Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1582283
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IVA. 
545" 
548. 
R. Weigel geht in den Supplemeuts an Peintre-graveur p. 36 näher 
auf die Abdrücke ein. Nach der Angabe des Letzteren sollen die 
Copieu der verschiedenen Pferde, B. No. 1-6, zwar nicht täuschend 
seyn, der weniger geübte Sammler könnte aber dennoch getäuscht 
werden. Desswegen geben wir nach BörneNs Vergleich die Kenn- 
zeichen an. 
i. Im Originale ist die erste Sylbe des Wortes eweud-it durch Au- 
gabe einer Grasparthie etwas undeutlich, in der Copie auf weissem 
Grunde. 
2. Unterhalb der Spange oder des Nestels, welche den Wams des 
Reiters auf der Brust zusammenhält, sieht man im Original ein 
paar kleine Knöpfe, welche in der Copie fehlen. 
3. Im Originale ist derTheil des Zügels, welcher um einen Baumast 
geschlungen ist, zwar nur flüchtig angedeutet, indessen reicht 
die Andeutungslinie doch bis zum Contour des Strunkes; in der 
Copie hört aber die Angabe des Zügels bei einem Aste oder 
Risse in der Baumrinde auf. 
4. Die zwei letzten Finger an der linken Hand des Bauers sind 
in der Copie zur Hälfte schattirt, im Originale hingegen ganz 
weiss, und nur die Knöchel mit einem Punkte angedeutet. 
5. Die Lichtseite des linken Hinterfusses ist in der Copie ganz 
weiss, im Originale aber finden sich an diesem Theile Punkte. 
Im Originale ist der rechte Flügel der Windmühle im Grunde 
ziemlich höher, als der linke, in der Copie sind beide gleich gross. 
6. Im Originale berühren die Schrafürungen, womit der linke Schenkel 
des sitzenden Mannes in Schatten gesetzt ist, beinahe den oberen 
Umriss; in der Copie reicht die Schattirung nur bis in die halbe 
Schenkeldicke, wodurch oben ein breites Licht bleibt. 
545. Jean Vasserot, Landsehafts- und Arehitekturmaler, geb. zu 
Paris um 1765, war einer der ersten französischen Künstler, 
J M welche sich mit der Lithographie befassten. Auf lithographirten 
Landschaften, dann auf Blättern mit Carrikaturen kommt das Mono- 
gramm vor. Der Künstler wird es auch auf Gemälden und Zeich- 
nungen beigefügt haben. 
546. Unbekannter Bildhauer, welcher um 1480 thätig war. n. 
 der k. Kunstkammer zu Berlin ist ein in Bronze gegossenes 
 Relief mit der Auferstehung Christi. H. 6 Z. Br.  Z. 
Die Figuren sind etwas schwer, die Gewandung des Heilandes aber 
in schönen edlen Linien geführt. An dem mit gothischen Zierrathen 
versehenen Sarge sind die Buchstaben IVA,. und darunter Sieht: 
Annodomini milesimo 480. Brulliot II. N0. 1721 spricht ebenfalls 
von einem Basrelief in Bronze mit der Auferstehung Christi, und sagt, 
dass sich am Sarge die Buchstaben IVA mit der Jahrzahl 1480 
finden. Er gibt nicht an, wo er das Basrelief gesehen hat, es könnte 
aber jenes in Berlin seyn. 
547. Unbekannter Maler, welcher in der zweiten Hälfte des 
17. Jahrhunderts in Holland thatig war. Wir kennen von 
1' Van K' ihm eine auf Pergament in Aquarell gemalte Kreuzigung 
Christi, wobei die Laster in Verbindung mit den Juden den Akt ver- 
richten, fol. K 
548. Jan van Lgnderseel, Knpferstecher, wurde schon zu wieder- 
J _ l holten Malen genannt. Er soll Blätter mit der Abbreviattlr 
' w" am des Namens hinterlassen haben, wir fanden aber keines vor.
        

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