Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1591228
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Nr. 3766- 
3768. 
3756. Unbekannter Kupferstecher, welcher im Anfange des 
16. Jahrhunderts in Deutschland arbeitete. Er scheint aus 
 der Schule des G. Pencz hervorgegangen zu seyn, da er in 
seinem „Esther" die Manier dieses Meisters uachahmte. Christ 
und Malpe nennen ihn Remi Radius, allein Rodius ist ein apokrypher 
Künstlername und jene Blätter, die diesem zugeschrieben werden, sind 
Holzschnitte, welche in Venedig erschienen. Ohiger Monogrammist ist 
Kupferstecher. Bartsch VIII. pag. 551 beschreibt zwei Blätter und 
Passavant IV. pag. 130 hat zwei unbeschriebene hinzugefügt. Malpä 
spricht noch von drei anderen Blättern in grossem Format, welche 
beide Autoren nicht kennen: Moses mit den Tafeln des Gesetzes, der 
Kindermord zu Bethlehem und eine heilige Familie, wo das Kind dem 
kleinen Johannes den Arm reicht; allein es scheint sich hier nicht 
um Kupferstiche, sondern um jene Holzschnitte des oben genannten 
Rodius zu handeln. 
l) Judith mit dem Schwert in der Linken schiebt mit der Magd 
das Haupt des Holofernes in einen Sack. Beide stehen links, und 
rechts sieht man ein reich dckorirtes Ruhelager, auf welchem der 
Rumpf des Holofernes liegt. Unter der Figur der Judith ist das 
Zeichen. H. 5 Z. Br. 3 Z. 8 L. 
In Ottley's Sammlung ist eine Copie. 
2) Esther, vor Ahasver, links zwischen zwei Frauen knieend, 
berührt mit ihren Fingern den Scepter, den ihr Ahasver darreicht, 
dieser sitzt rechts auf einem Thron. In der Mitte des Grundes zwei 
von s8eiuen Räthen. Gegen links unten das Zeichen. H. 5 Z. Br, 
3 Z. L. 
3) St. Magdalena. Halbe Figur, den Kopf nach links wendend_ 
Sie zeigt mit dem Zeigefinger der rechten Hand nach unten und hält 
mit der Linken die Salbenbüchse. Oben zwei Vorhänge, im Grunde 
ein Amphitheater. Ohne Zeichen. H. 2 Z. 7 L. Br. 1 Z. 9 L_ 
P. Nr. 3. 
4) Zwei Theile einer Dolchscheide. Der eine stellt eine Frau dar, 
die mit der Rechten ein Herz, mit der Linken einen Pfeil hält, der 
andere enthält die allegorische Figur der Stärke mit einer Säule im 
Arm. Ohne Zeichen. H. 3 Z. 2 L. Br. oben 2 Z. 10 L., unten 
1 Z, 7 L. P. Nr. 4. 
5) Ein Ornament. Nach unten ein Widderkopf, rechts zwei phan. 
tastische Fische, oben eine Maske. In der Mitte unten im Rande das 
Monogramm. Copie nach Lukas van Leyden. B. Nr. 161. H. 91 mm, 
Br. 42 mm. Fehlt B. u. P. 
3'167. Richard Redgrave, Historienmaler zu London, geb. zu 
R Pimlico im April 1804, hat eine grosse Reihe schätzbarer 
Gemälde hinterlassen und im Art-Journal 1859 eine Auto- 
biographie veröffentlicht. Obiges Zeichen findet man auf einem kleinen 
radirten Blatte, welches eine Ansicht aus Worcester gibt. Ursprünglich 
war dieses Blatt für die Sammlung des Etchixxg-Club bestimmt. 
3753. Sammlerstempel des Freiherrn Carl Rolas du Rosey, 
kgl. preussischexi Generalmajors, gest. in Dresden 1862. Dieser 
m eifrige Kunstfreund hinterliess eine grosse Sammlung von Anti- 
quitäten, Gemälden, Kupferstichen und Zeichnungen, welche in 
Dresden und Leipzig 1863 und 1864 versteigert wurden. Auf den 
Zeichnungen und Kupferstichexi dieser Sammlung steht der vorstehende 
Stempel.
        

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