Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1577842
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IDS-IDV. 
2244-2247. 
2244. Unbekannte Kupferstocher, wovon der eine der deutschen, 
[D der der andere der französischen oder italienischen Schule des 
 17. Jahrhunderts angehört. Die grösseren Buchstaben, mit 
llD-V- der Jahrzahl 1670 voraus, findet man auf einer radirten 
Landschaft, in welcher sich französischer oder italienischer EinHuss 
kundgibt. In der Landschaft bemerkt man einen Hirten bei der Schaf- 
heerde, und links eine Tempelruine. Von der Ferne her kommt ein 
Fluss. H 7 Z. 4 L. Br. 4 Z. 9 L. Die Arbeit ist nicht von Bedeu- 
tung, doch ist sie von der Hand eines lllalei-s. 
Die kleinen Buchstaben deuten den Namen eines Kupferstechers 
aus Hamburg an. Man iindet sie auf dem Titelblatte zu Arnobiz" dis- 
putationum adversus Genies Librz" VIII. Hamburgi 1610, fol. Die 
Titelschrift steht auf einer ausgespannten Bockshaut zwischen den 
Statuen des Glaubens und der Hoffnung. Unterhalb derselben ist im 
Gartouche der Tempel des Merkur, und oberhalb ein solcher mit dem 
Moiiogramm Christi von zwei Engeln gehalten. x 
2245. Johannes van Duyn fabricirte um 1764 in Delft Gefasse 
f; von Porzellan, welche in blauem Camajeu, auch braun 
' "x - und grün bemalt sind. Darunter sind sehr schöne Thee- 
X9 74 büchsen und Tabakdosen, welche aber sehr selten ge- 
b? werden sind. Der Name ist im Grunde eingemalt. 
2246- Johann Daniel TherhPortteln, Kupferstteehc-iizr, ävelcßiei; um 
v 1610 in Sac sen t ätig war, is un er en ni ia en 
[DTP fe  D. P. II. N0. 1314 eingeführt, und es ist auch 
IDTP scul- lyr- das Werk erwähnt, in welchem Blätter mit den 
gegebenen Buchstaben vorkommen. Sie bestehen in biblischen Yor- 
stellungen in allegorischer Auffassung, und gehören zu den Seltenheiten. 
Unter der Abbreviatur des Zeichners: Thom. Salm. (Thomas Schnops) 
kommen wir im Zusammeuhange darauf zurück. Auf zwei Blättern 
steht: Johann Daniel Ther Partien sculpsit Tirnaniae, und daraus 
erklären sich die obigen Buchstaben. Ein Blatt mit denselben stellt 
Christus mit den Aposteln, in der Mitte eine Gruppe von Männern, 
und rechts den Teufel mit seinem Anhange vor. Unten steht: Eh- 
gite hodie cm" sercire potissimum debentur debeatzs. Ein zweites 
Blatt mit derselben Bezeichnung stellt Christus am Oelberge vor, wie 
ihn der Engel unterstützt, kl. fol. Die Kupferstiche von diesem Mei_-_ 
ster waren wohl für eine Ausgabe der Exercitia spiritualia S. Ignqm 
Loyolae bestimmt. Das unter D. P. II. N0. 1314 erwähnte Blatt stellt nicht 
den hl. Johannes vor, sondern den hl. Ignaz, welchem beim Schreiben 
die hl. Jungfrau erscheint. Bei ihm liegt Helm, Geissetund Lanze, 
Attribute, wellcheksich wohl auf Ignaz von Loyola, aber nicht auf Jo- 
bannes bezie en önuen.  
2247. Juan de Vingles vereinigte sich mit Juan de Yciar zur 
Herausgabe eines Schriftbuches nach dem Vorgange der 
Qwvxm; berühmten italienischen Schreibmeister. Es hat den Titel: 
"m" Arte subtilissima por la qual se enseria a escriver per- 
felamente. Heclw, y esperimentado y agora nuevamente 
aäadido por Juan de Yciar Vizcayno. Ymprim. en Za- 
ragoza en easa de Pedro Bernuz aüo de 1550, gr._8. 
Dieses sehr seltene spanische Schriftbuch ist dem Prinzen Don ljelipe 
von Spanien gewidmet, und enthält auch das in Metall geschnittene 
Bildniss des Schreibmeisters mit der Inschrift: Joannes Yczao',_aetatzs 
suae anno XX V. Der Grund, auf welchem die Büste erscheint, ist 
schwarz und weiss punktirt nach Art der Schrottmanier. Die neun
        

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