Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1578500
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2499- 
Beisatz nach 'I' scheint ohne Bedeutung zu seyn. Christ und seine 
Nachbeter schreiben aber an der betreffenden Stelle I2HA. Wir 
zeichneten die gegebenen Zeichen auf dem Originale nach. 
1) Brustbild eines bärtigen Türken mit grosscm Turban nach rechts. 
In 3er Ecke rechts oben das erste Zeichen. H. 4 Z. 2 L.? Br. 2 Z. 
8- L. 
2) Männliches Profilbildniss mit einem Stocke in der linken Hand. 
Rechts oben das zweite Zeichen. H. 4 Z. 1 L. Br. 2.Z. 9 L. 
3) Männliches Profilbildniss im Pelzkleide mit Käppchen. Mit dem 
ersten Zeichen und der Jahrzahl 1582. Oval. H. 4 Z. 6 L. Br. 3 Z. 
4) Brnstbild eines Mannes mit Schnurrbart und Käppchcn. Mit 
dem ersten Zeichen und 1528 statt 1582. Oval. H. 3 Z. 9 L. Br. 3 Z. 5 L. 
5) Männliches Brustbild in Profil mit aufgestülpter Mütze, welche 
vier hornartige Zipfel hat. Mit dem ersten Zeichen und 1582. Oval. 
H. 4 Z. Br. 2 Z. 9 L. 
6) Ein ähnliches Brustbild in Profil mit blossem Kopfe, und einer 
auf dem Rücken hängenden Mütze mit vier Zipfeln. Mit dem zweiten 
Zeichen. H. 3 Z. 6 L. Br. 2 Z. 7 L. 
2499. Unbekannter Goldschmied, welcher gegen Ende des 15. Jahr- 
 hunderts in Oberdeutschland thätig war. Er ist nur durch 
 ein Blatt mit Laubwerk bekannt. Es enthält drei verlängerte 
Dreiecke neben einander gestellt, und diese sind mit Blätter- 
werk gefüllt. Der übrige Raum des Papiers ist weiss. Die Initialen 
des Stechers sind oben, und zweimal unten angebracht. In der k. Samm- 
lung zu Dresden ist ein Exemplar, kl. fol. 
Dieser IH scheint der Familie der Hopfer anzugehören, und ist 
vielleicht das älteste Mitglied derselben. 
2500- Jean de Hains, Kupferstecher und Verleger, war im 16. Jahr- 
hundert thätig, wir kennen aber seine Lebensverhältnisse 
nicht. Man findet kleine Blätter mit biblischen Vorstell- 
ungen, auf welchen der Name oder der Schild mit den 
 Initialen vorkommen. 
2501- Johannes Herbst oder Herbster, Maler von Strassburg, wird 
von Wimpheling (Epitome rerum germanzicarum. Bas-il. 
1547, I. p. 349) neben Albert Dürer und Martin Schon- 
gauer genannt. Th. Swinger (Theatrum vilae humanae. 
Basz'l.1586, p. 3701) will wissen, dass er 1468 zu Strass- 
 burg geboren worden sei. Unter dem Jahre 1491 erscheint 
Q ein Haus Herbst im Zunftbnche der Maler zu Basel, und 
es reimt sich damit die Angabe nicht recht, dass der 
K4 Künstler, nachdem er die Malerei verlassen, um nicht 
länger dem Bilderdienst Vorschub zu leisten, zu seinem Sohne, dem 
berühmten Buchdrucker Johannes Oporinus, nach Basel gezogen sei. 
Hans Holbein malte 1516 das Bildniss des Johann Herbster. Die Büste 
desselben ist zwischen zwei Pilastern dargestellt, welche einen Bogen 
tragen. Auf den Capitälen der Säulen stehen zwei kleine Engel mit 
Guirlanden von Früchten und Blättern, und am Sockel steht: Joannes 
Herbster Piclor Oporem" Pater. Dieses Gemälde war bis 1853 in der 
Gallerie Bayntun, und ging bei der Auktion derselben zu London in' 
uns unbekannte Hände über. 
Ein Gemälde mit dem Namen dieses Meisters, oder mit den 
Initialen I, H. kennen wir nicht, wir glauben aber, dass er den Ptole- 
mäns illustrirt hat Dieses Werk erschien unter dem Titel: Clacdii 
Ptoloruaei Alexandrini Mathematicorum Principis Opus Geographie
        

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