Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1581823
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379- 
13 Jahren sind. Das eine dieser Blätter stellt den hl. Hieronymus in 
seiner Zelle vor, in Copie nach A. Dürer B N0. 60. Unten in der 
Mitte stehen die Buchstaben IR. W. (E. 13. H. 9 Z. Br. 6 Z. 10 L. 
Im ersten Drucke vor dem Namenszeichen des H. Wierx und der 
Adresse von Clement de Jonghe könnte man die Copie mit dem Original 
verwechseln. Heller gibt N0. 757 das [lnterscheidungszeichen an. 
H. Wierx bezeichnete auf solche Weise auch die Copie der Nemesis 
von A. Dürer B. N0. 79. Es ist diess die Vorstellung eines Mannes, 
welcher mit dem Schwerte in der Hand auf dem Löwen sitzt. H. 3Z. 
11 L. Br. 2 Z. 10 L. Diese Copie ist sehr tätuschend, besonders im 
ersten seltenen Drucke, wenn unten links 1B. W. AE. 13 fehlt. Auf 
dem Blatte mit Dürer's Fahncnträger B. No. 87 stehen links in halber 
Höhe der Platte die Buchstaben IIiW. H. 4 Z. 3 L. Br. 2 Z. 8 L. 
Die späteren Abdrücke haben Visscher's Adresse, und sie lassen die 
Copie leicht erkennen. Die Buchstaben IR W findet man auch auf 
Blättern nach Hans Bol und anderen Meistern der zweiten Hälfte 
des 16. Jahrhunderts. 
379. Unbekannter Kupferstecher, welcher von Orlandi, Tavola 
y E. No. 10 eingeführt wird. Er nennt ein Blatt mit der hl. Jung- 
fran auf dem Halbmonde, aber ohne weitere Bestimmung. Wir 
N haben nie einen Kupferstich mit diesem Zeichen gesehen, und 
nie einen solchen in Catalogen angezeigt gefunden. Die Rich- 
tigkeit der Angabe Orlandfs möchten wir bezweifeln. 
380. Unbekannter Kupferstecher, welcher um 1650 in Leipzig 
T 4,  thätig war. Er stach die Titeleinfassting zu Carpzow's Juris- 
iiclduccllf prudentia Ecclesiastica. Lipsiae 1649, fol. Die Titelschrift 
umgeben verschiedene Bilder. Oben ist Moses, David und der Heiland. 
Links erhält Moses die Gesetztafeln auf dem Sinai, und Aaron opfert 
im Lager der Israeliten. Rechts ist die Ausgiessung des hl. Geistes, 
und aus den Wunden des Gekrenzigten fliesst Blut auf die um ihn 
knieenden Verehrer. In der unteren Leiste ist die Beichte, das Abend- 
mahl, die Taufe, die Trauung und die Predigt vorgestellt. 
381 Jacob Senlis hatte im 18. Jahrhundert zu Nevers als Töpfer 
Ruf, und seine bemalten Fayancearbeiten werden noch 
immer von Antiquitätensammlern gesucht. Den Geschirren 
aus seiner Fabrik findet man das gegebene Monogramm 
 . eingedruckt, zuweilen mit dem Buchstaben N, welcher sich 
auf die Stadt Nevers bezieht. 
382. Johann Anton Sedlmayr, Landschaftsmaler in München, ist 
f schon im ersten Bande N0 1315 eingeführt, und wir ver- 
weisen zur weiteren Orientirung darauf. Dieses Zeichen 
findet man auf Landschaften mit Bäumen, Bergen, Wasser- 
äälllleri etcä. Sielsind breit behandelt, und verrathen den 
1 82  c n er es W1 helm Kobell. 
383. Jan Steen, einer der berühmtesten holländischen Maler des 
17. Jahrhunderts, soll nach dergewöhnlichen Annahme 
 1636 in Leyden geboren worden seyn. Diese Zeit- 
bestimmung geht durch alle Werke über Kunst und 
Künstler, und die Catalogmacher werden sie sobald 
auch nicht aufgeben. Oh. Kramm, der neueste Fort- 
(9 r ß setzer des Werkes von Immerzeel, fand in einem 
1 I Manuscripte der akademischen Bibliothek in Leyden 
die Genealogie der Familie Steen, und daraus geht hervor, dass der
        

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