Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1581578
263-270. 
der Manier des M. Pleginck. Es stellt in Vogelperspektive einen 
colossalen, von 72 Paar Pferden gezogenen Pflug vor, welchen 26 
Knechte leiten. H. 7 Z. 6 L.? Br. 33 Z. 6 L.? Von diesem Blatte, 
einem Unicum, haben wir durch Herrn E. Harzen Kunde. Er liess 
es an die Sammlung des verstorbenen Königs von Sachsen ab. Die 
Bedeutung dieser Darstellung mit dem colossalen Piluge kennen wir 
nicht, der Künstler kann aber geringen Vortheil davon erwartet haben. 
Harzen meint, dass er allenfalls Pflug geheissen habe. 
268. Joseph Petzl, Genreinaler, geb. zu München 1803, behauptet 
J ß im Künstler-Lexicon einen ausführlichen Artikel, und 
 -f50- wir haben bei der Aufzählung seiner früheren Werke 
dessen glückliches Talent für charakteristische Auffassung 
und malerische Gruppirung hervorgehoben. In letzterer Zeit waren 
seine Gemälde nicht mehr zahlreich, Lust und Laune hat aber Zeich- 
nungen hervorgerufen, welche das Leben mit Geist und Humor erfassen. 
Eines seiner ernsteren Bilder wurde in der neuesten Zeit für A. H. 
Payne's Allgemeinen Kunstverein unter dem Namen der Novize von 
J. L. Raab in Stahl gestochen, fol. Zu der schon im Künstler-Lexicon 
184i erwähnten von R. Leiter lithographirten Wirthshausscene an der 
preussischen Grenze zur Cholera Zeit nennen wir noch die Kupfer- und 
Stahlstiche zu Tieck's Octavia und Genovefa nach _Pet_zl und W._Hensel, 
Berlin 1831 und 1832; tlüchtende Tyroler im Freiheitskriege, lith. von 
A. Zimmermann, qu. foL, den Invalideu, lith. von. F. Hohe, 101.; den 
Schützenkönig, lith. von J. Bergmann, fol., und die Tyroler Hochzeit, 
von A. Hoffmann in Contouren gestochen für das Düsseldorfer Kunst- 
vereinsheft, qu. fol. 
Petzl hat auch mehrere humorische Svenen, besonders aus der 
Münchner Bock- und Salvatorbierzeit leicht auf Stein gezeichnet, und 
sie anonym in die Stadt geschickt. Die Buchstaben J P findet man 
auf einem radirten Blatte, welches in den Bockkeller zu München führt. 
Es entwickelt sich eine Scene nicht der solidesten Art. Ein betrunkener 
Redner steht auf dem Fasse, und ein Mann in Uniform mit dreiecki- 
gem Hute winkt der Gesellschaft mit dem Besen znr Ruhe. Unten 
steht: Münchner Rocks-Freuden, gr. 8. Es gab eine Zeit, in welcher 
Künstler in München auch ihre Bock-Saison feierten, und zur Ver- 
herrlichung des Kellers im Bilde beitrugen. Jener J P auf dem er- 
wähnten Blatte wird die Vaterschaft wohl nicht offen eingestehen. 
269. Johann Georg Penzel, Maler und Kupferstecher, geb. zu 
j ß J. Hersbruck bei Nürnberg 1'754, gest. zu Leipzig 1809, hin- 
"  C" terliess wenigstens 181 Kupferstiche, welche in Romanen, 
Almanachen und anderen belletristischen Werken vorkommen. Er 
arbeitete zum Theil nach eigenen Zeichnungen, meistjedoch nach D. Cho- 
dowiecki. Es existireii Abdrücke vor der Benutzung der Platten für die 
betreffenden Bücher, und sie sind zum Theile vor der Schrift. Auf 
Blättern nach Chodowiecki findet man die Gursiven J P, und den Buch- 
staben P allein. 
271). Joseph Parrooel oder Parrosel, Maler und Radirer. ist 
j]? ab  oben unter dem Monogramm JP_No. 234 
7 eingeführt, und wir verweisen auf Jenen Ar- 
J. Pa jn et f l tikel. Die Initialen und die Abbreviaturen, 
J. Par. jn. et f. lmiller in Qursiveii, findet man Bälf radirten 
J Parros '11. et fß i Blatte"? m" Dargteuu-ngen aus auf Leben 
  J  und Leiden Christi. Wir haben auf dieselben 
in dem erwähnten Artikel aufmerksam gemacht. 
        

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