Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1578353
IGG 
2435- 
2437. 
945 
2435. Johann Gottfried Grohmann, Schriftsteller und Radirer, 
geb. zu Leipzig 1763, gest. 1805, ist durch einige Werke 
r?- über Kunst bekannt, und für diese radirte er auch 3m! 
in Kupfer. Solche mit den Initialen des Namens sin  : 
Die Verhältnisse der schönsten Statuen des Alterlhums von J. A. 
David in Paris. Herausgegeben von J. G. Grohmann in Leipzig, 4. 
Von ihm ist auch: Kurzgefasstes Handwörterbuch über die schönen 
Künste, von einer Gesellschaft Gelehrten. 2Bände. Leipzig 1794 bis 
1795, 8.; Versuch zur Bildung des Geschmacks für Werke der 
bildenden Kunst. I. Leipzig 1795, 8.; Regeln zur Ifarilraturzeich- 
nung nebst einem Versuche über die komische Malerei. Aus dem 
Englischen von F. Grose übersetzt von J. G. Grohmann. Mit 29 
radirten Blättern von Grohmann. Leipzig 1800, 8. Es erschien auch 
eine französische Uebersetzung: Principes de Caricatures, suiois 
d'un Essai sur la peinture comique. Paris 1802, gr. 8. Auch in 
diesem Werke sind 29 Radirungen von Grohmann. 
2436. Johann Gottlieb Glauber, genannt Myrtill, Landschafts- 
j  maler und Radirer, der jüngere Bruder des Johannes 
  Glauber, gest. zu Breslau 1703 im 47. Jahre, hinter- 
479  liess Bilder in der Weise des Gaspar Poussin, besonders 
im Charakter der Idylle. Bartsch V. p. 397 beschreibt zwei radirte 
Blätter mit den Initialen des Namens, und ein drittes fügen wir bei. 
1) Der Hirt und die Hirtin. Letztere sitzt auf dem Rasen bei 
ihren Schafen, und der Hirt reicht ihr eine Schale. Rechts reicht ein 
grosser Baum mit der Krone in den Rand hinein, und links im Rande 
stehen die zweiten Buchstaben. H. 7 Z. 8 L. Br. 5 Z. 7 L. 
2) Landschaft mit einem vom Sturme zersplitterten Baume. Zwei 
Männer und ein Weib treiben erschrocken die Kühe fort. Links unten 
auf dem Boden: Gaspar Poussin Pinz-it ßomae. J. G. G. fI H. 10 Z. 
6 L. Br. 14 Z. 3 L. 
R. Weigel erwähnt in den Stipplementcn zum Peintre-graveur einen 
äusserst seltenen Probedruck vor der Schrift. 
3) Landschaft mit Ruinen und einem antiken Monumente. Letzteres 
steht rechts mit einer Urne, in der Mitte erheben sich zwei grosse 
Bäume, und vorn sitzen zwei Fischer am Ufer des See's. Den Grund 
bilden Berge und Gebäude, und 1m Rande stehen dieersten Buch- 
staben mit dem Beisatze: Romae. Höhe 7 Z. 9 L. mit 1 L. Rand. 
Br. 5 Z. S L. 
Dieses Blatt beschreibt Brulliot, Robort-Dumesnil und R. Weigel. 
2437. Stempelschneider und Münzmeister, welche I. G. H. und 
L G_ H_ I. G. H.  zeichneten. Ihre Namen nennt auch Schlick- 
eyson, W11 gehen aber hier weiter ein, da die Angaben 
L G- H- R über J. G. Holtzhey nicht genau sind. 
Johann Georg Holtzhey, Medailleur, gehört zu den vorzüglichsten 
Künstlern seines Faches, und zeichnete gewöhnlich I. G. H. F. Der 
Sohn des Martin Holtzhey, welcher 1697 zu Ulm geboren wurde, und 
1764 in Middelburg starb, erblickte er 1729 zu Amsterdam das Licht 
der Welt. Der Vater war bis 1732 Münzmeister von Gclderland; später 
jener von Zeeland, und hinterliess ausser den Münzgeprägen mehrere 
Medaillen, welche zu den schönsten Arbeiten dieser Art gehören. Joh. 
Georg Holtzhey war Münzmeister der Provinz Utrecht, und starb 1808. 
Von den beiden genannten Künstlern haben wir einen Catalogus van 
Medailles betrehkelyk de Historie der Nederlanden "Amsterdam 1755. 
J. G. Holtzhey hinterliess Medaillen auf Wilhelm lVsFriso der Nieder- 
lande. Jene mit dem Bildnisse desselben und der Jahrzßhl 1747 1111188 
Monogrammiateu Bd. III. 60
        

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