Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1591417
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sprechend. Man könnte aber auch annehmen, dass Seuberlieh 1597 
die Druckerei des G. Schnellboltz übernommen hatte, da Selßgch auch 
bei ihm drucken liess. Daraus erklärt es sich vielleicht auch, dass 
in der Seuberliclüscben Sammlung von Portraiten sächsischer Fürsten 
ein grosser Theil Copien der oben erwähnten Schuellboltdschen Bild- 
nisse sind. Dieses Werk erschien unter dem Titel: Abcontrafactur 
und Bildnis aller Groff Herzogen, Chur und Fürsten, welche vom 
Jahre nach Christi gelmrt 842 btff auf)" das jetzige 1599 Jahr, 
das Land Sachffcn, Löblich und Christlich regteret haben, Sampt 
kurtzer erklerung Ihres Lebens, aus glauhwtrdigen Histortcn zu- 
sumen getragen, und in deutsche Reime bracht. Wtttenberg, gedruckt 
durch. Lorenz" Seuberliclt 15.99, iol. 
Folgende Vignetten oder Buchdrucker-Symbole kommen in mehreren 
Werken vor: 
Die Salbung Davids durch Samuel in einer reichen Einfassung, 
welche einen Rahmen bildet. Unten in einem Schilde ist das erste 
Zeichen, links in halber Höhe bemerkt man in der Ausschweifung des 
Rahmens ein anderes, welches die Zahl lt mit einem f rechts auf dem 
durchreichenden Querstriche gibt, und gegenüber steht das Monogramm 
CE mit dem Messerchen und der Jahrzahl 1562 (larübcr. H. 5 Z. 
8-9 L. Br. 4 Z. 3 L. Diese Vignette gab das Vorbild zu zwei späteren 
Copien, wovon aber die kleinere das Original inZeichnting und Schnitt 
weit übertrifft. Das grössere Symbol ist wahrscheinlich in Seltischis 
Ausgabe der Postille des Dr. M. Luther 1563 zuerst abgedruckt, und 
dieses Werk ging vermuthlich aus der Offizin des Gabriel Schnellboltz 
hervor. Dass Letzterer die Vignette nicht geschnitten haben könne, 
beweist das lilonogramm CE mit dem Messer, und es handelt sich 
daher um ein Symbol des Druckers und Verlegers. Ausserdein fanden 
wir es am Schlusse folgenden Werkes: Gentis Silesiae Annales  
a Joachimo Curneo Freistadtcnsi. Witebergae ezccztdebßt Johannes 
Crato. Anno M. D. LXXI, fol. Auf dem Titel dieses Buches ist die 
kleinere, viel schönere Vignette desselben Inhalts abgedruckt. Die 
Salbung Davids ist aber in einem anderen Rahmen vorgestellt. Dieser 
ist mit Sßllnörkßlwerk und Chcrubim verziert, sowie durch vier Kinder- 
iiguren belebt. Unten in der Mitte ist das dritte Zeichen im Schilde 
und rechts dFtS aus (ich Buchstaben CIIS oder CHS bestehendd 
h-lonogramm des Formschneiders, worauf das hiesscrcheil unter dem 
Zeichen deutet. H. 4 Z. 6 L. Br. 3 Z. 2 L. Dieselbe Vignette fand 
Börner auch auf dem Titel eines Druckes von Hans Lufft 1572, welcher 
demnach auf Kosten des Samuel Selfisch ging, da die Vignette für 
H- D1151 S0 Wenig passt. als für J. Crato. Dieselbe biblische Dar- 
stellung konnnt auch noch in einer dritten Vignette vor, welche sich 
von den beiden anderen durch die Einfassung und durch die Grösse 
unterscheidet. Das Bild ist in einem Ovale, der Rahmen wird aber 
durch die Verzierung von Schweifwerlt und Früchten zum Rechteck. 
Links und rechts oben halt ein Genius ein Band, und unten in den 
Ecken ragt je ein Kopf hervor. In der Mitte ist das zweite Zeichen 
im Schilde. H. 2 Z. 9 L. Br. 2 Z. 3 L. Wir fanden diesen schönen 
Holzschnitt auf dem Titel folgenden Buches: Thucydidis Atheniensis 
Historiae De Belle Pcloponesiaco Ltbri octo etc. A Wto Wins- 
hemio Patre etc. Wittebergae Anno 1580, 8. Der Drucker ist nicht 
angegeben, wahrscheinlich handelt es sich aber um einen Verlags- 
artikel des S. Selfisch, vielleicht aus der Offizin des G. Schnellholtz. 
Dieselbe Vignette kommt auch auf dem Titel eines Buches von 1609 
vor, welcher uns jedoch nicht bekannt ist. Dörner fand die Vignette 
ausgeschnitten, unten stand aber noch in Typendruck: VVitebergae
        

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