Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1577757
IDE-IDE. 
2210- 
2214. 
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Courtois, und Nachahmer derselben. Wie diese, so liebte auch er 
mythologische Darstellungen, und Häufung der Gegenstände. Seine 
Carnation ist sehr lebendig, und die Goldfolie missbraucht. Im Blätter- 
werk seiner Bäume und in den Graspartien herrscht ein grüner gifti- 
ger Ton, welcher die weissen Lichter beeinträchtigt. Eigenthümlich 
sind seine langen Figuren, und die bizarren viereckigen oder spitzigen 
Profile, welche auch in den Bildern seiner Tochter Susanna vorkom- 
men, und in jenen der Courtois nicht ungewöhnlich sind. An seiner 
Architektur spiegeln sich die Farben des Regenbogens, welche in langen 
Bändern über die Mauern, die Säulen und Stufen hingehen. Uebrigens 
aber sind seine Werke auf das Zarteste vollendet, und die manierirt 
graziösen Figuren lösen sich in klaren Tönen und röthlicher Carnation 
von dem farbigen ornamentirten Grunde ab. Im Musee du Louvre, 
in den Coll. Callet, Soltikoif und Baillon sind Werke von ihm, welche 
Mr. L. de Laborde beschreibt. Der Künstler zeichnete mit den Ini- 
tialen I. D. C. 
2210. I. D. de Portten so. steht auf einem Knpferstiche, welcher 
eine biblische Scene in allegorischer Audassnng vorstellt, mit dem 
Schrifttexte: Multi eocali, paucz" oero electi. Matt. 20. IV. 16'. Der 
bisher unbekannte Meister findet unter I D T P eine ausführlichere 
Stelle, nämlich Johann Daniel Ther Portten. 
2211. Justus van Egmout, Maler, geh. zu Leyden 1602, gest. zu 
    Antwerpen um 1674, ist namentlich durch 
J'd'Egm' plctreglnv" Bildnisse bekannt. Jeremias Falck stach 
jenes der Königin Anna von Frankreich, und auf diesem Blatte kommt 
die Abbreviatur vor, fol. Falck stach als Gegenstück auch das Bild- 
niss des Königs Ludwig XIV. 
2212. Josse de Momper oder Mompere, Landschaftsmaler und 
I de M5 Radirer, soll 1580 zu Antwerpen oder in Brügge geboren 
' 17' worden seyn. S0 schreibt ein Biograph dem andern nach, 
der Künstler muss aber gegen 1b60 in Antwerpen geboren worden 
seyn. Im Liggere der St. Lukas-Gilde daselbst kommt ein Josse Mom- 
pere 1530 als freier Meister vor, und 1582 tritt der Landschaftsmaler 
Bartolomäus Mompere als Doyen der Gonfraternität auf. Letzterer 
zeichnete in jenem Jahre seinen Sohn Josse ein, und dieser Josse 
Mompere muss unser Künstlerseyn, welcher demnach um 1560 ge- 
boren wurde. Sein TodesJahr 1st unbekannt, man dehnt es aber ge- 
wöhnlich bis 1638 ans. Der Sammtbrenghel, die Francken, D. Teniers 
sen. und wohl auch H. van Balen haben die Landschaften dieses Mei- 
sters mit Figuren staifirt. Th. Galle, E. van Panderen, J. Collaert, 
II. Hondius sen., C. J. Visscher u. A. haben nach ihm gestochen. 
J. und A. Gollaert stachen eine Folge von 12 Blättern, welche die Monate 
vorstellen, qn. fol. Auf diesen Blättern kommt die Ahbreviatnr vor. 
2213. Jean Dossier, Medailleur, arbeitete manchmal mit seinem 
I D ET F Sühne gemeinschaftlich. Die Buchstaben I. D. ET. F. 
'  ' ' stehen auf der Medaille mit dem Bildnisse des Johann 
Jakob Burlamachi. Unter I. D. haben wir andere Medaillen dieses 
Meisters erwähnt. 
2214. Johannes (10 Ram, Zeichner, Kupferstecher und Kunstver- 
J d R leger, geboren um 1680, war Schüler von R. de Hooghe, 
' e ' und hinterliess Radirnngen in der Weise dieses Meisters. 
Seine meisten Blätter kommen aber in holländischen Druckwerken vor, 
und tragen gewöhnlich die Adresse des Künstlers.
        

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