogramm ist das obige. 
Eines der Meisterwerke des Künstlers mit dem Monogramme und dem 
Namen zugleich ist jenes mit Apollo auf dem Sonnenwagen in Be- 
gleitung der Zeit und der Huren, B. No. 99. Neben dem schlafenden 
Paare am Steine steht: IULIO BONASONE INVENTORE, und dar- 
unter das erste Monogramm. H. 8 Z. 9 L. Br. 12 Z. ä L. In der 
k. k. Sammlung zu Wien ist ein erster Druck, in welchem der Himmel 
um die Köpfe der Pferde und des Apollo ganz ureiss erscheint. Es fehlt 
auch das Monograinm. Solche Exemplare kann man nur als Probe- 
drücke nehmen. In späterer Zeit wurde die Platte retouchirt, sie 
verlor jeden Schein der früheren Schönheit. Das Monogramm fehlt, 
auf den meisten Exemplaren kommt aber die Adresse des J. J. Rossi vor. 
Das Monogramm ündet man auch auf Blättern der Folge der Lieb- 
schaften der Götter, B. No.146-164. Diese Folge hat ein Titelblatt: 
Amorosi Dilelti Degli Dei, und auf jedem der 20 Blätter sind zwei 
bis vier erklärende italienische Verse. H.  Z. 9-11 L. Br. 3 Z. 
11 L. bis 4 Z. 2 L. Die Vorstellungen sind etwas anstössig, man 
findet sie aber sehr selten. 
Ein anderes bisher unbeschriebenes freit-s Blatt stellt ein auf dem 
Boden sich umarmendes Hirtenpaar vor. Das Weib hält ein Schwein 
am Stricke, und rechts bemerkt man den Amor. Im Grunde zeigt sich 
die Stadt. H. 3 Z. 1 L. Br. 5 Z. 2 L. Dieses Blatt ist ohne Zeichen, 
aber von Bonasone. Die Schweinsscene bildet jedenfalls ein Supple- 
ment zu Bartsch, wir gehen aber auch noch auf andere Blätter ein, 
welche Bartsch nicht beschreibt. 
Die Anbetung der Hirten, nach Rafael. Beschrieben von Zani, 
Enc. met. V. 2 p. 82. 
Die Vestalin Tutia neben dem Bilde des Mars. Ihre Gefährtinnen 
warten rechts im Grunde an der Pforte des Tempels. H 4Z. Br. 10 Z. 
Der Kaiser Augustus, welchem die Sibylle das Bild der hl. Jung- 
frau zeigt. Nach Parmigianino, und von Heinecke mit Recht dem 
Bonasone zugeschrieben, obgleich das Blatt anonym ist. 
Das sogenannte Quos Ego nach Periu del Vaga, welches Bartsrh 
N0. 104 beschreibt, kommt ursprünglich von einer grösseren Platte, 
als der genannte Schriftsteller bestimmt. Nach Bartsch ist S18 8 Z. 
5 L. hoch, und 15 Z. 7 L. breit. Die äusserst seltenen Abdrücke der 
grösseren Platte sind 9 Z. 3 L. hoch, und 16 Z. 3 L. breit.  
Zu dem von Bartsch No.85 beschriebenen Blatte mit dem Einzug 
'des trojanischen Pferdes nach Primaticcio ist zu bemerken, dass die 
Darstellung nicht auf zwei Platten gestochen ist. Es Wurden beim 
Drucke zwei Bogen zusammengesetzt, und jeder zur Hälfte gedruckt. 
Auf modernen Abdrücken aus dem Verlage des Carlo Losi zeigt sich
        

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