Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1591602
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3889 -3894. 
3889. Unbekannter Formschneider, welcher wahrscheinlich um 
1790 in Augsburg lebte.  Druck- 
S  Snfc- Stücken aus dem H3. Jallrhunclort, Augsburg 
I] b_ I! 1 ' 1794, 4., sind Copien alter Buchdruckcrzeichcu 
m1 o lgen uitia en. 
3890- Ein uns unbekannter Meister S schnitt nach L. Cranaclüs 
S 1541 Zeichnung eine Costiimfigur in Holz. Es ist jene eines 
Mannes 1m Brusthzxrnisch über dem kurzen Rock. Er tragt 
Eisenhandschizhe, Beinschienexi und eine kleine Mütze mit Nacken- 
sehirm. Auf dem Aermel bemerkt man die zlnfungsbuchstaben des 
Wnhlspruehes des Ilerzogs Johann {Friedrich von Sachsen, und ZWlSCllOu 
den Beinen das Zeichen des Formschneiders. II. 7 Z. 9 L. 
Die Zeichnung zu dieser Figur ist vielleicht von L. Cranach, da er 
Hofnialcr des genannten Herzogs war und auch Muster zu Ilofkleidnngen 
gegeben haben konnte. Wenn es erwiesen wäre, dass Cranach nach 
dem Idamiliennamen Slemder oder Sonder gcheissen habe, so hätte man 
eine Deutung des Buchstaben S. Das genannte Blatt ist nur im Umriss, 
aber sehr gut geschnitten. Eine ähnliche Figur, mit kleinem Federhut 
und einem verzierten Dolch an der Seite, ist ohne Bezeichnung, aber 
sicher von demselben Meister. Diese Blätter wurden vermuthlieh 
colorirt. 
3891. Johann Baptist Seele, Hofmaler zu Stuttgart, geb. zu 
S 1796 Meersburg 1775, gest. 1814. Mit vorstehendem S versah 
er eine grosse Radiruug, welche den Rückzug der Fran- 
zosen (la retirade des Frangais) vorstellt, gr. qu. fol. 
Das im Lexikon S. 204 oben erwähnte Blatt ist nicht von ltlorenu, 
sondern von Ernst Morace nach einem Gemälde in Punktirinaniei- 
gestochen. Es ist nicht sehr selten und betitelt: "Der ungelegevie 
Ueberfall". Die zwei dnrnach erwähnten Einquartierungssceiien sind 
von Billwiller nach den Bildern bei Frauenholz in TIISChITIaIllUP geätzt 
und wurden colorirt ausgegeben. Die später von Ph. II. Dunker iii 
Farben ausgeführten Exemplare sind iiiit vieler Sorgfalt behandelt, 
Sie sind ebenfalls nicht sehr Selten. Die Billwilleifschen Blätter wur- 
den in der Schweiz copirt. 
3892. Christian Jakob Schlotterbeck, Zeichner und Kupfer- 
g Stecher, geb. zu Böblingen in Württemberg 175i, gest. daselbst 
L 1812, Schüler von J. G. v. lilüller. Mehrere kleine Kupferstiche, 
Portraits von Herzogeii von Württemberg, sind mit S bezeichnet. 
3893- Ferdinand Schiessl, Zeichner, Litliograpli und Radirei- 
S1 zu München, Schüler von Mettenleiter, geb. 1775, gest. 1820. 
"  Eine Radirung ist mit S signirt. Sie stellt einen Jungen Fnun 
vor, der bei einer Baccliautiii liegt und einen Becher in der Linken 
liitlt. Unten links auf einem Stein das Zeichen, qu. 8. Auch eine 
Lithographie trägt das S, sie enthält den Winter und Frühling unter 
Figuren im Geschmack eines antiken Basreliefs, fol. Das Gegenstück, 
Sommer und Herbst, ist nicht bezeichnet. 
3894. Andreas Seidl, Historienmztler zu München, Schüler des 
S, Ignaz Oefele, geb. 1760, gest. lSBG. Man findet das S, be- 
gleitet von einem Stern, auf Radirungeii des Meisters: 
1) Büste eines jungen hIädchens in Protil, 8. 
2) Büste eines Mannes, der deii Kopf nach rückwärts nniwentlet, 8, 
3) Ein Soldat, der seinen Säbel zieht. Hinter ihm zwei Köpfe, 8.
        

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