Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1577894
2263- 
2265. 
899 
stehen. Mit den Initialen I. E. ist auch das Bildniss des William 
Dobson bezeichnet. Auch radirte Blätter mit den Initialen I E soll 
man finden, und zwar in Evelyn's Journal from Rom 10 Neaples 8m. 
Im Uebrigen vgl. II. N0. 1622. 
2263. Jakob Esselens, Maler und Zeichner, war um 1640-1650 
in Holland thätig. Man zählt ihn zu den Schülern 
j E j E des Rembrandt, seine Werke erinnern aber an nichts 
 1   weniger, als an diesen Meister. Er malte Ansich- 
ten von Städten, von Herrenhäusern, von Gärten mit prächtigen Fon- 
tainen, dann Landschaften mit reichem Baumwuchs, Jagdpartieen und 
Marinen, immer mit geistreichcr Staffage. Er liebte ein heiteres C0- 
lorit und einen breiten Pinsel. Seine Gemälde sind nicht häufig, öfter 
findet man aber Zeichnungen, meistens mit den Initialen des Namens. 
Doch kommen diese auch auf Gemälden vor. Wir nennen folgende 
Zeichnungsimitationen, da Ch. Kramm nicht Bescheid weiss. 
i) Kanalansicht bei Utrecht mit Schiffen, imitirt von Ploos van 
Amstel für dessen berühmtes Zeichnungswerk, qu. fol. Die Original- 
zeichnung besass Ploos van Amstel, und 1847 ging sie aus der Samm- 
lung des Baron Verstolk van Seelen in andere Hände über. 
2) Ein Herr und eine Dame, imitirt von W. Baille für das Werk 
von Ploos van Amstel, kl. qu. fol. 
3) Landschaft mit drei Figuren im Vorgrunde, und mehreren an- 
dern im Hintergrunde, von B. Schreuder in Biestermanier und in Farben 
nachgebildet. Es kommt auch ein Rothsteindruck und ein blosser 
Umriss vor. H. 4 Z. 3 L. Br. 6 Z. ö L. 
4) Der durchbrochene, und wiederhergestellte Damm von Houte 
Wael, mit reicher Staifage. Radirt von P. Nolpe (1651) nach Zeich- 
nungen von J. Esselens und J. Colin, in zwei Blättern, qu. roy. fol. 
2264- Jean Errar oder Errard nennen Malpe und Baverel einen 
 angeblich aus Lüttich stammenden Künstler, welcher nach 
1'E'.fä' Waterloo radirt haben soll, nämlich die Folge der Landschaften 
B. No.33-38.. Dieser Angabe folgte auch Ch. Kramm in der- neuesten 
holländischen Fortsetzung des Werkes von Immerzeel, und somit ist 
dieser Errar in den Niederlanden eingebürgert, vielleicht ohne je 
existirt zu haben. Kramm vermuthet, er sei ein Verwandter des Leo- 
nard Errard, dessen Immerzeel erwähnt, und dann nennt er auch einen 
C. Errar, von welchem ein Blatt vorhanden ist, welches fünf nackte 
Kinder um das auf dem Tische stehende Kartenhaus bei Lampenschein 
vorstellt, fol. Daraus geht aber noch immer kein Jean Errar hervor. 
Kramm nimmt aber wirklich an, dass er einige Landschaften nach 
Waterloo geätzt habe. Diess müssten nun die Blätter der Folge B. 
N0. 33-38 seyn, welche aber sicher von Waterloo selbst radirt sind. 
Die Initialen I. E. fe. stehen nur auf einem Blatte, auf jenem B. No.35. 
Links vom Rande her treibt der Hirt die Heerde durch den Fluss, und 
ein Hügel dacht nach dem Wasser ab. Rechts erhebt sich eine Baum- 
grnppe. Links oben in der Ecke steht: A. W. eza, in der Mitte I. E. fe., 
mid rechts N0. 3. Dieses Blatt gleicht den Radirungen des A. Wa- 
terloo so vollkommen, dass dieser oder der Meister I. E. die ganze 
Folge geätzt haben muss. Man kann aber die Blätter nur dem Wa- 
terloo zuschreiben, und er hat sich daher zu N0. 3 einer fremden 
Zeichnung bedient. Diese Zeichnung kann nur von Jakob Esselens 
seyn, und den Jean Errard müssen wir streichen.  
2265. Johann Ernst von Altmannshausen, Kunstliebhaber, Zeich- 
nete um die Mitte des 17. Jahrhunderts Landschaften 
(7 6 40K und architektonische Ansichten, undäiägf Sie in KuPfßr
        

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