Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1581937
Nr. 408. 
131 
stützt. Neben ihm sind zwei Jagdhunde, deren einer den Kopf auf 
den Schenkel des Bauers legt. Rechts hinter ihm zeigt sich ein dritter 
Hund fast in Profil. Links erheben sich zwei Bäume, deren leicht 
angedeutete Aeste bis an den oberen Plattenrand reichen. Links unten 
sind die Buchstaben IS. H. 5 Z. 6 L. Br. 7 Z. 11 L. 
Dieses Blatt ist im Künstler-Lexicon N0. 3 nicht genau beschrieben, 
da wir es früher nicht zu Gesicht bekommen hatten. Es scheinen 
zweierlei Abdrücke vorhanden zu seyn. Wir finden angezeigt, dass 
im zweiten Drucke ausser dem dritten Hunde im Mittelgrunde zwei 
stehende und zwei liegende Kühe, und zwei Schafe sich zeigen. Diese 
Thiere sind im ersten Drucke nicht vorhanden. 
2) Der Bauer mit zwei Kühen, deren eine vom Knaben mit dem 
Stecke getrieben wird. Rechts unten: Joann Schumer fecit. H. 5 Z. 
2 L. Br. 7 Z 8 L. 
Im Künstler-Lexicon No. "l ist das Maass nicht genau angegeben. 
3) Die Kuh an der 'I'rä.nke beim Brunnen. Sie steht in Proül 
nach rechts, und der junge Hirt lehnt sich an den Brunnen. Am Sockel 
des letzteren steht Schuineris Name verkehrt einradirt. H. 5 Z. 5 L. 
Br. 7 Z. 11 L. 
Dieses Blatt ist höchst selten. Es kommt auch ein Abdruck vor, 
in welchem man den undeutlichen Namen des Künstlers nicht bemerkt. 
4) Eine stehende Kuh nach rechts, wo der Hirt auf dem Boden 
schläft. Links in der Ferne zeigt sich ein Dorf. Ohne Namen und 
Zeichen, aber sicher von Schumer. H. 3 Z. 10 L. Br. 5 Z. 10 L. 
5) Die kleine Heerde. In Mitte des Blattes geht eine Kuh nach 
rechts, und dreht den Kopf gegen den Beschauer. Hinter ihr bemerkt 
man ein liegendes Schaf und eine wiederkauende Kuh nach links ge- 
wandt. Zu ihren Füssen ragt. ein XVidder mit dem Kopfe hervor. 
Rechts etwas zurück liegt eine dritte Kuh in Proül, und daneben steht 
auch ein dünner Baum. Ohne Namen und Zeichen. H. 5 Z. 4 L. 
Br. 7 Z. 7 L. 
Dieses Blatt ist sehr selten.) Es wird im Cabinet du Prince de 
Ligne p. 62 N0. 565 beschrieben. 
408. Johann Sadeler, Zeichner und Kupferstecher, kommt unter 
  ) dem Monogramm N0. 392 mit einem berichtigenden 
Artikel vor, und wir verweisen daher vorerst auf 
_ 1515m denselben. Das Monogramm und eine mit demselben 
' verbundene Abbreviatur kommt auf vielen Blättern 
I3 -ÜÄ0CMI5Ö- vor, doch auch die ersten und die zweiten Buch- 
staben findet man auf Bildnissen, und auf historischen Vorstellungen 
nach Theodor Bernard oder Barentsen. Letzterer deutet durch die 
Initialen TB seinen Namen an. Man muss indessen die Blätter des 
Johann Sadeler von jenen seines Sohnes Justus Sadeler unterscheiden. 
Letzterer stach ebenfalls Bildnisse und historische Darstellungen, auf 
welchen nicht immer der Name vorkommt. Auf etlichen Blättern steht 
ebenfalls I S. sc., auf anderen I S emcudit. Jnstus Sadeler betrieb 
wie sein Vater auch den Kunsthandel, und somit hatte er Verlags- 
artikcl, auf welchen nur die Adresse vorkommt. Justus ging 1595 
mit seinem Vater nach Italien, und verblieb bis 1620 in Venedig, fand 
aber in diesem Jahre Gelegenheit, mit der holländischen Gesandtschaft 
in das Vaterland zurückzukehren. In Leyden überfiel ihn eine Krank- 
heit, welche noch in demselben Jahre den Tod zur Folge hatte. So 
erzählt de Jongh, Andere lassen aber den Künstler 1339 sterben.
        

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