Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1581973
419- 
420. 
135 
1782 findet man auf gestochenen Bildiiissen von englischen Notaläili- 
täten. Im Catalogue _of engraved british portraits  by H. Broin ey. 
London 1793, sind sie verzeichnet. 
419. Johannes Saenredam, auch Zaenredam, gehört zu den be- 
rühmtesten holländischen Kupferstechern aus der Schule 
f S cftiufzä- des Heinrich Goltzius. Bartsch III. p. 21561 beschreibt 
f 123 Blätter von seiner Hand, R. Weigel gebt aber in 
t7' den Supplements au Peintre-graveur p. 129 ff. näher 
auf die Abdrucksgattungen ein. Wir können den Supplementen noch 
zwei andere Blätter beifügen. Das eine stellt das Bildniss des Jean 
Couterels, [Vatif (PAmiers vor. Couterels steht nach rechts hinter 
dem Tische, auf welchem der Name des Künstlers eingezeichnet ist: 
J. Saenredam fe. Die Umschrift lautet: La larzgce des prudens, la 
science ornera, mais la booche des fols vamte garlera. H. 5 Z. 
Br. 3 Z. 10-11 L. Ein zweites bisher nicht beschriebenes Werk des 
Künstlers. ein Himmelsglobus in mehreren Sektionen, hat den Titel: 
Splwra Stlellilera. In qua u! speculo quodam firmamentg", qnioer- 
sum siderunt ornalum ac slellarum ordirtem  observqtzonzbrzs  
Cem- a nobdli ciro D. Tychone Brahe halntzs.  Illustmssq Prmczpz 
Auriaco  Guilelmus Jansonius Alcmananus. Unten auf dem ersten 
Segmente: Johann Sanredam ßguras fecit. Höhe der Platten 15 Z. 
  -11 L. 
3 LiDiäerllgitäileiyl S kommen auf einigen Blättern nach  Goltzius 
vor. Das eine derselben stellt zwei Paar Verliebte vor, wie sie zur 
Venus fiehen , B. N0. 71. Nach Goltzins stach Saenreclam auchwier 
Blätter, welche die Jahreszeiten vorstellen. B. 87_-90. Auf einem 
steht der Name, nämlich dem Frühling, unter einem Knaben und 
einem Mädchen mit dem Vogelneste vorgestellt. Die drei anderen 
Blätter der Folge sind mit I S bezeichnet. Den Sommer versinnlichet 
ein Schnitter mit dem Milchmädchen, den Winter ein Jüngling mit 
dem Mädchen auf dem Eis, und den Herbst stellen Kinder mit Früchten 
 .7Z.8L. Br.5Z.10L. 
vor PFl-Iolstein hat 1602 Saeuredaws Bildniss gestochen, und eine 
Copie ist dem Werke des C. van Mander beigegeben. Der Künstler 
zählte damals 37 Jahre. Den 6. April 1607 starb er in Assendelft. 
An seinem Grabmale steht: S. Joannis Saenredam Sculptorzs Cele- 
berrimi. 
420. Jonas Suyderhoef, auch Suiderhoef, Suyderhoß, Suyder- 
ISJ- Z houf und Syderhoef, Kupferstecher von Leyden, soll nach 
wfa  einigen 1600, nach anderen 1613 geboren worden seyn, 
JTJE. es fehlen aber hiezu die Belege. ClLKramm nimmt seine 
Blüthezeit von 1631-1668 an, man könnte aber noch weiter hinauf- 
gehen; denn auf dem Bildnisse des Hendrick de Keyser steht: De 
Keyser delineavit 1621  J. Suyderhojf F. Es frägt sich aber, 0b 
der Künstler das Bildniss 1621 gestoehendhzibei. Stein ältesteisöiiftilää: 
   4 VOU. s  
iädgstbsfjedft-isis nrisdgiidltsinpgllivizbriggdrizvqirlon011665511 Sdgdcrhoefs Todes- 
Jahr ditWiigsailiiäiniiltustos der k. k. Universitäts-Bibliothek in_Wien, hat 
1861 eine treifliche Monographie über J. Suyderhoef gellefelt, und 
130 Blätter desselben beschrieben. Bartsch ging nur auf J. _Sa.enredam 
ein, Suyderhoef ist aber von gleicher Bedeutung, und Wussm hat Slch 
mit seinem Werke den Dank der Kunstfreunde erwoijbeüiflß da-Säelbe 
fortan massgebend ist. Die Manier des Suydßrhoßf 1st elgellthümllßh 
in Vergleich mit jener der anderen gleichzeitigen Meister aus der Schule
        

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