Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1591363
1074 
RV 
3837- 
3839. 
3837. Nach Christ sollen diese Buchstaben einen unbekannten 
deutschen Formschneider anzeigen und auf Holzschnitten 
R- V- S- nach Zeichnungen des T. Stimmer vorkommen. Uns sind 
R y S bis jetzt keine so siguirte Blätter im Wterk Stimmefs 
' vorgekommen und wir vermuthen, dass Christ das Zeichen 
entweder nicht richtig gegeben hat, oder von jenem des Ch.vnn Sichem 
habe reden wollen. 
3838. Rudolph Wyssenbach, Zeichner und Formsehneider in 
   Zürich, war zwischen 1543-1560 thätig. Bartsch, 
  , P.-Gr. IX. p. 168, erwähnt 10 Blätter mit Triumph- 
Cäß? bögen, Tempeln und anderen Bauwerken, welche 
T47 B?! theils mit dem Monogramme des Zeichners R. W., 
BEI 6-50 theils mit jenem des Formschnciders I. W. bezeichnet 
sind. Sie gehören in ein architektonisches Werk, welches nach 1558 
erschienen ist, da auf einem Blatte, welches ein rundes, mit einer 
hohen Kuppel versehenes Gebäude vorstellt, über den genannten Mono- 
grammen die Jahrzahl 1558 steht. Wir kennen aber nur die spätere 
Ausgabe, unter dem Titel: Architectura antiqua, Das ist, War- 
haffte  Contrafacturen eltlicla. aller schönen Gebeuroen, nach 
Dioptrischer art  Deren etlich etwa zuvor aussgavtgen, etlich 
aber jetz. neuwtich Itinzu gethan, amd an lag gegeben sind. Alten 
Schreynertz, Steinmetzen, Goldscltntiden, [tlaalern  nützlich vnd 
dienstlficilt. Gedruckt zu Züryclt bei Johans Wollfen, 1m M.D.1YC.VI. 
Jar, e. 
Dieses Werk, zu welchem auch ein Stock von Peter Flötner be. 
nutzt wurde, enthält 16 Blätter in fol., aber mit Darstellungen in 
verschiedener Grösse (Bartsch gibt Quartformat an). Es bildet die 
Fortsetzung eines Buches von Hans Blum: Antiquitates Architec_ 
tonicae etc. Darüber haben wir unter dem Monogramm HB III. 6238 
gehandelt. 
Passavant llI. p. 449 führt die letzte Ausgabe dieses Säulenbuches 
vom Jahre 1662 auf und beschreibt mit Einschluss der bereits von 
Bartsch beschriebenen 10 Nummern im Ganzen 10 Blätter. 
R. YVyssenbach gab auch eine Folge von Musterbliittern für Gold- 
schmiede, Büchsenmacher, Damaseirer etc. heraus. Die Holzschnitte 
sind nach Zeiehnungizn von Peter Flötner ausgeführt, sie tragen aber 
das oben gegebene Zeichen nicht. Am Ende steht: Gedruckt zu 
Zurigclt bey Hurlollf Wyssenbaclt formschnyder 1549. 
Das Zeichen findet sich auch auf einem Holzschnitt nach H. R, 
Manuel Deutsch: Ein Soldat, von vorn gesehen, mit einem Glas in 
der Linken und einem mit Federn geschmückten Barett auf dem Kopf 
Rechts unten das Zeichen des llianucl Iteutsch un einer 'l'afel und 
jenes des R. Wyssenbach 1547. Oben- rechts 20 Zeilen Verse: Horch 
mein Schweytzer, 1'011. will dirs sagü etc. H. 15 Z. 2 L. Br. 10 Z, 
1 L. Zu diesem Blatt gehört ein Gegenstück vom Formschneider 1. W. 
Passavant beschreibt beide im Werk des Hans Rudolph hlanuel Deutsch 
III. p. 438 Nr. 32 und 33. 
3839- Remy Vuibert, Maler und Radirer, Schüler des Simon 
Vonet, geb. zu Paris 1607. Drulliot I. Nr. 3047 gibt das 
 Zeichen mit der Bemerkung, (lass es auf Gemälden dieses 
Meisters vorkommen soll. Wir haben so wenig als Brulliot 
Gelegenheit gehabt, so bezeichnete Bilder zu sehen. Vuilzerüs Radir- 
ungen hat Robert-Dumesnil beschrieben; auf diesen kommt das vor- 
stehende Zeichen nicht vor.
        

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