Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1577973
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Anzahl von Zeichnungen, welche er auf seinen Reisen gefertiget hatte. 
Von seiner malerischen Reise auf dem Waagflnsse in Ungarn erschie- 
nen bis 1818 vier Hefte mit 16 Blättern von Schlotterbeck, im Jahre 
1826 wurde aber in Pesth das Werk fortgesetzt. Auf seinen Reisen 
richtete der Künstler auch ein besonderes Augenmerk auf die Denk- 
male der Plastik und Architektur, und veranstaltete darüber folgendes 
Werk: Denlcmale der Baukunst und Bildnerez" des Mittelalters in 
dem Oesterreiclzischen Kaiserthume. Gezeichnet und unter Aufsicht 
von Joseph Fischer  gestochen von österreichischen Künstlern. 
Wien 1817, 1818 roy.fol. Dieses Werk gab der Fürst Eduard Lich- 
nowsky heraus, es erschienen aber nur drei Hefte. Besonders geist- 
reich und theils flüchtig radirt sind die kleineren Blätter dieses Mei- 
sters. Sie bestehen in Köpfen, Figuren, Fischergruppen in S. Rosafs 
IManier, allegorischen Neujahrs- und Visitenkarten, in verschiedenen 
Studien, in Landschaften mit Ruinen und Interioren u. s. w. Eine 
Folge von 15 kleinen Landschaften hat die Widmung als Titel: Mei- 
nem Freund M. v. Molitor, qu. 8., 12. und 16. Auf verschiedenen 
radirten Blättern kommt das Zeichen vor. Darunter ist ausser den 
Landschaften eine Folge von sechs Blättern mit Hunden 1803. H.4Z. 
2 L. Br. ä Z. 2 L. Die meisten Blätter dieser Folge haben das Zei- 
chen mit der Jahrzahl 1803. Auch auf etwas grösseren Blättern mit 
Hunden und anderen Thieren von 1809 ist das Monogramm beigefügt, 
so wie auf solchen mit Thierköpfen und Ziegen. H. 3 Z. 10 L. Br. 
3 Z. 7 L. Auf anderen Radirungen kommen die Initialen J F vor, 
welche wir unten geben. Die Gräiinnen Czernin und Kageneck radirten 
ebenfalls Blättar nach seinen Zeichnungen, erstere Figuren und Köpfe, 
letztere eine nette Folge von Landschaften mit Ruinen, qu. 8. Be- 
sonders zahlreich sind die radirten Blätter des Grafen Magnis nach 
Fischer's Zeichnungen, und theils mit dem Monogramme versehen. 
Sie bestehen in Studien akademischer Figuren, theatralischen Charak- 
teren, Gosaken, in allegorischen Figuren, Gruppen, Büsten von Orien- 
talen, Ansichten gothischer Gebäude, Landschaftsstudien nach der 
Natur und aus der Idee u. s. w. Ein grosses Blatt von Magnis stellt 
eine karrikirte Theegesellschäft vor. Fischer hinterliess aber ebenfalls 
grosse Blätter. Besonderen Beifall erwarb er sich mit dem Kupfer- 
stiche des im Tempel lehrenden Jesusknaben nach Spagnolettds Ge- 
mälde in der Wiener Gallerie 1'793, roy. qu. fol. Eben so gross ist 
eine Allegorie auf dendiaiser Franz, wie er unter dem Schutze der 
Minerva. und der Justitia die Huldigung seines Volkes empfängt. In 
Aquatinta, s. gr. roy. fol. Ein weiteres Aquatintablatt stellt die Ehe- 
brecherin vor Christus vor, nach Füger's reicher Composition, s. gr. 
roy. qu. fol. Man ündet auch noch andere Blätter, welche radirt und 
in Aquatinta übergangen sind, gbesonders wilde Landschaften im Ge- 
schmacke des Salvator Rosa. Fischer arbeitete Blätter Iin verschiede- 
nen Manieren zum Unterrichte an der k. k. Akademie aus. Er hatte 
als Professor der Radirkunst den Titel eines akademischen Rathes. 
2294.. Jeremias Falclg, Zeichner und Kupferstecher, geb. zu Danzig 
 1529, geslf- 1'709, 1st durch treifliche Blätter bekannt, weniger 
j durch Zelchnnngen, welche mit der Feder umrissen und blau 
und weiss gehöht sind. Aeusserst selten ist ein {liegendes Blatt mit 
dem Bildnisse des Königs Johann III. von Polen. Die Büste ist im 
Rande von Typendruck umgeben, welcher eine lange Biographie des 
Königs enthält. Unten ist die Adresse: Nürnberg und Frankfurt am 
Mayn bei Georg Scheurer, Kunsthändler, fol.
        

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