Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1569738
GPF 
GPI. 
272 
275. 
83 
Jedes dieser Blätter ist G. P. E, FZ. IN. und N N exc. bezeichnet. 
Sie erschienen, wenigstens im späteren Drucke, im Verlage des Nicolo 
Nelli, gr. fol. 
272. Gottfried Portale, Zeichner und Kupferstecher, war um 
G P F 1650  1660_1n Wien thätig- Man ündet Zeichnungen mit 
  ' G.  seine Kupferstiche sind aber unbekannt, da er 
wahrscheinlich weder den Namen, noch die Initialen beifügte. 
273. Georg Peter Fischer, auch Vischer, Zeichner und Maler 
GLR lnuMünchen, waren der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts 
da. thatig. Er 1st mit dem 1643 verstorbenen Historienmaler 
GBR m Johann Georg Fischer oder Vischer nicht zu verwechseln, 
und man kann ihm mit Sicherheit kein Gemälde zuschreiben. Lipowski 
erwähnt eines radirten Prospektes von München mit der Schrift: Ge- 
orgius Vischer delineacit et ezvcudit. In M. Merian's Topogruphia 
Barariae 1644, fol., sind Ansichten von merkwürdigen Gebäuden 
Münchens, und von anderen Städten an der Isar und dem Inn nach 
seinen Zeichnungen in Kupfer gestochen. Auf diesen Blättern kommen 
die Initialen des Namens vor, wie auf jenen mit den Ansichten der 
Residenz und des Jesuiten-Collegiums in München, mit den Ansichten 
von Erding, Isen, Freising, Mosburg, Mühldorf, Alten- und Neuötting dtc. 
274. Gaetano Piccini, Zeichner und Kupferstecher, welcher um 
yßß 1720-4740 in Rom thätig war, wurde in früheren Schrif- 
ten über Kunst, und namentlich in Catalogen reichlich 
bedacht, indem man ihm Blätter von Monogrammisten zuschrieb, welche 
weder der Zeit noch der Behandlung nach für ihn sprechen. Wir haben 
daher im Künstler-Lexicon XI. S. 269 eine sonderbare Musterkarte 
gegeben, welche jetzt bereiniget ist. Die G P 1593 gezeichneten Blätter 
gehören dem Georg Pecham an, und die Radirungen des noch immer 
unbekannten, früher ebenfalls Piccini genannten Monogrammisten GPP 
sind unten aufgezählt. Das G P fecil gezeichnete Blatt mit den theo- 
logischen Tugenden, welches man früher dem Piccini zuschrieb, ist 
wahrscheinlich von Gerrit Peeters, und somit bleibt im Verzeichnisse 
des Künstler-Lexicons nur ein geringer Theil für Piccini übrig. 
Die Initialen des Namens findet man auf Blättern folgenden Werkes: 
Anliqua Numismata maa-imi moduli aurea, argentea, aerea ex 
museo Alemandri S. R. E. Cardinalis Albani in Vaticanam biblio- 
thecam a Clementi XII. Pont. Opt. Max. translata et a Rudolpho 
Venulo Notis illustrata. Zwei Bände mit 328 Schaumünzen, fol. In 
diesem Werke sind auch Blätter von Stefano della Bella und Israel 
Silvestre, und somit wurde es schon im 17. Jahrhundert begonnen. 
Die neueren Abbildungen sind von F. Delfos und G. Piccini, und 
fallen in die Zeit, in welcher Olemens XII. die Münzen mit der vati- 
kanischen Sammlung vereiniget hatte. Der Papst regierte von 1730 
bis 1740. Piccini hatte aber schon früher Kaisermünzen gestochen, 
alle auf eine grosse Platte, unter dem Titel: Numismata aurea 
maximi moduli, primique duodecian Augusti, ex auro, dudum 
Bomae in Coenobiae Carthusiae, nunc Viennae in Gaza Caesarea. 
Gegen die Publikation schritt der Kaiser ein, und es wäre daher mög- 
lich, dass die frühere Platte zerschnitten, und für Venuti's Werk be- 
nutzt wurde. 
275. Peter Johann Nepomuck Geiger, Zeichner und Maler in 
Wien, geb. 1801, gehört zu den geistreichsten Künstlern, welche 
ä je in Oesterreich gelebt haben. Er bewegt sich auf dem Gebiete 
, der Geschichte und des Genre mit gleicher Freiheit, und daher 
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