Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580730
IMVA. 
van Assen so lange beibehalten, bis der Familienname des Jakob Cor- 
iielisz. entdeckt wird. Allein die früheren Namen "Werner van Ossa- 
nen" und „Johann Walther van Assen" und Corruptionen derselben 
sind aus der Luft gegriffen, um das Moiiogramm zu deuten. Oh. le 
Blanc findet in demselben noch immer ein W, und dann geht es mit 
Johann Walther van Assen leicht. Es ist aber deutlich IMVA zu 
lesen, selbst in dem abweichenden Monogrammc. 
 Die Leidensgeschiclite des Herrn in 13 Holzschnitten. 
C. van Mander spricht nur von 9 Darstellungen aus der Passion in 
Runden, der spätere Herausgeber des Werkes desselben, J. de Joiigli, 
gibt aber zwölf an, und macht auf die Einfassungen aufmerksam. Die 
Bilder haben 8 Z. 7 L. im Durchmesser, sind mit den Bordüren 14 Z. 
hoch und 10 Z. 7'L. breit. Es kommen aber auch die Runde allein vor, 
so dass ein etwas abwechselnder Passe-par-tout dazu gefertiget wurde. 
Auf dem ersten Blatte ist links oben in der Einfassung statt des auf 
anderen Blättern vorkommenden Wappen von Amsterdam mit den Buch- 
staben A M I. N0. 916 eine Schrifttafel, deren erste Zeile nicht deutlich 
ist, und nicht den gehörigen Sinn gibt. Bruillot II. N0. 2801 fügt ein 
Facsimile bei, und darnach könnte man lesen: ä m marneacno (9) 
Von dann an folgt: in frequentissimo totz") lwlhmdie emporfo 
Dodo petrus Typographus ewcudebat. Passavant III p. 25 Nmi 
liest: Unfrequentissinzo tulio Hollandie Emporio dodo  Petra 
Typograplr? emcudebal. Wenn diese Lesart richtig ist, so gibt es 
Abdrücke mit abweichender Schrifttafel. Dodo Petri oder Pieterszoon 
war Buchdrucker in Amsterdam, dem frequenl-zfssiinunz Hollandiae 
Emporium, und in der ersten Zeile ist vielleicht das Wort Amsterdam 
verschnitten. In anderen Bordüren ist rechts oben eine Tafel mit dem 
Wappen von Amsterdam zwischen AM, oder statt diesem eine Krone 
mit dem Motto des Kaisers Carl V.: Plus oultre. Dann kommen in 
der Tafel auch die gekreuzten Säulen des Herkules mit der Krone 
darüber vor, erstere regelmässig, und auch in Ornamente ausgehend. 
Rechts oder links ist dann auch ein anderes Wappenschild beigefügt. 
Unterwärts sind drei kleine Oeffnungen angebracht, in welche man 
oben abgerundete biblische oder legendarische Sceiien, theils auch 
Halbfiguren eingelassen hat. Einige wiederholen sich, und somit waren 
einzelne Stöcke zum Einsetzen in die Oetfnungen vorhanden. Die 
spätereAusgabe der Passion hat den Titel: Historie Christi patienlis 
et morzentzs zconzbus artificiosissimis delineala per Jacobum Cor- 
nelisz. Nunc primum e tenebris in lucem eruta et ea-cusa. Bruarellae 
apud Joannem Mommartium M. D. C. LI. Im Exemplare des k, Ca. 
binets in München sind die Rundbilder in viereckige Einfassungen von 
Bliitterwerk und Früchten gesetzt. Diese Borduren müssen aus der 
Zeit des J. Mommart stammen. Auf dem Titelblatt ist der leidende 
Heiland nach A. Dürer sitzend vorgestellt. Mommart sagt mit Unrecht, 
dass er die Platten zuerst aus der Finsterniss aus Licht gezogen habe. 
Es kommen alte Abdrücke mit den überhöhten Borduren vor. Auf 
etlichen Blättern stehen die Jahrzahlen 1511, 1512 und 1514. _Bartsch 
spricht von Abdrücken mit Passe-par-tout, in welchem oben ein Wap- 
penschild und unten ein Tafelchen mit der Jahrzahl 1517 stehen soll. 
Darüber gibt Passavant keinen Aufschluss, und Bartsch ist mit seiner 
Angabe zu kurz. Es scheint, (lass zur Folge der Passionsbildei- 
N0. 1-13 ein von C. van Mander p. 207 erwäntes Blatt mit. der Be- 
schneidung Christi gehört. Er nennt es cerwonderlyk wel ghedaen 
en suxver is. Mit der Jahrzahl 1517. Daraus Sollte man nach v. 
Mander ersehen, wann der Meister geblüht habe.    
1. (B. 1.) Das Abendmahl des Herrn. Unten in kleinen Nischen
        

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