Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1581745
H2 
341- 
343. 
H. 1 Z. Br. 2 Z. 8 L. Diese Musterblätter scheinen sehr selten zu 
seyn. Das Facsimile der Initialen erhielten wir von Börner, welcher 
nur ein einziges Blatt mit Verzierungen in Oval sah. Unter 1B könnte 
Jean Richart zu verstehen seyn. Von ihm ist ein äusserst seltenes 
Werkchen: Liuvre artificieum et trös profitable pour paintres, tailleizrs 
des images et 41' antiques, Orfebures, et plusieurs autres gens in- 
genieuses. Hantveoyaen by my Jean Ii-ichart 1562. Auf der Rück- 
seite des Titels sind zwölf Schilde. Dann folgen acht Blätter mit 
Köpfen von Frauen in verschiedenem Kopfputze, auf beiden Seiten neun. 
Vier andere Blätter enthalten auf beiden Seiten Köpfe von Männern 
in verschiedenem Ausdrucke und Costüm, S. Diese Köpfe sind im 
Umriss gestochen und leicht schattirt. Es ist nur eine Vermuthung, 
wenn wir annehmen möchten, dass dieser J. Richart auch die Muster- 
blätter mit IR gestochen habe. Er ist unbekannt geblieben. 
341. Johann Raeth, Bildniss- Lind Ilistorienmaler von Antwerpen, 
 R_ 164a trat zu Madrid alsjungei: Mann in den Jesuitenorden, 
und malte viele Bilder fur die Kirchen 5611105 Ordens, 
1B 1654- Er hielt sich auch längere Zeit in Deutschland auf. 
von 1652 an in Bamberg. In der Kirche des hl. Gangolph ist ein 
Altarbild der Kreuzigung Christi IR 1654 bezeichnet. In der Gnllerie 
des Staatsrathes Kirschbaum zu München war bis 1850 ein Bild der 
Magdalena in der Grotte in Anbetung des Crucifixes. welches ihr zwei 
Engel zeigen. Dieses schön colorirte Bild hat die Initialen 1. R. 16'140, 
es kann aber nicht von Raeth gemalt seyn, da dieser Künstler 1626 
geboren worden seyn soll. Die Jahrzahl ist indessen nicht ganz deutlich, 
so dass man 1646 lesen könnte.  
342. Johannes van Ravestein, Bildnissniziler, geb. in Haag 1572, 
I. R_ I gest. _1657, hatte als Künstler grossen Ruf, und die noch 
in seiner Vaterstadt vorhandenen Werke zeigen ihn des- 
1- R- P- l selben vollkommen würdig. Hier handelt es sich um das 
Bildniss des Prinzen Friedrich Heinrich von Oraiiien-Nassau, Statthalters 
der Niederlande, welches Heinrich Hondius jun, gestochen hat. Dieser 
Fürst folgte 1625 in der Statthalterschaft, sind starb "1647. Er ist in 
halber Figur dargestellt, mit der Schrift: Fridericus Henricus Prin- 
ceps Arausion. Com. Nassau.  roy. fol. Ein anderes I. R. gezeich- 
netes Bildniss ist jenes des F. Heermaiis, mit Versen von P. Win- 
äemlius? äJer Stecher zeichnete J S, nämlich Jan Sweliiik, nicht Suy- 
er oe ,  
343-_ G-inlio Romano, der berühmte Schüler des Rafael Santi, 
I B. mit seinem Familiennamen Prppi, fand in ncuesteaZeit einen 
Biographen: Istorza della Vzta e delle opere d: Gwlzo Pappe 
Romano serztta da Carlo D'Arco. Con T aoole. ßlantova a spese delP 
Autore 1838, fol. Mit 63 Kupfertafeln, zum Theil in Conturen, zum 
Theil ganz ausgeführt. Hier handelt es sich nur um ein paar Kupfer- 
stiche nach diesem _den 5. November 1546 in Mantua verstorbenen 
Meister, welchem wir auch im _Künstler-Lexicon einen ausführlichen 
Artikel gewidmet haben. Das eine dieser Blätter stellt ein Gefängniss 
mit mehreren gefesselten Verbrechern vor, nach Bartsch XV. p. 412 
N0. 66 von Giorgio Ghisi gestochen. Dieses Blatt ist I R. gezeichnet. 
H. 10 Z. 2 L. Br. 15 Z. 5 L. Ein anderes Blatt mit 112 stellt den 
hl. Petrus vor, wie er vom Engel aus dem Gefangnisse befreit wird, 
nach dem Wandgemälde RafaePs im Zimmer des Heliodor, aber nur 
der mittlere Theil.  Dieses Blatt ist in der Weise des Cäsar Rever- 
dinus gestochen. Heinecke deutet die Initialen I R. auf Johannes Re-
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.