Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1581765
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347-349. 
hat diese Coniposition nach Marc Anton gestochen, und seinen Namen 
beigefügt: J0 Rabell. Bellouacus Lute Parisij. Der Holzschnitt ist 
aber wahrscheinlich von Zuan Andrea Vavassore Guadagnino, und 
dieser Meister, oder ein Nachfolger fügte wohl die französischen Verse 
bei, um dem Formschnitt in Frankreich Absatz zu vcrschaifen. Es 
wäre auch möglich dass Rabel in Kenntniss gesetzt war doch nicht 
durch Vavassore, welcher vor 1550 starb. , 
J. Babel ist der erste französische Künstler, welcher sogenannte 
Crayonstiche lieferte. Seine bessten Blätter sind die Bildnisse doch 
auch hierin zeigte er wenig Uebung. Er wusste aber die Physiog- 
nomie festzuhalten und bei aller Unsicherheit hierin seinen Zweck 
zu erreichen. Als, Zeichner verdient er ebenfalls Lob. In seiner 
früheren Zeit war er Maler, und zu den Bildnissen lagen ihm wohl 
seine eigenen Crayons vor. Bei der Bearbeitung des Artikels im 
Künstler-Lexicon lag uns der betreffende Band des Peintre-graveur 
francais noch nicht vor, und er ist daher mangelhaft. 
347- Jonathan Richardson, Maler und Radirer, besass eine grosse 
1B JR Sammlung von Zeiehnungen, auf welchen ein Stempel vor- 
Z  Äcoänlint, glen viir oben No.h33ä im Facsiäilite gggqeliten hÄiben, 
u jenem ri e emer en wir noc ass au ra ir en a ern ieses 
Künstlers die Initialen des Namens vbrkommen. Sie bestehen in Bild- 
nissen, Darstellungen nach der Antike etc. Ein Blatt mit J_R gibt 
den Kopf eines Fauns nach Michel Angele. _Auch das Bildniss des 
Dichters John Milton ist I B gezeichnet, 8. Richardson Starb in Lou- 
don 1745. 
348. Jean Rabasse, Maler und Radiäer, ist oben unter einem 
aus den Cursiven J R bestehen en onogramm No. 333 
IR' fe' eingeführt, und wir verweisen zunächst auf jenen Artikel. 
Hier handelt es sich um ein radirtes Blatt mit der hl. Familie. Maria 
hält das Kind auf den Knieeu, und der kleine Johannes auf dem 
Lamme reitend bietet dem Jesusknaben das Kreuz an. Links neben 
Maria sitzt Joseph an der Mauer mit einer Säule, welche mit dem 
Baume bis an den oberen Plattenrand reälht. Retgits unten] steht 
Ilt. fe. und im Rande: Joamz-es homo est ristus eus est mmi- 
lietur fwmo et ewaltetur Deus. H I5 Z. 56 L. Br. 3 Z._10,L. Der 
Rand 7 L. Brnlliot II. N0. 1669 schreibt dieses Blatt einem franzö- 
sischen Meister des 17. Jahrhunderts zu. 
349. Unbekannter Kupferstecher, welcher der Schule des II. 
IR Goltzius angehört. Er copirte das unter dem Namen der heil. 
Maria mit der Birne bekannte Blatt von 'A. Dürer, B._4l. Sie 
sitzt mit dem Kinde auf dem Sehoose am Fusse des rechts sich erhe- 
benden Baumes, und reicht demselben eine Birne. Zwischen dem 
grossen und dem kleinen Baumstamme auf dem hellen Theile des 
Berges rechts oben stehen die Buchstaben I R, welche aber öfter aus- 
radirt wurden, um das Blatt für Original auszugeben. Qben steht die 
Jahrzahl 1511, und unten nach links das Täfelchen mit Dürer's M0- 
nogramm. Letztereslhatiirä Original Doppellinieu, die Copie einfache. 
  
Dieses Blatt ist sehr sicher gestochen, wir können aber nicht an 
Jeronymus Wierx denkeinlwelclier IRJWOzeächnetIe, ungaaucä äVhätte 
weglassen können. Die Patte esass   issc er. an _n et Ab- 
drücke mit dessen Verlagszeichen unter dem Täfelehen mit Diirer's 
Monogramm. Heller bemerkt nichts davon. Nur in Abdrückenvor 
dem Visscheüs Zeichen sind die Buchstaben I R ausradirt.
        

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