Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1578597
2524. 
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2524. Stempelschneider und Münzmeister, welche I. H. zeich- 
I H neten. Ihrer erwähnt Schlickeysen, wir gehen aber näher 
'  ein, und nennen die bessten Arbeiten der betreffenden 
J H' J' Künstler. 
J H-f- Jcst Haltermann, Mlinzmeister in Riga von 1660 an- 
Er zeichnete nur Stempel zu Münzgeprägen, deren im ReichePschen 
Cataloge genannt sind. 
Johann Hühn, der ältere, Stempelschneider, war von 1645-1687 
in Danzig thätig. 
Johann Höhn, der jüngere, Stempelschneider von Danzig, stand in 
Diensten des Churfürsten von Brandenburg, arbeitete aber auch für 
den k. polnischen Hof, und starb in Langenfuhr bei Danzig 1693. 
Die beiden J. Hohn, welche entweder Brüder oder Verwandte 
waren, hinterliessen viele Gepräge, unter welchen jene des jüngeren 
vorzuziehen sind. Dieser Meister verband aber die Buchstaben Jh 
auch zum Monogramme, und fügte JH. J. und JH-fl bei. Von 
Höhn sen. ist die I. H. gezeichnete seltene Krönungsmedaille des Königs 
Johann III. Sobieski von Polen. Die Brnstbilder des Königs und seiner 
Gemahlin erscheinen in einem Kranze, und am Arme des ersteren 
stehen die Buchstaben I. H. Auf dem Revers ist ein gekrönter Palm- 
baum, in dessen Stamm ein Engel die Namen der hohen Personen 
schreibt. Am Fusse des Baumes steht: Coronati 2 Febr. 1676. 
Diese Medaille wiegt in Silber 275, Loth, in Gold 15 Dukaten. Nach 
einer Bemerkung ist die Arbeit diese Summe nicht werth. Raczynski 
II. p. 281 nennt aber die Medaille schön, und in einem Münzkataloge 
fanden wir sie in Silber auf 33 f. gewerthet. Wir können die Gepräge 
der beiden Höhn nicht genau unterscheiden, die bessere Arbeit spricht 
aber für Höhn jun. Dieser Künstler schnitt wahrscheinlich in seiner 
früheren Zeit die Stempel zu den Münzen mit dem Bildnisse des 
Herzogs August von Sachsen als Erzbischof von Magdeburg 1655 und 
1669. Sie sind JH. J. und JH-ff gezeichnet. Von J. Höhn sen. 
wäre demnach die grosse Medaille von 1653, mit der Eintracht, welche 
die Wappen von Polen und Danzig hält. Auf dem Avers ist der 
Prosliekt von Danzig mit dem Adler darüber. Diese Medaille ist I. H. 
gezeichnet. Auch eine Medaille auf König Sigmund II. von Polen ist 
I. H. signirt. Auf einem Kupferstiche von Simon Thomassin, welcher 
eine Folge von Blättern mit Bildnissen von Fürsten nach Medaillen 
gestochen hat, beziehen sich daher die Initialen I. H. auf J. Höhn. 
am dem Namen bezeichnet sind die Medaillen mit den Bildnissen des 
Ernst Bogislav Duc de Croy 1668, des Georg Freiherrn von Derflinger, 
des Otto Christoph Freiherrn von Sparr, und des Johannes Hevelins. 
Diese Medaillen werden grösstentheils von J. Hohn jun. herrühren. 
Dann nennen wir das schöne Schaustück mit dem Bildnisse des Nikolaus 
Juel, Eq. Aur. Daniae Archi. Gen. Log. Ten. Am Arme stehen die 
ßuchstaben 1_ H. Auf dem Avers ist eine Kriegslilotte, ohne Inschrift. 
Dieses Stück wiegt 51,5 _Loth. Von dem jüngeren Hohn ist ferner der 
I. H. gezeichnete Medaillen auf die Vertreibung der Schweden aus 
Preussen unter Friedrich Wilhelm von Brandenburg: Porussia Libe- 
rala A? MDCLÄQYIX Ein anderer Medaillen mit I. H. erschien auf 
den Tod der Churfürstin Elisabeth Honriette, der Gemahlin des Chur- 
fürsten Friedrich III. von Brandenburg 1683. Den Schluss macht viel- 
leicht die Königsberger Huldigungsmedaille an denselben 1690. 
Johann Hoffmann, gräiiich lippeischer Münzmeister 1671-1692. 
Johann Horcher, Münzbeamter in Erfurt 1675 und 1676. 
Johann Höhn, der Enkel, Stempelschneider in Danzig 1697.
        

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