Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1582157
493- 
495. 
153 
Pforte harrenden Seelen bittet. Rechts unten stehen die Buchstaben 
AIATA  In zwei Platten, gr. qu. fol. Im Künstler-Lexicon haben 
wir andere Blätter von Turpinns verzeichnet. 
493. Johann Thwenger Maler von Breslau, war um 1560 in 
I T Wien thätig, und daher ist er wahrscheinlich der Urheber 
A A A eines rndirten Blattes, welches die Belagerung einer kleinen 
Stadt an der Donau vorstellt, und mit den Initialen I. T. bezeichnet 
ist. Oben steht: PICTVRA. OPPIDVLI. NAVALI. ET. PEDESTRI. 
PBELIO. EXPVGNATI. 1560. Links unten im Wasser stehen die 
Initialen. H. 14 Z. Br. 18 Z. 4 L. Dieses Blatt gehört in folgendes 
Werk: Berum praeclare gestarum e7nlm et extra. nzoenia munitissi- 
mae ciuilatis Viennensis, pedestri et equeslrz" proelio, terra et aqua, 
elapso mense Junio anno Domini M. D. LX.  Per Joannem Fran- 
colin Burgundum.  Viennae Austritte, Raphael Hofhalter, fol. 
Gleichzeitig erschien auch eine deutsche Ausgabe: Thurnir Buch. 
Warhaftiger Ritlerliclzer Thatän, so in dem Monat Juniz" der ver- 
gangenen LXJars in und ausserhalb derStandt Wien zu Rosz und 
zu Fuesz  gehalten worden, mit schönen [Figuren contrafeet; und 
dem Allerdurch.lauchtigisten   Herren Ferdinando, erweltem 
Römischen Ifayser  durch Ha-nsen von Francolin Burgunder zu 
Ehren beschrieben. Gedruckt zu Wienn in Oester-reiclt durch Ra- 
phael Hofhalter, auff Polnisch Shrzelusky genandt (1560) , fol. Jo- 
hann Thwenger scheint auch dem Kaiser Rudolph II. bekannt gewesen 
zu seyn. Er dedicirtetihm ein Blatt mit einer Triumphpforte: Porta 
Triumphalis Rudolplzo II. Imp. dedicala. Ezzrpressa Wratislauiae 
per Johannem Thmengerum Pictorenz A. C. 1577, qu. fol. 
494. Unbekannter Kupferstecher , welcher gegen Ende des 
 17. Jahrhunderts thätig war. Das Blatt mit diesen Buchstaben 
 ist radirt und verräth den italienischen Einfluss. Es stellt 
Christus am Oelberge vor. Der Heiland kniet vorn in der Mitte nach 
dem rechts befindlichen Engel gewandt. Im Mittelgrunde links schlafen 
die Jünger. H. ä Z. 11 L. Br. 4 Z. Der Verfertiger scheint Maler 
gewesen zu seyn. 
495. Jean Toutin, Goldschmied, Emailleur und Kupferstecher, 
I T war um 1618-1640 in Chateaudun thätig. Er malte von 1632 
 ' an ganz kleine Bildnisse in Email, welche zu Bijouteriearbeiten 
benützt wurden. Dabei wich er von dem Verfahren der Emailleure 
in Limoges in etwas ab; er bediente sich einer anderen Mischung der 
Oxyde und des Flusses, welche aber schon L. Limosin versucht hatte. 
Ausserdem emaillirte Toutin auf Gold statt auf Kupfer, und von dieser 
Zeit an betrachtete man die Emaillen auf Gold als neue Erfindung. 
Nachahmer fanden sich zunächst in der Schweiz, namentlich in Genf, 
und von da aus begaben sich auch Künstler nach Frankreich, England 
und Deutschland. Jean Petitot der Schweizer hat einen gefeierten 
Namen. Toutin gravirte auf der Rückseite die Initialen I. T. ein, diese 
Buchstaben kommen aber auch auf etlichen Blättern mit Goldschmieds- 
ornamenten vor. Die Arabesken stechen auf schwarzem Grunde weiss 
ab, man findet aber äusserst selten eine complete Folge. _E1ne solche 
Folge von 12 Blättern ist mit römischen, eine andere mit erabischen 
Ziffern nummerirt. Jede Folge hat ein Titelblatt. Auf einer Band- 
rolle steht: Sie oos non oobis, zwischen zwei Ochsenhörnern: 1619, 
Si quid melius cideris. Unten liest man: J. Toutin a Chasteaudun, 
1619. Die beiden Titelblätter sind dieselben, nur kommt auf einem 
die Jahrzahl einmal, auf dem anderen zweimal vor. Jedes Blatt trägt
        

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