Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1591742
H12 
3985-3987. 
3985- Ciro Sunti? Das Zeichen steht auf folgenden Radirungen 
nach Compositiouen des Giacinto Brnndi: 
S: i) Christus erliegt unter der Last des Kreuzes, fol. 
2) Die Geisslung, fol. 
3) Die Klage um den todten Heiland. 
An Simone Cantarini ist nicht zu denken. Cintius Buccanigra. 
stach nach Brandi die Marter eines hl. Bischofs, wollte man auf ihn 
das Zeichen beziehen, so müsste man zu der gewagten Erklärung 
Cintius Sculptor greifen. Wahrscheinlich haben wir es mit Arbeiten 
des Ciro Santi zu thnn, welcher 1700 in Bologna thätig war. Ciro Santi 
war Maler und Radirer. Als letzterer ist er durch eine Sammlung 
von 12 Blättern Ornamente nach römischen Ruinen und den Arabeskeir 
von Raphael beglaubigt; sie erschien 1700 in Rom unter dem Titel: 
Raccolla da" omali di ogni genere opera. da? Ciro Santi Pillore ed 
Insisore Bolognese Volume II. 
3986. Unbekannter Schweizer Formschneider, wenn nicht 
C j; Christoüel Schweytzer. Er arbeitete nach 
g; S CD I Zeichnungen des Virgil Solis, Jost Amman, 
1mm L9. n. n. Manuel Deutsch u. A. An Hans Christoph 
g Stimmer ist nicht zu denken, da, er H CS ver- 
Sä, ca ' schlungen signirte. Christoph Stimmer, welchen 
ccaml 54-3 Nngler I. Nr. 669 als Formschneider einführt, 
ist nur als Schönschreiber und Rechnenmeister beglaubigt. Wir haben 
unter folgender Nummer nachgewiesen, dass ein Formschneider ChristoiTe-l 
Schweytzer in Zürich um 1560 beglaubigt ist und wahrscheinlich ist 
dieser der Träger der vorstehenden Zeichen.  Die gegebenen kleinen 
Zeichen fanden wir auf Virgil Solis Biblischen Figuren, Frankfurt 
am Main 1560. 
3987. Unbekannter Schweizer Formsehneider um 1550, wenn 
nicht Christoffel Schweytzer. Brulliot I. Nr. 1464 und 
m Ü 1470 gibt diese Zeichen mit geringer Abweichung und 
' wie augenscheinlich für SC, während Malpe ein G ver- 
muthet. Das zweite Zeichen fand er auf einer Folge von 12 Blättern, 
welche Schweizer Soldaten mit den Standarten der Cantone darstellen. 
In dem 7 Linien breiten oberen Rande ist der Name jedes Cantons, 
und in dem 1 Z. 10 L. breiten Uuterraxide stehen deutsche Verse. 
Höhe der Blätter 8 Z. Br. 5 Z. 4 L. 
Brulliot deutet dieses Monogramm nicht, meint aber, der Verfcrtiger 
der genannten Blätter sei verschieden von jenen Formschneidern, welche 
eines ähnlichen lNlainenszeichens sich bedienten. Uebrigens setzt er ihn 
gegen Ende des 16. Jahrhunderts. 
Derjenige Künstler, welcher sich dieses Zeichens bediente, ist 
aber auch der hionogrammist, welcher das erste Namenszeichcn auf 
die Blätter setzte, und welchen hialpe (T. II. pl. 2 Nr. 37) Georg 
Schartfenberg nennt. Die Blätter mit demselben, auf welche Malpe 
aufmerksam macht, und die Brulliot nicht gesehen hatte, finden sich 
in einer bei Hieronymus Frohen und N. Episcopius 1552 zu Basel 
gedruckten "Notitia provinciarum imperii romani" vor. Die Notitia 
geht auf der Rückseite des vierten Blattes zu Ende. Dann fblgt eine 
Abhandlung „de rebus bellicis", und eine "Allercatio Adriani Aug: 
et Epicteti philosopkrf. Dieses Werk hat mehrere gute Holzschnitte, 
aber nur zwei tragen das erste Zeichen. Das eine Blatt stellt einen 
sitzenden Mann mit einer Art hIauet-krone dar, wie er die Rechte auf
        

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