Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1581901
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404- 
405. 
s 3) Ein junger Falkner zu Pferd mit einem Vogel in der Hand, 
nach rechts gewandt. Oben rechts das Zeichen. Höhe 3 Z. 6 L. 
Br. 2 Z. 10 L.  
404- Unbekannter Kupferstecher, welcher mit dem vorher- 
 gehenden Meister nicht Eine Person ist. Bartsch IX. p. 498 
  i" beschreibt folgende Blätter, spricht sich aber über den Meister 
nicht aus. Er ist nur Copist. 
1) Job und seine Freunde. Ersterer sitzt rechts auf dem Boden, 
gegenüber stehen drei Freunde und das Weib des Loth in der Mitte. 
Links unten steht: [Von estisL, und oben bemerkt man das gegebene 
Zeichen mit der Jahrzahl 1564. Copie nach H. S. Beham, B. N0. 16. 
H. 2 Z. 8 L. B123 Z. 11-L. 
2) Herkules mit der Löwenhant vom Rücken gesehen. Er steht 
mit der Keule in der Linken in einer Nische. Rechts unten IS. 
Copie nach Jakob Binck, B. N0. 40. H. 2 Z. 10 L. Br. 1 Z. 5 L. 
4Ü5. fJohannes Ste hanus nennt man nach Christ einen Gold- 
 P  
15' 3 g schmied und Kupferstecher, dessen bunzirte Blätter 
  mit I. S. bezeichnet sind. Brulliot II. N0. 1682 und 
.1.Jä.S YS 3 I-Ieller S. 230 nehmen (liess als ausgemacht hin, und 
55,3 erklären den Johannes Stephanus als Sohn des Etienne 
P58 Z de Laulne, welcher auf Kupferstichen S. F. oder 
 b) ll Stephanus F, zeichnete. Etienne de Laulne hatte 
N allerdings einen Sohn Namens Johannes, dieser Künstler 
war aber Zeichner. Auf dem ersten Blaltte egner golge vgn kllleinen 
Blättern mit Arabesken in Ovalen steht: J0 zani 2' io nvent. lep anus 
Pater Aetatis 60 Foeliciter Sculpsit 1579m Ailllf dem Titelblatte einer 
anderen Folge mit Ornamenten steht derse e ame immer aber ist 
Johannes der Sohn des Stephanus nur als Zeichner genannt, nicht als 
Kupferstecher. Die Buchstaben I. S. sollen aber Johannes Stephanus 
bedeuten, und der Sohn des Stephan de Lanlne soll sich damit als 
Verfertiger legitimirt haben, ohne dass man ein sicheres Blatt von 
seiner Hand xiachweisen kann. Der Künstler kann sich auch nicht 
Johannes Stephanus genannt haben, indem er Jean de Laulne heisst. 
Auch sind die Blätter mit I. S. von jenen des Stephan de Laulne 
durchaus verschieden und Jean de Laulne müsste ganz aus der Art 
geschlagen haben. Der Meister I. S. hat die älmrilsgse leicht eisge- 
stochen und vollendete dann das Ganze mit em unzen so ass 
feine Pdnkte die Schatten bilden. Der Grund ist immer w,eiss, und 
Alles in einer Weise behandelt, welche dem Stephanns, und wohl 
auch seinem Sohne vollkommen fremd ist. Jean de Laulne hat daher 
viel weniger Anrecht, als ein anderer Johannes, von welchem man 
eine Folge von sechs kleinen Blättern mit Goldschmiede-Ornamenten 
auf schwarzem Grunde kennt. Das zweite Blatt enthält eine lange Tafel 
mit dem römischen Alphabete und der Jahrzahl 1590. Unten steht: 
IOANNES SCVLPSIT. Dieser Johannes ist der Goldschmied und 
Kupferstecher Johannes van Selen, welcher auch noch eine Folge von 
äusserst zart behandelten Grottesken auf weissem Grunde von 1599 
mit seinem Namen bezeichnet hat. _Dieser_ Meister konnte I. S. ge- 
zeichnet haben, er müsste aber nach 1582 seine Manier geändert haben. 
Auf die Blätter in Bunzenmanier hat aber Jobst Stambein noch ein 
rösseres Recht. Man findet Zeichnungen mit seinem Namen, welche 
äit der Feder umrissen unddausäetusght lliStärlsCxlilvtö unddmyixtrhololgissclie 
Vorstellungen enthalten un se r sc ön in er eise es irgi ois 
behandelt sind. Die Bilder kommen in Medaillous und Ovalen vor, und 
dienten den Gold- und Silberschmieden zur Verzierung von Gefässen.
        

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