Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1591750
3988-3992. 
1113 
das Füllhorn legt, und in der anderen Hand einen Stab hält. Auf der 
Tafel steht: Provincia Palestina M.D.XXXV!. Ueber dem Holz- 
schnitte steht mit Typendruck: Consularis Palestinae. H. 8 Z. 1 L. 
Br. 5 Z. 5 L. Auf dem zweiten Blatte sieht man drei Frauen mit 
Mauerkronen und Goldmünzen in Schüsseln. Ueher ihnen steht: Ilalia 
Illyricum Africa. H. 8 Z. 1 L. Br. 5 Z. 1 L. 
Nach Malpe soll sieh dieses Zeichen auch auf Blättern in dem 
Werke des Andreas Alciati über die Verrichtungen der Civil- und 
Militärbehörden finden. Ob aber der Monogrammist mit G. Schardenberg 
Eine Person ist, steht sehr in Frage. Der zweite Buchstabe des ersten 
Monogramms ist ein C, und ist nur desswegen einem G ähnlich, weil 
gerade einer der kurzen Striche an der Mauer über das untere Ende 
des C zu stehen kommt. Scharffcnberg arbeitete um 1574 zn Frankfurt 
und in einer anderen Weise. An Hans Christoph Stimmer ist eben- 
falls nicht zu denken, da er seine Blätter anders signirte. 
In Zürich arbeitete um 1560 ein Formschneider Christoffel Schwytzer 
06er Schweytzer mit Namen, und höchst wahrscheinlich ist dieser der 
Träger obiger Zeichen. Seine Existenz ist durch ein Schreibbuch he- 
glanbigt, das er 11362 heransgab unter dem Titel: Ein neuw Funda- 
mentalbuclt darinn allerley tütsclze Gesclzrifflen  [leissig furgeslellt 
werdend etc. Erstlich durch Urbanum Weyss zu Strasburg aus- 
gegangen, jelz sonder aber durch Christoffel Schweytzer Form- 
schneider zu Zürych  in Truclr gebracht 1562. Ueher dieses 
Schreibbuch haben wir bereits I. Nr. U58 ausführlich gesprochen. 
3988. Gar] Schumacher, Historienmaler und Radirer zu Schwerin, 
geb. zu Doberan 1797, bildete sich zu einem tüchtigen Künstler 
ä, an der Akademie in Dresden und dann in Rom aus. Das Mono- 
gramm kommt auf Zeichnungen vor, sowie auf einem litho- 
graphirten Portrait des NVeber-Schult auf Goldensoe. Ich habe über 
(liesen verdienten Meister ausführlich im II. Bande meiner deutschen 
llialer-Radirer des 19. Jahrhunderts gehandelt. 
3939- Garl Schorn, Historienmaler, geb. in Düsseldorf 1800, 
Schüler von (Jornelins, dann von Gros und Ingres in Paris, 
wurde 1847 Professor an der Akademie in München, starb 
aber schon 1850. Das Zeichen trifft man auf Gemälden 
dieses Meisters an. 
399Ü- Unbekannter Form- oder Metallschneider, welcher zu 
Rom im Anfang des 16. Jahrhunderts thätig war. Das 
I4 Täfelchexi steht auf einem Holzschnitt mit David, wie er 
unter einem Baume sitzend die Harfe spielt und zwar in 
den ans Arabeskenleisten gebildeten Längenseiten des Blattes. Das 
Blatt bildet den Titel eines Psalteriunz Chaldaicum. Romae 1513. 
3991- Unbekannter Kupferstecher, um 1513 in Deutschland 
a thätig. Das Zeichen steht auf einer Copie nach Dürer's 
2A D Blatt B. 54: St. Georg zu Pferd, und unten im weissen 
X Rande auf einem Täifelchen. H. 3 Z. 2 L. Br. 3 Z. 
3992- Susanne de Court, Emailmalerin, stand mit Jean de Court 
S in Verwandtschaft und war sicher Schülerin desselben. Ueber 
I; 'C' diesen J. de Court haben wir unter den Initialen I. D. C. ge- 
andelt und daher bemerken wir hier nur dass Susanne de Court in 
der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, ivohl gegen Ende desselben
        

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