Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1578184
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IFR. 
2359- 
2359. Jacques Francquart, Historienmaler und Architekt, geb. 
I Franc in zu Brüssel 1577, machte seine Studien in Rom, und 
  ' kam dann als Ingenieur des Erzherzogs Albert von 
Oesterreich in Dienste des Königs von Spanien. Er baute die Jesuiten- 
Kirche in Brüssel, zu welcher der Erzherzog den 23. Juni 1606 den 
ersten Stein legte. Im Jahre'1629 begann er den Bau der Bagijnen- 
Kirche zu Mecheln, und auch noch einige andere Bauten machten ihm 
einen rühmlichen Namen. Francquart hatte sich aber besonders auch 
als Zeichner hervorgethan, und wir nennen hier die Kupferwerke, 
welche unter seinem Namen vorhanden sind. Der Artikel im Künstler- 
Lexicon bedarf der Ergänzung. Sein Todesjahr ist nicht angegeben, 
und das Geburtsjahr nicht genau bestimmt. Der Meister starb 1652. 
1) Pompa funebris optim-i polehtissimiq. Princzlzzis Atbertz" Pii, 
Archiducis Austritte, Ducis Burg. Brab. etc. veris imaginibus ew- 
pressa a Jacobo lfrancquart, Archit. Reg.,' ejusderlz princzjris mo- 
rientis wvita, scriptore E. Puteano Consil. et Historiogr. Reg. 
Brumellae CIOIOCXXIII. Prostant apud Joannem Mommartium, fol. 
Dieses Werk enthält 54 Blätter mit dem Titel, welche die ganze 
Pracht des damaligen Leichenzuges entwickeln. Sie sind von Cornel 
Galle gestochen, und man muss die erste Ausgabe von 1623 zu er- 
halten suchen, welche mit allem Aufwand gedruckt ist. Im Jahre 1728 
veranstaltete Jean Leonard in Brüssel einen neuen Abdruck, die Platten 
bedurften aber der Retouche. Die neue Ausgabe enthält 66 Blätter, 
fol. Dazu gehört die Abbildung des Trauergerüstes bei den Exequien 
der Erzherzogin Isabella Clara Eugenia in der St. Jakobskirche zu 
Brüssel den 3. März 1634, fol. Das Beiblatt gibt den Bericht über 
die Fundation in der Kirche St. Michael und St. Gudtila zu Brüssel, 
wo die genannten Fürstenspersonen ruhen. Den Catafalk hat ebenfalls 
Cornel Galle gestochen. 
2) Les porlraits des hommes illustres de POrdre de St. Augustin. 
A Anvers 1636, 4. 
Dieses Werk besteht in 30 Blättern von C. Galle. Auf mehreren 
kommt die Abbreviatur des Namens vor. 
3) Ein Catafalk mit vielen wachthabenden und anderen Figuren. 
Oval 8. in einem Zwölfeck. 
Dieses leicht und geistreich radirte Blättchen hält R. Weigel im 
Kunstkatalog N0. 20,386 für eine Arbeit des J. Francquart. Wir haben 
oben ebenfalls einen Catafalk erwähnt, welcher nach ihm gestochen 
wurde. Ch. Kramm besitzt die prächtig colorirte Zeichnung des Cata- 
falkes, welcher den 20. März 1619 bei den Exequien des Kaisers 
Mathias bei St. Gudula zu Brüssel aufgerichtet wurde. Man wird also 
das erwähnte Blättchen mit R. Weigel dem Francquart zuschreiben 
müssen. 
Unter den Initialen I. F. S. erwähnen wir ein radirtes Blatt mit 
dem Paradebette des Kaisers Mathias von 1619. Es ist vielleicht 
ebenfalls von J. Francquart.  
Anna Francisca de Bruyns, die Nichte des Künstlers, hat dessen 
Bildniss gezeichnet, und W. Hollar hat es 1648 gestochen. Im Jahre 
1622 wurde. sein Bildniss in Medaillen gestochen, 4. Dieses diente 
wohl zum Vorbilde bei De Bie.  
 Unbekannter Medailleur, welcher vermuthlich in Italien 
I FR AS thätig war. Die Abbreviatur seines Namenskdmmt auf 
' '  der Medallle mlt der Büste des Hieronymus Papponi aus 
Pisa. vor.
        

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