Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1578608
970 
2525- 
2526. 
Johannes llameranus, Stempelschneider in Rom, geb. 1649, gest. 
1705, hiuterliess Medaillen mit dem-Bildnisse des Papstes Clemens X., 
welche grösstentheils mit dem Namen bezeichnet sind. Die erste Me- 
daille mit diesem Bildnisse und mit fünf Heiligen auf dem Revers trägt 
die Initialen I. H. Auch eine Medaille mit dem Bildnisse des Papstes 
Innocenz XII. und der Facade der Kirche St. Maria ad Fornaces ist 
vorhanden. Livio Odeschalchi, der Neffe des Papstes Innocenz XI., 
fand ebenfalls ein besonderes Vergnügen, sein Bildniss durch Medaillen 
zu verewigen. Sehr selten ist jene von 1677: Jovanna Soror. Cariss. 
auf dem Revers. Andere Medaillen mit seinem Bildnisse wechseln den 
Revers. Sehr schön ist eine kleine Medaille mit dem Granatapfel. 
Hamerani zeichnete I. H. F. 
Johann Joseph Hermann, Münzmeister in Cöln 1715-1720. Er 
zeichnete auch 1.1.11. 
Johann l-littdorf, Münzmeister in Bonn 1733-1738. 
Johann Haag, Stempelschneider, stand von 1720 an in Diensten 
des Grafen von Montfort, und arbeitete von 1740-1763 zu Tettnang. 
Johann Jakob llandmanu, Stempel- und Wappenschneider in Basel 
1740-1770. Er gehört zu den geschicktesten Künstlern seiner Zeit. 
Er zeichnete auch I. HM. 
Johann lleimreich, Münzmeister in Eisenach 1750-1754. 
Jean Harrowyn, Stempelschneider, ivar um 1774 in den Nieder- 
landen thätig. Von ihm ist wahrscheinlich die schöne achteckige Me- 
daille mit dem geharnischten Bildnisse des Herzogs Carl Alexander 
von Lothringen und Statthalter iu Belgien 1774. Am Arme stehen 
die Buchstaben I H. 
Johann Philipp Holzhäuser, Stempelschneider in Warschau von 
1764 an. I. H. gezeichnet ist die Prämien-Medaille mit dem Bildnisse 
des Königs Stanislaus August von Polen. Auf anderen Medaillen stehen 
die Buchstaben I. P. H. 
2525- Unbekannter Kupferstecher, welcher um 1530 thäitig war. 
 1531 Er gehört der oberdeutschen Schule an. Das Blatt 
 ' ' mit den Initialen stellt den Cambises vor, wie er 
einer Magistratsperson die über eine Art von Stuhl ausgespannte Haut 
eines ptlichtvergessenen Richters zeigt. Die Buchstaben I. H. stehen 
unter dem Stuhle, und die Jahrzahl 1531 ist rechts oben. Die Com- 
position enthält sieben Figuren. H. l Z. Br. 2 Z. 7 L. 
2526. Johann Hauer, Zeichner, Modelleur und Kupferstechexxvon 
[H  Augsburg, arbeitete in der zweiten Hälfte des 18. Jahr- 
 -  hunderts zu Paris. Er fertigte Musterblätter für Bild- 
hauer, Bildschnitzer, Schreiner, Architekten u. s. w. im Geschmacke 
Ludwig's XVI., und gab sie heftweise heraus. Das erste Heft ist 
betitelt: Dessins de la mode neuve au gout antique, pour les 
architecles en gdneral, et specialement pour servir ä divers artisans. 
Inventds, dessinäs et graues par J. Hauer, rue Sainte-Ursule, ä Paris. 
Die obigen Buchstaben findet man auf Blättern mit verzierten Me- 
daillons und leeren Schrifttafeln darunter, kl. qu. fol. Diese Folge 
erschien bei Johann Georg Hertel in Augsburg, welcher eine grosse An- 
zahl von Blättern mit Ornamenten im Geschmacke der Zeit Ludwigs XVI. 
herausgab. Hauer scheint ihm viele Zeichnungen geliefert zu haben, 
und daher deuten wir_die Buchstaben I. H. auf ihn, und nicht auf 
J. G. Hertel, welcher slch eines anderen Monogramms bediente.
        

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