Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1590802
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3567-3569. 
3) Ein Ornament, gebildet aus einer Art Candelaber, zu dessen 
Seiten Kinder in Schlangengeringel ausgehen. Sie sind mit Flügeln 
versehen und haben Keulen in den Händen. Rechts unten auf dem 
Täfelchen B. B. H. 91 mill. Br. 32 mill. 
4) Vignette mit zwei phantastischen Figuren mit Flügeln, deren 
schlangenförmige Körper in eine Maske enden. Zwischen beiden der 
Schädel eines Esels. Rechts oben das Zeichen. H. 25 mill. Br.76 mill. 
Sehr schön und selten. 
ägl Ein ornamentirtes Feld. Unten ist ein Mann mit einer Maske 
und o ne Schenkel zwischen zwei Amoretten. Ueber ihm sieht man 
zwei Füllhörner, auf welchen ein Vogel sitzt. H. 51 mill. Br. 37 mill, 
Ob die vorstehend beschriebenen drei Ornamente wirklich unserm 
Meister oder einem andern, welcher ebenfalls R. B. signirte, angehören, 
müssen wir unentschieden lassen, da, wir sie nicht gesehen haben. 
3567. Unbekannter Kupferätzer, welcher in der zweiten Hälfte 
des 16. Jahrhunderts in Holland thätig war. Brnlliot be. 
m schreibt eine satyrische Darstellung: Auf der Strasse einer 
 „ Stadt sieht man einen mit Rüben beladenen Wagen, auf 
i?! welchem ein Mann und eine Frau sitzen, welche musiciren; 
hinter dem Wagen suchen mehrere Bauern Rüben zu stehlen und rechts 
vorn sitzt ein Mönch bei einem Tisch; er verweigert lachend die An- 
nehme einer Rübe, die ihm eine Frau anbietet. In der Mitte unten 
ein wenig nach rechts das Zeichen. Im Unterrande: Eelbh is Wue 
0m rapen by nachlä by daghen etc. H. 9 Z. 1 L. Br. 11 Z. 6 L_ 
Wir kennen das Blatt nicht aus eigener Anschauung, vermuthen 
aber sehr, dass der Verfertiger Eine Person mit dem Monogrammisten 
Nr. 3559 ist. An Robert Baudoux ist kaum zu denken. 
3568- Robert de Baudoux, Kupferstecher und Verleger, welcher 
B B in Amsterdam in den ersten Decennien des 17. Jahr- 
f et 8x5 hunderts thätig war. Er stach nach Lukas van 
Leyden, H. Goltzius u. A. und arbeitete auch für ThibauWs Accademie 
de l'Epee, Brüssel 1628. Die obigen Buchstaben ündet man euf elnefn 
Stiche nach H. Goltzius, welcher den Cadmus darstellt, wxe er d1e 
Drachenzähne säet. 
3559- Richard Brakenburg, Maler von Haarlem, geb. 1605, 
R B gest. 1702. Er malte Genrescenen im Geschmack des 
' ' 77' A. van Ostade, dessen Schüler er war. Die Buchstaben 
R_ B_ B. B. p. (pinwil) stehen auf einem Schwarzkunstblatt von 
J. Gole. Es stellt in einem Zimmer einen jungen sitzenden 
Manligi gar, der eine] Wein einschenkende Frau liebkost. Mozj [Viesje 
0 e arts etc. 0  
p Das zweite äeiehen steht auf einer Radirung, welche R. Weige] 
 Nr. 16,646) dem Brakenburg selbst zuschreibt. Ein Bauer, der 
sich mit einem Mädchen eingelassen hat, kniet vor den zürnenden 
Eltern, links ist das weinende Mädchen. Im Hintergrund des Interieurs 
noch sechs Figuren. An der Wand hängt eine Abbildung des Sünden- 
fälllei. AäxißTische rechts auf dem Bord unter der Tischplatte das 
eic en   4. 
Weigel bemerkt, dass dieses geistreiche und sehr seltene Blatt, 
das irrig zuweilen dem Nikolaus Walraven van Haeften oder dem 
jüngeren Egbert van Heemskerk zugeschrieben wird, eine Oopie eines 
unzweifelhaft echten, aber fast unaufiindbaren Blattes Jan Steen's sei.
        

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