Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1581876
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einen Formschneider halten, indem es nicht nachgewiesen werden kann, 
dass er das Schneidmesser geführt habe. Das gegebene Zeichen könnte 
aber die Vermuthung bestärken, dass Stelsius wenigstens in seiner 
früheren Zeit in Holz geschnitten habe, indem unter dem S im Mono- 
gramme ein Messercben beigefügt ist. Wir linden das Emblem mit 
demselben auf dem Titel folgenden Werkes von Nausea eingedrückt: 
In catholicum Catecltisnzum libri quinque. Anlverpiae, J. Steelsius 
1551, 8. Später verschwindet das Messerchen, und das Signet wurde 
von anderer Hand geschnitten. Ohne Spur des Messers ist es auf 
dem Titel zu: Clariss-imi viri Ludovici ab Avila et Zuniga  
commentarriorum de belle germanico a Carola V.  librz" duo a 
Guilielmo Illalinaeo latine redditi et iconibus illustran". Anlnerpvfae 
in aedibus Joannis Stelsii 1580, 8. Dieses Buch enthält Land- 
karten und Schlachtpläne in Holzschnitt, und das Emblem des J. Stelsius, 
es fehlt aber das Messerchen unter dem Monogramme. Zwischen 1550 
und 1580 erschienen noch viele andere Werke mit dem Emblem auf 
dem Titel oder am Ende. In reicher Einfassung kommt es in Folie- 
bänden vor, wie in: Jo. Viguerii Institutiones ad Christiana-m Theo- 
logiam. Anlnerpii, J. Stelsius 1572, fol. 
396. Jan Swart wollte man den Verfertiger eines Gemäldes 
Iss-X mit der Anbetung der Könige nennen, wie Brulliot lI. 
N0. 2876 benachrichtet, ohne anzugeben, wo sich das 
Bild befinde. Es handelt sich um ein Altarwerk mit 
1 (S Flügeln. Am Sockel ist der Donator mit seiner Frau, 
mit den Söhnen und einer Tochter vorgestellt. In seiner 
Nähe ist wahrscheinlich der Schild, und die Buchstaben 
IS deuten wohl seinen Namen an. 
397. Johann Schäfer, Buchdrucker in Mainz, der Sohn des 
 A Peter Schöffer jun., wird von Papillon I. p. H3, 140 
E S unter die Formschneider gezählt, und auch Brulliot 
 II. N0. 1689 geht darauf ein, mit der Bemerkung, dass 
i, lt, ä er kein Blatt von ihm gefunden habe. Brulliot gibt 
"Ä nur die einfachen Buchstaben I S. Die obigen Initialen 
 stehen in einem länglichen Cartouche, welcher durch 
e eine Landschaft ausgefüllt ist, belebt von zwei Hirten 
ü?" mit der Schafheerde und einem Hunde. Ueber dem 
Cartonche oder Schilde befinden sich die Initialen In S, und unter 
diesen das Zeichen mit den Sternen und der Blume. Diess ist nur 
die Adressevignette des Buchdruckers Schütter oder Schaffer, welche 
nicht von ihm geschnitten zu seyn scheint. Der Buchdrucker wechselte 
aber mit dem Namenszeichen. Er bediente sich auch des Monogramms 
slSs in einem Schilde mit demselben figürlichen Zeichen, und zwar 
unten auf architektonischen Titeleinfassungen. Links vom Wappen ist 
ein Hirt mit zwei Schafen, rechts ein anderer Hirt mit dem Dudelsack. 
Wir fanden diese Titeleinfnssung benützt zu Erasmus von Rotterdam: 
Verdeulschte Auslegung des göttlichen Worts: Nemet auf euch, mein 
Joch, und zu dessen Auslegung über Hieronymus Allegalion: ums 
guts die Philosophi in der hl. schrilft schufen, 1521, 4. In einer 
dritten Vignette wechselt das Monogramm wieder, und ist grösser ge- 
bildet. Es ist in einem am Baume hängenden Schild angebracht. Der 
Baum steht im Vorgrunde einer Landschaft, links ist der Schäfer mit 
dem Hunde, und gegen die Mitte sowie rechts weiden Schafe. Die 
beigedruckte Adresse besagt: Eweusum Moguntiae m aedzbus Joannis 
Schoeßer Mensa Septembri M.D.XXIIII. H. 3 Z. 1- L. Br. 2 Z. 11 L.
        

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