Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1577685
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2185. 
Jacob Duck sei der Vater unsere Johann le Ducq gewesen; allein 
letzterer wurde 1636 im Haag geboren, jener J. Duck scheint aber 
Utrecht nie verlassen zu haben. Jakob Duck könnte auf der erwähn- 
ten Radirnng allerdings Duo statt Duck geschrieben haben, es steht 
aber dahin, 0b er der Verfertiger des Blattes mit den drei hl. Königen 
und der Madonna. ist. Dem Ansehen nach müsste man es noch in das 
16. Jahrhundert setzen, und wir hätten demnach den ältesten der Mei- 
ster J. Duc. Immerzeel schreibt dem Jakob Duck das Blatt mit den 
vier Studien entschieden zu, es fehlt aber der positive Beweis. Die 
Figur des nach links schreitendeu Königs ist in Walkefs Facsimiles 
af rare ßtchings copirt. 
5) Ein stehender Mann im Mantel mit Pelzmütze und vorgestreck- 
ten Händen im Momente des Erstaunens. An der Stufe, auf welcher 
er den linken Fuss setzt, stehen die kaum lesbaren Buchstaben J D 
inne. fe. a0. 1664. H. 4 Z. 5-8 L. Br. 2 Z. 9 L. 
Dieses Blatt ist im Catalog Rigal dem Jean le Ducq zugeschrieben, 
und es wird ihm wohl angehören. 
6) Ein Offizier im Costüme der Zeit des Künstlers, stehend vom 
Rücken gesehen, aber mit dem Kopfe im Profil nach rechts. Er legt 
die eine Hand an die Hüfte, und hält mit der anderen die Lanze. Zu 
seinen Füssen liegt der Degen und der Federhut. Im Grunde links 
sieht man Landschaft und einige leicht skizzirte Figuren. Rechts am 
Steine I D. H. 6 Z. 5 L. Br. 4 Z. 5 L. 
Dieses Blatt ist im Catalog Aretin beschrieben, und kommt auch 
im k. Cabinet zu München vor. Die Vorstellung spricht ganz für 
Jean le Ducq, den späteren Kriegshauptmann. 
7) Ein stattlicher Offizier von vorn gesehen mit dem Hute auf dem 
Kopfe. Unten I D. H. 4 Z. 4 L Br. 4 Z. ä L. 
Dieses treffliche und äusserst seltene Blatt ist von der Hand des- 
jenigen, welcher das vorhergehende radirt hat. Sie sind beide in der 
Weise des Palamedes gehalten, und finden ihre Analogie in den Ge- 
mälden des J. le Ducq. Man muss sie zu den Kostbarkeiten zählen. 
8) Eine Landschaft mit einem Manne von Condition zu Pferd im 
Vorgrunde, in Profil nach rechts. Er erwartet einen anderen Reiter, 
welcher durch den Fluss herankommt. Links am Ufer steht ein Ge- 
bäude mit rundem Thurme auf dem Felsenberge. Vorn in der Mitte 
ges Grasbodens, etwas nach links, bemerkt man die Buchstaben I Df, 
 qu o. 
Dieses geistreich radirte Blatt beschreibt Brulliot im Catalog Aretin 
N0. 4401 mit der Bemerkung, dass es in le Ducqls Manier radirt sei. 
Er übersah die Buchstaben, ein Kunstsammler bezahlte aber bei der 
Auktion 100 H. für dieses Blatt.  
9) Eine Gebirgslandschaft, rechts mit einem Baumstamm, auf wel- 
chem man eine Biene bemerkt. Dieses sehr seltene Blatt wird im Ca- 
talog Verstolk van Seelen erwähnt, wir können aber keine genauere 
Beschreibung geben, und wissen auch nicht, ob es I D gezeichnet ist. 
2135. Unbekannter Kupferstecher, welcher um 1617 zu Hamburg 
I  D im] thatig war. Die gegebenen Buchstaben findet man auf 
P Blättern in folgendem Werke: Hans Guhlenßs Buch- 
l-D. Java). sen-Meisterei Buch etc. Hamburg 1618, 4. Die 
 ö kleinen Buchstaben stehen auf der Titeleinfassung zu 
1'  7' M. T. Ciceronis apera omnia. Hamburgi 1618, fol. 
Auf dem Stürze des Portals halten Genien den Medaillen mit dem 
Bildnisse des Gicero. Zu den Seiten sieht man die Standbilder der
        

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