Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1581732
335-340. 
H1 
Derflß, welcher das Blatt der Madonna mit der Birne von A. 
Dürer copirt hat, ist wohl derselbe. 
335. Jonathan Bicliardson der ältere, geb.zu London 1665, hatte 
eine grosse Sammlung von Zeichnungen, welche er zum Zeichen 
 des Besitzes stempelte. Dieser Stempel kommt auch auf 
Kupferstichen von C. M. Metz vor, welcher Zeichnungen auf 
dem Cabinet Richardson imitirte. Richardson war Maler, und hinter- 
liess auch einige radirte Blätter. Im Künstler-Lexicon haben wir über 
seine literarischen Werke Nachricht gegeben. 
336. Jehan Riehart, Buchhändler zu Rouen von 1490-1515, 
bediente sich eines in Metall geschnittenen Signets, in 
welchem der Schild mit dem Monogramme am Baume 
hängt. Links hält den Schild eine Frau im Costüme der 
Zeit Richarüs und rechts sitzt ein Einhorn auf den hin- 
teren Füssen, und erfasst mit den vorderen den Schild. 
Das Bild umgibt eine Bordüre mit Blätterwerk. H. 2 Z. 
9 L. Br. 2 Z. 
Ein anderer Jehan Richart, oder derselbe, kommt auch in Paris 
als Buchhändler vor, und zwar von 1497-1517. Er führt ebenfalls 
einen Baum mit Trauben in der Vignette. Der Schild mit den ähn- 
lichen Buchstaben hängt am Raume, und wird von zwei aufsteigenden 
Hunden gehalten. Ueber den Köpfen der Hunde steht der Name: 
IEHAN RICHABT. H. 2 Z. 8 L. Br. 2 Z. 1 L. 
Ein dritter Jehan Richart war um 1536 Buchhändler in Tours. 
Seine Vignette stellt ein Portal vor, unter welchem der Evangelist 
Johannes im Kniestücke steht. Zwischen zwei niederen Thürmen stehen 
die verbundenen Buchstaben IR, und am Sockel: IEHAN RICHART. 
 
337. Jean Ruelle jun. war um 1571-1606 Buchhändler in Paris, 
und bediente sich eines Signets mit der Umschrift in der ovalen 
 Einfassung: Quaere Adolescens Vtere Senex. Links gräbt ein 
Mann, und rechts sitzt der Greis unter einem tempelartigen 
Gebäude vor der besetzten Tafel. Unten in der Mitte ist das Zeichen. 
H. und Br. 1 Z. 5 L. 
338. Unbekannter Kupferstecher, welcher in der zweiten Hälfte 
Z B des 16. Jahrhunderts in Deutschland thätig war. Die gege- 
benen Buchstaben findet man auf einem seltenen Blatte mit 
einem Falkuer zu Pferd, vor welchem ein Mann auf dem Boden liegt. 
Links steht ein anderes Pferd und oben bemerkt man die Initialen. 
 
339. Unbekannter Formsclineider, welcher gegen Ende des 
I R 16. Jahrhunderts in der Schweiz lebte. Die Initialen mit dem 
wcoa Schneidmesser findet man auf Holzschnitten mit Costümbildern. 
Er ist Eine Person mit dem Monogrammisten IR N0. 323 und wir 
verweisen auf jenen Artikel. 
340. Unbekannter Goldschmied, welcher in der zweiten Hälfte 
I des 16. Jahrhunderts thätig war, wahrscheinlich in hrankreich. 
R Er hinterliess Blätter mit Goldschmiedsornamenten, welche auf 
schwarzem Grunde weiss abstecken, und in Ovalen bestehen. O. Reynard 
gibt in seinem Werke: Ornements des anciens maitres etc.  pl: 27 
und VI. pl. 33 zwei solche Blätter in Copien, besass aber in seiner 
Sammlung deren drei. Malaspina di Sannazaro I. p: 111 zeigt zwei 
Blätter in Querformat mit I R an, ebenfalls Muster iur Goldschmiede.
        

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